Allbegabt - allschenkend
lässt frei sie all jene,
die sich entschliessen ihre Büchse zu öffnen.
Offen nach allen Seiten
liegt die Entscheidung
über Art und Weise ihrer Gaben allein bei den Menschen.
Sie selber steht derweil auf einer Schaukel
und weist hintergründig
auf den Code.
So lotet sie unentwegt die Qualität
der Seelenstrebungen derjenigen aus,
die ihre Gaben in Anspruch nehmen -
prüft deren Augenhöhe zu ihrer inneren Freiheit.
© baH, 19.12.2018
Seiner Berufung wird ein literarisch arbeitender Mensch dann gerecht, wenn er durch sein Wortschaffen Wege der Entwicklung für den Menschen eröffnet. Das Wort D-ich-tung spricht es deutlich aus. Es geht um das Ich, um einen Weg der Authentizität in Bezug auf das eigene dichterische Tun. Diesen Weg zeichnete einst schon Aristoteles in seiner Poetik vor. Aus geistesgegenwärtiger Präsenz im Gespräch unter Autoren diesen Weg erneut frei zu legen, dazu will dieser Blog ein Forum sein.
Mittwoch, 19. Dezember 2018
Pandora

Mittwoch, 12. Dezember 2018
Achtsam
Im Getriebe des multimedialen Chaos
heute -
an den leisen, raum-zeitlosen
Erinnerungen nicht vorüberzugehen,
die das Gewahr-Werden suchen …
darauf kommt es allein an,
denn sie beinhalten die Botschaften,
die mich unmittelbar angehen.
Nichts ist mitunter einfach,
was uns hier das Du,
und mit ihm die allgegenwärtige Informationsflut
vor unseren Füssen
an Augenblicksstränden blinden Vermeinens ablegt,
nichts -
Bis wir bereit sind im Niederbeugen
in ihm uns selbst in die Augen zu blicken.
Die Perle der Selbst-Erinnerung in Händen,
beginnt sich der verschleierte Kreislauf
taumelnden Getriebenseins zu klären,
denn durch den Lichtkegel,
mit dem das Du verborgene Wege in uns ausleuchtet,
finde ich in die Kraft meines freien Willens zurück.
© baH, 12.12.2018
heute -
an den leisen, raum-zeitlosen
Erinnerungen nicht vorüberzugehen,
die das Gewahr-Werden suchen …
darauf kommt es allein an,
denn sie beinhalten die Botschaften,
die mich unmittelbar angehen.
Nichts ist mitunter einfach,
was uns hier das Du,
und mit ihm die allgegenwärtige Informationsflut
vor unseren Füssen
an Augenblicksstränden blinden Vermeinens ablegt,
nichts -
Bis wir bereit sind im Niederbeugen
in ihm uns selbst in die Augen zu blicken.
Die Perle der Selbst-Erinnerung in Händen,
beginnt sich der verschleierte Kreislauf
taumelnden Getriebenseins zu klären,
denn durch den Lichtkegel,
mit dem das Du verborgene Wege in uns ausleuchtet,
finde ich in die Kraft meines freien Willens zurück.
© baH, 12.12.2018

Mittwoch, 28. November 2018
Eine Adaption auf Friedrich Schiller (überarbeitet)
"Wohlauf Kameraden auf´s Pferd, auf´s Pferd,
in das Feld, in die Freiheit gezogen;
im Felde, da ist der Mann noch was wert,
da wird das Herz noch gewogen;
da tritt kein anderer für ihn ein,
auf sich selber steht er da ganz allein."
Wohllauf denn mein Bruder schwing Dich auf`s Pferd,
und reite, Dein Ansinnen stets wägend, wohin auch immer,
auf dass sich Dir öffne am Ende der Freiheit Raum - tief innen;
versäume über allem Erfahren nie auf Dein Herz zu hören -
den Brüdern zum Trotz, die oft auf dunklen Wegen reiten mit Dir,
denn in der Gefahr verleiht allein der Mut Dir Standfestigkeit,
mit dem fest Du stehst in Dir selbst.
© baH, 28.11.2018
in das Feld, in die Freiheit gezogen;
im Felde, da ist der Mann noch was wert,
da wird das Herz noch gewogen;
da tritt kein anderer für ihn ein,
auf sich selber steht er da ganz allein."
Wohllauf denn mein Bruder schwing Dich auf`s Pferd,
und reite, Dein Ansinnen stets wägend, wohin auch immer,
auf dass sich Dir öffne am Ende der Freiheit Raum - tief innen;
versäume über allem Erfahren nie auf Dein Herz zu hören -
den Brüdern zum Trotz, die oft auf dunklen Wegen reiten mit Dir,
denn in der Gefahr verleiht allein der Mut Dir Standfestigkeit,
mit dem fest Du stehst in Dir selbst.
© baH, 28.11.2018

