Von langer Hand geleitet,
durch vieler Hände Du begleitet,
umfasse ich –
mit neuem Schwung
die Lebensbögen,
erschaffe –
in wachem Sinnen
von innen her getragen,
die Spur
sich weitender Bewusstheit.
Nicht fremdbestimmt,
nein –
selbst ermächtigt,
dem Schoss des Du
entsprungen,
erwächst
mit neuem Tatendrang
ein diamanten Kleinod
meinen Händen.
Dem Regenbogen leuchtend gleich
singt sein Lied
mein Ich den neuen Landen!
© baH, aus dem Archiv: 09.07.2011/11.01.2017
.
Seiner Berufung wird ein literarisch arbeitender Mensch dann gerecht, wenn er durch sein Wortschaffen Wege der Entwicklung für den Menschen eröffnet. Das Wort D-ich-tung spricht es deutlich aus. Es geht um das Ich, um einen Weg der Authentizität in Bezug auf das eigene dichterische Tun. Diesen Weg zeichnete einst schon Aristoteles in seiner Poetik vor. Aus geistesgegenwärtiger Präsenz im Gespräch unter Autoren diesen Weg erneut frei zu legen, dazu will dieser Blog ein Forum sein.
Montag, 4. Dezember 2017
Von langer Hand geleitet

Donnerstag, 30. November 2017
Häuserkampf
Warum nur geht es den Menschen
heute so sehr darum
ihr Selbstbild zu verteidigen,
sich abzuschotten
gegen alles,
was Veränderung
in diese Selbstbild-Landschaften
hineintragen könnte?
Warum nur
f ü r c h t e n sie
den Wind des Geistes,
der modernde Wurzeln
herauszubrechen sucht so sehr,
dass sie ihren Kopf wegdrehen,
wenn auf diese Weise
erneuernde Willenskraft sie berührt?
Aus universellen Tiefen
will allumfassende Liebe,
ihre ureigene Lichtkraft,
sie ermächtigen
in Ich-Taten schöpferisch zu werden.
© baH, 30.11.2017/14.08.2019
heute so sehr darum
ihr Selbstbild zu verteidigen,
sich abzuschotten
gegen alles,
was Veränderung
in diese Selbstbild-Landschaften
hineintragen könnte?
Warum nur
f ü r c h t e n sie
den Wind des Geistes,
der modernde Wurzeln
herauszubrechen sucht so sehr,
dass sie ihren Kopf wegdrehen,
wenn auf diese Weise
erneuernde Willenskraft sie berührt?
Aus universellen Tiefen
will allumfassende Liebe,
ihre ureigene Lichtkraft,
sie ermächtigen
in Ich-Taten schöpferisch zu werden.
© baH, 30.11.2017/14.08.2019

Mittwoch, 29. November 2017
Marien Distel
Du Kleinod unter den Blumen -
unscheinbar und doch so mächtig.
Deinen violetten Kelch
trägst du aufrecht hoch hinaus
an verborgenen Wegen -
die Wegweisung
den Neuland Wanderern.
Deine Dornen
erwecken leise
die Wachheit,
behüten
die keimende innere Anschauung
sich weitenden Bewusstseins.
© baH, 29.11.2017

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