Still schwingen sie sich hinaus in den Umkreis,
koboldisch verschmitzt lächelnd die Arme,
an den Enden bizarr verknotet,
komisch verzerrt und doch ...
zum leisen Lachen verleitend ihr Ausdruck.
So stehst Du, Geist der Platane,
wie herausgefallen aus einer anderen Welt,
ein still lauschend Fragezeichen. -
Amüsierst Du Dich über meine
ausweglosen inneren Verschränkungen?
Fast scheu erheben sich aus Deinen Köpfen
vereinzelte Zweige hinein in den Licht-Umkreis,
lauschen wie in weite Fernen
dem Wind, der ihre Spitzen erzittern lässt,
umfassen leise erahnend sich gebärendes Licht.
Nicht lange mehr und Du trägst in Deiner Krone
einen Blütenkelch voll paradiesischer Unschuld,
vergessen lassend den Frost der eigenen Seele,
die Unbill des Unmöglichen.
Du Frühlingsbote in frostiger Verkleidung,
Bringer Du,
in kalter Winternacht gereifter, neuer Fülle.
© Bernhard Albrecht, 25.02.2013
Gabriele Brunsch gewidmet
Seiner Berufung wird ein literarisch arbeitender Mensch dann gerecht, wenn er durch sein Wortschaffen Wege der Entwicklung für den Menschen eröffnet. Das Wort D-ich-tung spricht es deutlich aus. Es geht um das Ich, um einen Weg der Authentizität in Bezug auf das eigene dichterische Tun. Diesen Weg zeichnete einst schon Aristoteles in seiner Poetik vor. Aus geistesgegenwärtiger Präsenz im Gespräch unter Autoren diesen Weg erneut frei zu legen, dazu will dieser Blog ein Forum sein.
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Montag, 25. Februar 2013
Lauschendes Fragezeichen
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Montag, 4. Februar 2013
Silberreigen
Über unscheinbar funkelnde Gitternetze
tanzen sie leichtfüssig
Stufe um Stufe der Erde zu,
drehen ihre Kapriolen
und lachen, lachen ohne Ende.
Schwerelos segeln sie
durch das nachtglühende All,
spielen wie Kinder,
versunken in eine Welt
jenseits von Raum und Zeit.
Schelmisch gesellt der Wind
sich an ihre Seite, lupft sie in die Höhe
-Tränen zwischen seine Lachfältchen-
wenn sie ihre Kristallfüsschen
dem sicheren Boden entgegenstrecken.
Wie hin gehaucht
wiegen sich Nebelfahnen
zwischen Sein und Nicht - Sein.
Und durch den weiss bemützten Zauber
tönt sanft ein Lied
nicht endender Freude,
wie es nur aus der Stille sich offenbaren kann.
© Bernhard Albrecht, 04.02.2013
tanzen sie leichtfüssig
Stufe um Stufe der Erde zu,
drehen ihre Kapriolen
und lachen, lachen ohne Ende.
Schwerelos segeln sie
durch das nachtglühende All,
spielen wie Kinder,
versunken in eine Welt
jenseits von Raum und Zeit.
Schelmisch gesellt der Wind
sich an ihre Seite, lupft sie in die Höhe
-Tränen zwischen seine Lachfältchen-
wenn sie ihre Kristallfüsschen
dem sicheren Boden entgegenstrecken.
Wie hin gehaucht
wiegen sich Nebelfahnen
zwischen Sein und Nicht - Sein.
Und durch den weiss bemützten Zauber
tönt sanft ein Lied
nicht endender Freude,
wie es nur aus der Stille sich offenbaren kann.
© Bernhard Albrecht, 04.02.2013
Labels:
Freude,
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Zauber
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
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