Sonntag, 4. November 2018
Festhalten - Befreit
Festhalten
Im Angesicht innerer Abgründe,
die Dich die Kreuz und Quere ziehen,
siehst Du das Naheliegende nicht.
Du selbst bist es, der diese Abgründe
wie heraus stülpt aus Dir,
Dein Festhalten ruft
umgaukelnde Fata Morganen
aus Seelentiefen Dir vor Augen.
Schau also genau hin,
was ist -
was an losen Seilen Deines Denkens
nur herauf beschworen.
Dein Ich richtet sich auf in seine Aufrechte.
© baH, 04.11.2018
H i e r N E H M E I C H E U C H G E F A N G E N
ihr Worte …
Lasst mich den Vogel sehen
der singt
sonst glaube ich die Liebe gleicht dem Tod -
Aus dem Gedicht
„H I E R N E H M E I C H E U C H G E F A N G E N“ von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977, 16. Auflage 2017, Seite 13
Befreit
Gefangen in inneren Vermeinlassungen
trüben die Tage so vor sich hin -
November-Nebel
Nach den Farben des Herbstes
breitet sich aus die Leere des Unwägbaren.
Der Menschen Wege stehen auf Entscheidung,
Entscheidung, ob die eigene innere Aufrichte
gelingt in Stabilität hinein.
In sich ruhendes Gleichgewicht
aus der sprudelnden Quelle der Freiheit
erdwärts sich ankern kann,
der Gesang des Vogel Phönix
über Land und Meer weithin erklingt.
© baH, 04.11.2018
Im Angesicht innerer Abgründe,
die Dich die Kreuz und Quere ziehen,
siehst Du das Naheliegende nicht.
Du selbst bist es, der diese Abgründe
wie heraus stülpt aus Dir,
Dein Festhalten ruft
umgaukelnde Fata Morganen
aus Seelentiefen Dir vor Augen.
Schau also genau hin,
was ist -
was an losen Seilen Deines Denkens
nur herauf beschworen.
Dein Ich richtet sich auf in seine Aufrechte.
© baH, 04.11.2018
H i e r N E H M E I C H E U C H G E F A N G E N
ihr Worte …
Lasst mich den Vogel sehen
der singt
sonst glaube ich die Liebe gleicht dem Tod -
Aus dem Gedicht
„H I E R N E H M E I C H E U C H G E F A N G E N“ von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977, 16. Auflage 2017, Seite 13
Befreit
Gefangen in inneren Vermeinlassungen
trüben die Tage so vor sich hin -
November-Nebel
Nach den Farben des Herbstes
breitet sich aus die Leere des Unwägbaren.
Der Menschen Wege stehen auf Entscheidung,
Entscheidung, ob die eigene innere Aufrichte
gelingt in Stabilität hinein.
In sich ruhendes Gleichgewicht
aus der sprudelnden Quelle der Freiheit
erdwärts sich ankern kann,
der Gesang des Vogel Phönix
über Land und Meer weithin erklingt.
© baH, 04.11.2018

Mittwoch, 31. Oktober 2018
Die Sprache der Barmherzigkeit
„H I E R U N D D A ist die Laterne der Barmherzigkeit
zu den Fischen zu stellen …
Oder dahin,
wo Liebende sich wehe tun,
Liebende,
die doch immer nahe am Sterben sind.“
Aus dem Gedicht „HIER UND DA“ von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 58
Die Sprache der Barmherzigkeit
Von Unwissenheit umweht ist
die Sprache der Barmherzigkeit -
jene lichte Seite von ihr, die weh tut,
weil sie Entwicklung herausfordert
ohne wenn und aber.
Grausam erscheint sie dem Erleben nicht selten,
denn zu wissen was Sache ist
wird unversehens allzu gerne angenommen.
Unbeachtet bleibt hingegen das mehr Hintergründige,
das was die Weberinnen des Schicksals still überschauen
und von dort her zielstrebig auf den Weg bringen.
Barmherzige Liebe zu verorten, wo Dir Weh geschieht,
das will gelernt sein.
© baH, 31.10.2018
zu den Fischen zu stellen …
Oder dahin,
wo Liebende sich wehe tun,
Liebende,
die doch immer nahe am Sterben sind.“
Aus dem Gedicht „HIER UND DA“ von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 58
Die Sprache der Barmherzigkeit
Von Unwissenheit umweht ist
die Sprache der Barmherzigkeit -
jene lichte Seite von ihr, die weh tut,
weil sie Entwicklung herausfordert
ohne wenn und aber.
Grausam erscheint sie dem Erleben nicht selten,
denn zu wissen was Sache ist
wird unversehens allzu gerne angenommen.
Unbeachtet bleibt hingegen das mehr Hintergründige,
das was die Weberinnen des Schicksals still überschauen
und von dort her zielstrebig auf den Weg bringen.
Barmherzige Liebe zu verorten, wo Dir Weh geschieht,
das will gelernt sein.
© baH, 31.10.2018

