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Montag, 25. Februar 2013

Lauschendes Fragezeichen

            Still schwingen sie sich hinaus in den Umkreis,
            koboldisch verschmitzt lächelnd die Arme,
            an den Enden bizarr verknotet,
            komisch verzerrt und doch ...
            zum leisen Lachen verleitend ihr Ausdruck.


            So stehst Du, Geist der Platane,
            wie herausgefallen aus einer anderen Welt,
            ein still lauschend Fragezeichen. -
            Amüsierst Du Dich über meine
            ausweglosen inneren Verschränkungen?


            Fast scheu erheben sich aus Deinen Köpfen
            vereinzelte Zweige hinein in den Licht-Umkreis,
            lauschen wie in weite Fernen
            dem Wind, der ihre Spitzen erzittern lässt,
            umfassen leise erahnend sich gebärendes Licht.


            Nicht lange mehr und Du trägst in Deiner Krone
            einen Blütenkelch voll paradiesischer Unschuld,
            vergessen lassend den Frost der eigenen Seele,
            die Unbill des Unmöglichen.


            Du Frühlingsbote in frostiger Verkleidung,
            Bringer Du,
            in kalter Winternacht gereifter, neuer Fülle.

            © Bernhard Albrecht, 25.02.2013
            Gabriele Brunsch gewidmet


           

Montag, 4. Februar 2013

Silberreigen

                Über unscheinbar funkelnde Gitternetze
                tanzen sie leichtfüssig
                Stufe um Stufe der Erde zu,
                drehen ihre Kapriolen
                und lachen, lachen ohne Ende.


                Schwerelos segeln sie
                durch das nachtglühende All,
                spielen wie Kinder,                
                versunken in eine Welt
                jenseits von Raum und Zeit.


                Schelmisch gesellt der Wind
                sich an ihre Seite, lupft sie in die Höhe
                -Tränen zwischen seine Lachfältchen-
                wenn sie ihre Kristallfüsschen
                dem sicheren Boden entgegenstrecken.


                Wie hin gehaucht
                wiegen sich Nebelfahnen
                zwischen Sein und Nicht - Sein.


                Und durch den weiss bemützten Zauber
                tönt sanft ein Lied
                nicht endender Freude,
                wie es nur aus der Stille sich offenbaren kann.

                © Bernhard Albrecht, 04.02.2013