Dienstag, 23. Oktober 2018
"Sich seiner selbst bewusst"*
Lange Wege, mit und am Du vorbei
gründen Dein Menschsein
im Hier und Jetzt.
Lange Wege
Heute weisst Du,
Du kommst an mit jedem Schritt,
kannst nicht aus der Spur geraten.
Denn -
die Konturen Deines Fussabdrucks
weisen immer auf Dich.
Wahrhaft bei Dir bist Du,
wo Du im Angesicht des Du
erblickst allein Deine wandelbare Fussspur.
© baH, 23.10.2018
für Rachel-Maria
*Die Überschrift dieses Gedichtes
ist einer Verszeile des nachfolgenden Gedichtes
von Barbara Hauser entnommen.
Die Sprache der Heimat
Sie treffen sich, wo die Berge einfach nur Berge sind,
zum Austausch im Schatten der Bäume,
jeder, sich seiner selbst bewusst.
Mit der Einfachheit kehrte meine Seele zurück …
und mit ihr meine Muttersprache –
die sich nicht mehr aus Unwissenheit
schamhaft in den schattigen Windungen
des verhärteten Ichs versteckt.
Die Sprache meiner Heimat
ist die Sprache der Liebe.
© Barbara Hauser
https://gefaehrtenblog.wordpress.com/2018/10/17/die-sprache-der-heimat/
gründen Dein Menschsein
im Hier und Jetzt.
Lange Wege
Heute weisst Du,
Du kommst an mit jedem Schritt,
kannst nicht aus der Spur geraten.
Denn -
die Konturen Deines Fussabdrucks
weisen immer auf Dich.
Wahrhaft bei Dir bist Du,
wo Du im Angesicht des Du
erblickst allein Deine wandelbare Fussspur.
© baH, 23.10.2018
für Rachel-Maria
*Die Überschrift dieses Gedichtes
ist einer Verszeile des nachfolgenden Gedichtes
von Barbara Hauser entnommen.
Die Sprache der Heimat
Sie treffen sich, wo die Berge einfach nur Berge sind,
zum Austausch im Schatten der Bäume,
jeder, sich seiner selbst bewusst.
Mit der Einfachheit kehrte meine Seele zurück …
und mit ihr meine Muttersprache –
die sich nicht mehr aus Unwissenheit
schamhaft in den schattigen Windungen
des verhärteten Ichs versteckt.
Die Sprache meiner Heimat
ist die Sprache der Liebe.
© Barbara Hauser
https://gefaehrtenblog.wordpress.com/2018/10/17/die-sprache-der-heimat/

Sonntag, 21. Oktober 2018
B E R E I T ... D U T Ä N Z E R / I N
„B E R E I T …
Bereit das letzte Schwermutsgewicht
im Koffer zu tragen, diese Schmetterlingspuppe,
auf deren Flügeln sie die Reise einmal
beenden werden.“
Aus dem Gedicht „B E R E I T“ von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 61
Die Schmetterlingspuppe öffnen
Heute geschieht es,
dass die Leidgeprüften -
am tiefsten Grund ihrer Seele angekommen
ihre Schmetterlingspuppen öffnen.
Einfach so und ungeplant.
Es geschieht,
weil die Zeit die Reife gebracht -
ein grosser innerer Mut
wie aus dem Nichts
die Hallen der Dunkelheit mit Licht flutet.
Es geschieht, dass Kraft dort auflebt,
wo vorher allzu lange Mühsal waltete -
das Ich in seiner Ego-Gebärmutter explodiert.
© baH, 21.10 2018
…
„du allein
trägst an verborgener Nabelschnur
an deinem Leib
den Gott vererbten Zwillingsschmuck
von Tod und Geburt.“
Aus dem Gedicht „T Ä N Z E R I N“ von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 74/75
Todes-Flüchtling
Was windest Du Dich ,
grämst Dich tagein tagaus
wegen nichts,
das Dir allein deswegen gross erscheint,
weil Du es in Deinem Ego-Wahn
über alle Massen
aufzupolieren weisst.
Du kannst und willst nicht loslassen,
Du L E B E N S - Flüchtling.
Du in Deiner Hybris Gefangener,
beende den Wahn
und steh auf!
Vernimm den Morgenruf des Ich in Dir.
© baH, 21.10.2018
für Jürgen
Zwillingsschmuck
Welch heimlicher Bann
würgt Deine Kraft und -
hält Dich gefangen?
Warum nur ist es so schwer
die Gott ererbte Medaille zu wenden,
das Gleichgewicht der Kräfte
in Dir wieder herzustellen?
Von allem Anfang an
bestimmte Dich die S C H L A N G E
zur Freiheit.
Du allein kannst den Bogen
über Deine inneren Abgründe spannen,
Dich in Bewegung versetzen in der Kraft,
die Deinem Schöpferwesen angemessen!
© baH, 21.10.2018
Bereit das letzte Schwermutsgewicht
im Koffer zu tragen, diese Schmetterlingspuppe,
auf deren Flügeln sie die Reise einmal
beenden werden.“
Aus dem Gedicht „B E R E I T“ von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 61
Die Schmetterlingspuppe öffnen
Heute geschieht es,
dass die Leidgeprüften -
am tiefsten Grund ihrer Seele angekommen
ihre Schmetterlingspuppen öffnen.
Einfach so und ungeplant.
Es geschieht,
weil die Zeit die Reife gebracht -
ein grosser innerer Mut
wie aus dem Nichts
die Hallen der Dunkelheit mit Licht flutet.
Es geschieht, dass Kraft dort auflebt,
wo vorher allzu lange Mühsal waltete -
das Ich in seiner Ego-Gebärmutter explodiert.
© baH, 21.10 2018
…
„du allein
trägst an verborgener Nabelschnur
an deinem Leib
den Gott vererbten Zwillingsschmuck
von Tod und Geburt.“
Aus dem Gedicht „T Ä N Z E R I N“ von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 74/75
Todes-Flüchtling
Was windest Du Dich ,
grämst Dich tagein tagaus
wegen nichts,
das Dir allein deswegen gross erscheint,
weil Du es in Deinem Ego-Wahn
über alle Massen
aufzupolieren weisst.
Du kannst und willst nicht loslassen,
Du L E B E N S - Flüchtling.
Du in Deiner Hybris Gefangener,
beende den Wahn
und steh auf!
Vernimm den Morgenruf des Ich in Dir.
© baH, 21.10.2018
für Jürgen
Zwillingsschmuck
Welch heimlicher Bann
würgt Deine Kraft und -
hält Dich gefangen?
Warum nur ist es so schwer
die Gott ererbte Medaille zu wenden,
das Gleichgewicht der Kräfte
in Dir wieder herzustellen?
Von allem Anfang an
bestimmte Dich die S C H L A N G E
zur Freiheit.
Du allein kannst den Bogen
über Deine inneren Abgründe spannen,
Dich in Bewegung versetzen in der Kraft,
die Deinem Schöpferwesen angemessen!
© baH, 21.10.2018

Dienstag, 16. Oktober 2018
Müde
„Die Auferstehungen
deiner unsichtbaren Frühlinge
sind in Tränen gebadet.
Der Himmel übt an dir
Zerbrechen.
Du bist in der Gnade.“
Aus dem Gedicht „Zwischen“ von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 77
Müde
Tapfer gehst Du Deine Wege,
Tränen im Gepäck
viele.
Nicht geweint
treiben sie Dich
die letzte Anhöhe hinauf.
Hinauf …
denn zurückzuweichen
gehört nicht zu Deinem inneren Wortschatz.
Und doch
ist Loslassen das Gebot der Stunde,
ist schlafen das, was Dich in die Gnade finden lässt.
© baH, 16.10.2018
für Anne
deiner unsichtbaren Frühlinge
sind in Tränen gebadet.
Der Himmel übt an dir
Zerbrechen.
Du bist in der Gnade.“
Aus dem Gedicht „Zwischen“ von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 77
Müde
Tapfer gehst Du Deine Wege,
Tränen im Gepäck
viele.
Nicht geweint
treiben sie Dich
die letzte Anhöhe hinauf.
Hinauf …
denn zurückzuweichen
gehört nicht zu Deinem inneren Wortschatz.
Und doch
ist Loslassen das Gebot der Stunde,
ist schlafen das, was Dich in die Gnade finden lässt.
© baH, 16.10.2018
für Anne

Mittwoch, 10. Oktober 2018
"Im Schauer der Geburten"
„An unseren Hautgrenzen
tastend die Toten
im Schauer der Geburten
Auferstehung feiernd
Wortlos gerufen
schifft sich Göttliches ein -„
Aus dem Gedicht „Gräber“ von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 98
Überwindung
Nichts ist wie es erscheint
solange Du es nicht
in seine Wirklichkeit rufst.
Du bist der Gestalter Deines Schicksals!
Dein zielgerichteter Wille
bestimmt
über das was ist.
An Deinen Hautgrenzen
wartet Göttliches darauf
sich einschiffen zu dürfen.
Wortlos folgt es
Deinen Willensstrebungen
in die Selbstermächtigung.
© baH, 10.10.2018
„DAS IST DER FLÜCHTLINGE Planetenstunde“*
Nicht die Flüchtlinge,
die zu Tausenden die Festung Europa stürmen
und gebrochene Schicksale
vor unsere Haustüren spülen
sind das Problem -
Nein nicht sie, sondern Du und Ich,
die wir innerhalb unserer warmen Häuser
vor uns selbst und voreinander auf der Flucht sind
lassen uns die Flüchtlingsfrage nicht lösen.
Die Planetenuhr schlägt an
die Stunde der Willenserweckung
des Ich.
© baH, 10.10.2018
*Die Überschrift bezieht sich
auf das gleichnamige Gedicht von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 53
tastend die Toten
im Schauer der Geburten
Auferstehung feiernd
Wortlos gerufen
schifft sich Göttliches ein -„
Aus dem Gedicht „Gräber“ von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 98
Überwindung
Nichts ist wie es erscheint
solange Du es nicht
in seine Wirklichkeit rufst.
Du bist der Gestalter Deines Schicksals!
Dein zielgerichteter Wille
bestimmt
über das was ist.
An Deinen Hautgrenzen
wartet Göttliches darauf
sich einschiffen zu dürfen.
Wortlos folgt es
Deinen Willensstrebungen
in die Selbstermächtigung.
© baH, 10.10.2018
„DAS IST DER FLÜCHTLINGE Planetenstunde“*
Nicht die Flüchtlinge,
die zu Tausenden die Festung Europa stürmen
und gebrochene Schicksale
vor unsere Haustüren spülen
sind das Problem -
Nein nicht sie, sondern Du und Ich,
die wir innerhalb unserer warmen Häuser
vor uns selbst und voreinander auf der Flucht sind
lassen uns die Flüchtlingsfrage nicht lösen.
Die Planetenuhr schlägt an
die Stunde der Willenserweckung
des Ich.
© baH, 10.10.2018
*Die Überschrift bezieht sich
auf das gleichnamige Gedicht von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 53

Sonntag, 30. September 2018
"Bis...Himmel und Erde als Asche sich küssten in Deinem Blick -"
Lange Wege sind zu gehen -
heute.
Bis der Kuss des Lebens
das Erstarren zwischen Ich und Du
löst.
Weite, kurvenreiche Wege
in die Tiefe.
Wege, die im knirschenden Sand
ungangbar erscheinen
und doch gegangen werden wollen.
Denn über allen Schmerz
innerer Ent-W i c k e l u n g e n
geleitet Dich Freude still voran.
© baH, 30.09.2018
Rachel-Maria zugeeignet
Die Überschrift ist dem Gedicht von Nelly Sachs,
„ACH DASS MAN so wenig begreift“ entnommen.
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 99
heute.
Bis der Kuss des Lebens
das Erstarren zwischen Ich und Du
löst.
Weite, kurvenreiche Wege
in die Tiefe.
Wege, die im knirschenden Sand
ungangbar erscheinen
und doch gegangen werden wollen.
Denn über allen Schmerz
innerer Ent-W i c k e l u n g e n
geleitet Dich Freude still voran.
© baH, 30.09.2018
Rachel-Maria zugeeignet
Die Überschrift ist dem Gedicht von Nelly Sachs,
„ACH DASS MAN so wenig begreift“ entnommen.
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 99

Samstag, 29. September 2018
"ACH DASS MAN so wenig begreift"
" … bis endlich dein Herz
die schreckliche Angelwunde
in ihre Heilung gerissen wurde
Himmel und Erde
als Asche sich küssten in deinem Blick - …"
aus Gedichte von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 99
Unbegreiflich
Wie nur konnte es geschehen -
dieses Nicht - Begreifen,
das mich so lange umfing.
Was hielt die inneren Augen,
jetzt da Veraschung Ereignis
so lange umflort?
Frei von Anhaftung
und angekommen bei mir,
atme ich die Kraft
der inneren Sonne,
während der Vogel Phönix
seine Flügel spannt
zum Flug - mit mir.
© baH, 29.09.2018
Asche
Nichts ist mehr
wie es ursprünglich erschien.
Alles drehte sich
und ruckartig verkehrt
sehe ich an Stelle von Dir
flimmernd durch meine Augen
mich.
Die Angelwunde
sie blutet nicht mehr,
denn im Angesicht
veraschter Anhaftungen
stehe ich eingemittet
still in mir.
© baH,29.09.2018
Nachfolgend eine Resonanz
auf "Asche" von Barbara Hauser:
Leise trittst Du neben mich.
Zeigst auf den geklärten Raum.
Wir stehen inmitten.
Erinnerungen aus vergangenen Zeiten,
und so manche Vorbehalte
fliegen mit dem Wind davon.
Befreit.
© Barbara Hauser, 05.10.2018
https://gefaehrtenblog.wordpress.com/
2018/10/05/ohne-du-kein-mensch-sein
die schreckliche Angelwunde
in ihre Heilung gerissen wurde
Himmel und Erde
als Asche sich küssten in deinem Blick - …"
aus Gedichte von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 99
Unbegreiflich
Wie nur konnte es geschehen -
dieses Nicht - Begreifen,
das mich so lange umfing.
Was hielt die inneren Augen,
jetzt da Veraschung Ereignis
so lange umflort?
Frei von Anhaftung
und angekommen bei mir,
atme ich die Kraft
der inneren Sonne,
während der Vogel Phönix
seine Flügel spannt
zum Flug - mit mir.
© baH, 29.09.2018
Asche
Nichts ist mehr
wie es ursprünglich erschien.
Alles drehte sich
und ruckartig verkehrt
sehe ich an Stelle von Dir
flimmernd durch meine Augen
mich.
Die Angelwunde
sie blutet nicht mehr,
denn im Angesicht
veraschter Anhaftungen
stehe ich eingemittet
still in mir.
© baH,29.09.2018
Nachfolgend eine Resonanz
auf "Asche" von Barbara Hauser:
Leise trittst Du neben mich.
Zeigst auf den geklärten Raum.
Wir stehen inmitten.
Erinnerungen aus vergangenen Zeiten,
und so manche Vorbehalte
fliegen mit dem Wind davon.
Befreit.
© Barbara Hauser, 05.10.2018
https://gefaehrtenblog.wordpress.com/
2018/10/05/ohne-du-kein-mensch-sein

Freitag, 28. September 2018
Schicksalsgefährte
… „Abgewandt
wartet sie auf dich - …
denn nicht dürfen Freigelassene …
eingefangen werden
noch gekrönt …
die Liebe ist eine Sandpflanze
die im Feuer dient
und nicht verzehrt wird -
Abgewandt
wartet sie auf dich - „
aus Gedichte von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 100
Schicksalsgefährte
Abgewandt steht das Du an Deiner Seite
und wartet
bis Du verinnerlicht
sein Sagen -
angenommen den Segen,
der aus seinen Worten
zu Dir spricht.
Abgewandt steht die Liebe,
bis Du in Deiner Kraft
angekommen -
nicht länger zögerst,
in Treue zu Dir zu stehen -
Du Ich.
© baH, 28.09.2018
wartet sie auf dich - …
denn nicht dürfen Freigelassene …
eingefangen werden
noch gekrönt …
die Liebe ist eine Sandpflanze
die im Feuer dient
und nicht verzehrt wird -
Abgewandt
wartet sie auf dich - „
aus Gedichte von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 100
Schicksalsgefährte
Abgewandt steht das Du an Deiner Seite
und wartet
bis Du verinnerlicht
sein Sagen -
angenommen den Segen,
der aus seinen Worten
zu Dir spricht.
Abgewandt steht die Liebe,
bis Du in Deiner Kraft
angekommen -
nicht länger zögerst,
in Treue zu Dir zu stehen -
Du Ich.
© baH, 28.09.2018

Sonntag, 16. September 2018
So muss ich denn aufstehen
„… So muss ich denn aufstehen
und diesen Felsen durchschmerzen
bis ich Staubgeworfene
bräutlich Verschleierte
den Seeleneingang fand
wo das immer knospende Samenkorn
die erste Wunde
ins Geheimnis schlägt.“
aus Gedichte von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977
16. Auflage 2017, „Uneinnehmbar“ Seite 81/82
Davon inspiriert das folgende Gedicht:
Aufstehen
So muss ich denn aufstehen,
mein Herz weiten
und das Wort hochhalten,
das in diesen Tagen ungeliebt
so oft in Gezeitenstrassen verbleicht.
Muss den Felsen der Verneinung
durchschmerzen -
nur dies stets vor Augen,
das knospende Samenkorn.
Vom Du an sein Geheimnis herangeführt
umschliesse ich die aufgebrochene Wunde,
damit die eingebettete Kraft ihre Flügel entfalte.
Ich an der Pforte.
© baH, 16.09.2018
und diesen Felsen durchschmerzen
bis ich Staubgeworfene
bräutlich Verschleierte
den Seeleneingang fand
wo das immer knospende Samenkorn
die erste Wunde
ins Geheimnis schlägt.“
aus Gedichte von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977
16. Auflage 2017, „Uneinnehmbar“ Seite 81/82
Davon inspiriert das folgende Gedicht:
Aufstehen
So muss ich denn aufstehen,
mein Herz weiten
und das Wort hochhalten,
das in diesen Tagen ungeliebt
so oft in Gezeitenstrassen verbleicht.
Muss den Felsen der Verneinung
durchschmerzen -
nur dies stets vor Augen,
das knospende Samenkorn.
Vom Du an sein Geheimnis herangeführt
umschliesse ich die aufgebrochene Wunde,
damit die eingebettete Kraft ihre Flügel entfalte.
Ich an der Pforte.
© baH, 16.09.2018

Donnerstag, 13. September 2018
Begeisterung
Sänger bin ich
im Chor der Engel -
Lichtjubel,
in der Gebärde meiner Arme!
So rüttle ich am Gebälk dieser Welt,
auf dass alle Schutzschilder -
zerbrechen
und ein grosses Werde
die Herzen der Menschen
in gemeinsamem Tun verbindet.
Hier und jetzt will aus Deinem Tun,
durch die Kraft der Güte -
auferstehen das neue Jerusalem.
© Bernhard Albrecht, 1995/2011
(In Erinnerung an einen grossen Menschen,
der das Wort führt durch die Schleier
einer geistigen Behinderung)
Aus aktuellem Anlass heute sieben Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung erneut
eingestellt.
Postskript:
im Chor der Engel -
Lichtjubel,
in der Gebärde meiner Arme!
So rüttle ich am Gebälk dieser Welt,
auf dass alle Schutzschilder -
zerbrechen
und ein grosses Werde
die Herzen der Menschen
in gemeinsamem Tun verbindet.
Hier und jetzt will aus Deinem Tun,
durch die Kraft der Güte -
auferstehen das neue Jerusalem.
© Bernhard Albrecht, 1995/2011
(In Erinnerung an einen grossen Menschen,
der das Wort führt durch die Schleier
einer geistigen Behinderung)
Aus aktuellem Anlass heute sieben Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung erneut
eingestellt.
Postskript:
Der
Geist weht, wo er weht, er stürmt mitunter oft geradezu durch ein Wort,
das auf den ersten Blick die innere Sicht auf seinen tieferen Gehalt
nicht frei zu geben scheint!
Der
Gedanke ist des Gedanken grösster Feind, dort wo ich allzu schnell in
ein Vermeinen abgleite, ich hätte mit einem Gedanken bereits dessen
geistige Wirklichkeit erfasst. Das Vorurteil (eine wie auch immer
geartete Befangenheit durch Erfahrungen der eigenen Vergangenheit) ist
jene geschlossene Tür, an der ich mir den Kopf anschlagen muss, solange
bis ich lerne mir ein Gespür für „die Bewegung“ hinter einem Wort anzueignen, bis ich vordringe zu einer rundum Offenheit
gegenüber dem Wort-Sagen anderer Menschen, in der das Wort aus sich
selber heraus in seiner tieferen Bedeutung enthüllen kann.
Lauschen. Ich kann viel zur Umschreibung eines scheinbar nicht mehr so ganz gebräuchlichen Wortes sagen. Wenn nicht innere Beweglichkeit, fragendes Lauschen den jeweils aktuellen Worten "aktiv interessiert" zur Verfügung gestellt wird, dann wird auch ein ganzer Roman zur Verdeutlichung desselben nicht wesentlich weiter helfen. Neben dem fragenden Lauschen ist nicht zuletzt die Authentizität dessen ausschlaggebend durch den ein Wort vermittelt wurde. Und die Authentizität des Menschen, der durch dieses Gedicht spricht, gehört zu einer von den ganz grossen Erfahrungen, die ich in meinem Leben machen durfte.
Lauschen. Ich kann viel zur Umschreibung eines scheinbar nicht mehr so ganz gebräuchlichen Wortes sagen. Wenn nicht innere Beweglichkeit, fragendes Lauschen den jeweils aktuellen Worten "aktiv interessiert" zur Verfügung gestellt wird, dann wird auch ein ganzer Roman zur Verdeutlichung desselben nicht wesentlich weiter helfen. Neben dem fragenden Lauschen ist nicht zuletzt die Authentizität dessen ausschlaggebend durch den ein Wort vermittelt wurde. Und die Authentizität des Menschen, der durch dieses Gedicht spricht, gehört zu einer von den ganz grossen Erfahrungen, die ich in meinem Leben machen durfte.
Ich
habe keine Sorge, das junge Menschen die Aussage dieses Gedichtes nicht
verstehen können, weil sie am Ende über ein Wort stolpern, das ihnen
vielleicht nicht so ganz geläufig ist. Im Gegenteil, wer hier stolpert,
der bekommt die Chance vertiefter zu erwachen für das, was in diesem Wort „entscheidend“ zum Ausdruck kommt.
Im Übrigen ist dieses Wort vom „neuen Jerusalem“ nichts anderes als auf einer gewissen Ebene ein Synonym für „the wind of change“ in gesellschaftlich kulturellen Verhältnissen. Ist dieses
Wort ein Trompetenschall zum Aufbruch aus heutigen festgefahrenen Verhältnissen
in eine neue, Geist transparentere Welt. Und
dieser Trompetenschall ging zu keiner Zeit von den etablierten
Religionen oder politischen Parteien aus. Er war immer ein Aufbruch
Signal von der Peripherie her, ein Signal aus dem Kreis von Menschen,
die lauschend die Quelle des Geistes in einem neuen Brunnen zu fassen
suchten.
Dort, wo das Wort vom „neuen Jerusalem“
authentisch, also von seinem tieferen Geist durchdrungen laut wurde,
dort hat es die Menschen über die eigene Trägheit hinaus stets zu neuen
Horizonten geführt.
Die
etablierten Religionen und Parteien sind an den Versuchen sich diesen
Geist der Veränderung für irgendwelche Machtinteressen dienstbar zu
machen letztendlich immer gescheitert. Denn dieser Geist kann nicht
instrumentalisiert werden, er kann nur dann wirken, wenn der Mensch
individuell für sich „Veränderung“ zulässt, lauschend in sich hinein die
Stimme seines Ich vernimmt.
Wie sehr „the wind of change“ verwehen
kann, wenn er nicht durch Authentizität initiiert wird, wenn Fake-News
Gehabe das politische Geschehen bestimmen, kann aus den jüngeren
Geschehnissen in Amerika von dem der will abgelesen werden.
Auf welch Messers Schneide "the wind of change" entlang läuft, das zeigen auch die gegnwärtigen Geschnisse in Chemnitz. Kleinkariertes Wortegerangel um die Meinungshoheit unter den Parteien jenseits eines ernsthaften Gespürs für ein inneres Aufstehen in eine "individuelle Kehrtwende" hinein zeichnen das gegenwärtige Bild sozialen mit- und gegeneinander.
Auf welch Messers Schneide "the wind of change" entlang läuft, das zeigen auch die gegnwärtigen Geschnisse in Chemnitz. Kleinkariertes Wortegerangel um die Meinungshoheit unter den Parteien jenseits eines ernsthaften Gespürs für ein inneres Aufstehen in eine "individuelle Kehrtwende" hinein zeichnen das gegenwärtige Bild sozialen mit- und gegeneinander.
Der Geist aber weht dort, wo ich ihn an meinem Vorurteil vorbei Einlass gewähre.
Dem „lebendigen Geist“ im eigenen Tun auf die Spur zu kommen, vor dieser Entscheidung stehen wir unmittelbar!
Dem „lebendigen Geist“ im eigenen Tun auf die Spur zu kommen, vor dieser Entscheidung stehen wir unmittelbar!
Bernhard Albrecht

Lange haben wir das Lauschen verlernt
„An der Erde das lauschende Ohr,
Und ihr werdet hören, durch den Schlaf hindurch
Werdet ihr hören
Wie im Tod
Das Leben beginnt.“
Nelly Sachs (1)
An der Erde,
dem anderen Menschen zugewandt
stets das lauschende
fragende Ohr,
das ist es, was Leben zeugt.
© baH, 13.09.2018
(1) Aus Gedichte von Nelly Sachs,
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 17/18
Und ihr werdet hören, durch den Schlaf hindurch
Werdet ihr hören
Wie im Tod
Das Leben beginnt.“
Nelly Sachs (1)
An der Erde,
dem anderen Menschen zugewandt
stets das lauschende
fragende Ohr,
das ist es, was Leben zeugt.
© baH, 13.09.2018
(1) Aus Gedichte von Nelly Sachs,
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 17/18

Freitag, 7. September 2018
Eine Anmerkung
Gedichte, wie ich sie schreibe, sind eine Kunstform aus der Vogelperspektive heraus.
Diese einzunehmen geht auf einen langen Übungsweg des inneren Zulassens der Lebensgebärden anderer Menschen, auf ein unmittelbares sich Einschwingen auf die Bewegungen ihres Denkens, Fühlens und Wollens und von daher auf das so Zugelassene wiederum wie ein Fremder von aussen Hinblicken zurück.
Die Gedichte werden so zu einem wertfreien Aussage, frei von der persönlichen Einstellung oder Betrachtungsweise des Schreibers. Damit können poetische Bilder, die daraus hervorgehen zum Auslöser werden einen von Mensch zu Mensch je unterschiedlichen Spiegel zu bilden, in dem der Leser, so er dazu bereit ist sich selber in einem tieferen Sinne begegnen kann.
Ich habe über mehrere Jahrzehnte hin daran arbeiten können und dürfen viele subtile Prozesse, die Menschen verbinden und in Verwicklungen stürzen können immer wieder neu beobachtend zu durchdringen, um sie auf die Möglichkeiten hin an derartigen Kommunikationsprozessen zu erwachen beschreibbar zu machen. Dabei wurde mein persönliches Einlassen auf harte Proben gestellt, um sich diesen Blick aus der Vogelperspektive eröffnen zu können.
Wenn sich ein Leser also auf Aussagen in meinen Gedichten einlassen kann, dann spricht ihn dabei nicht irgendeine persönliche Auffassung an, die ich in dem Gedicht niedergelegt habe, sondern, er wird durch die Aussage hindurch, die als Spiegel fungiert, von seinem eigenen Ich angesprochen es in dieser oder jener Weise in seine zu gestaltende Zukunft hinein tätig in Aktion zu versetzen, zu erwachen! Und! Sich ausrichten auf nichts anderes, als selbstverantwortliches langsames Wachsen aus dem Ich heraus!
Eine solche Haltung erzeugt Respekt und schafft neue Möglichkeiten für weitere Wege sozialen Miteinanders. Der moralisierend „erinnernde“ Zaunpfahl, wenn auch noch so subtil verpackt, war und ist zu keiner Zeit ein geeignetes Mittel gewesen soziale Erneuerungen zu fördern.
Unabhängig von der in meinen Gedichten bewusst versuchten Bearbeitung des Wortes hin zu einem wertfreien Spiegelbild, kann eine jede Wortäusserung als Spiegel genutzt werden, wenn ich mein Einlassen soweit zurücknehmen kann, dass Worte, die ich vernehme mich nicht von Anfang an persönlich in ein Ungleichgewicht versetzen, mich also reagieren lassen anstatt aus dem inneren Abstand heraus mich zu einem besonnenen Handeln zu führen.

Dienstag, 4. September 2018
Delphos
Als Sohn des Apollon
reist Du in den verborgenen
Lichtbögen des Lebens,
die das Erkenne Dich selbst
in sich tragen
durch Raum-Zeiten
der Erde zu.
Du ewiger Träger und Zeuge
der Kräfte Deines Vaters Apollon.
Berufen die Seelen der Menschen
zu erwecken
den Willen der Götter
in Nachfolgetaten selbstverantwortlich fortzusetzen.
© baH, 04.09.2018
reist Du in den verborgenen
Lichtbögen des Lebens,
die das Erkenne Dich selbst
in sich tragen
durch Raum-Zeiten
der Erde zu.
Du ewiger Träger und Zeuge
der Kräfte Deines Vaters Apollon.
Berufen die Seelen der Menschen
zu erwecken
den Willen der Götter
in Nachfolgetaten selbstverantwortlich fortzusetzen.
© baH, 04.09.2018

Montag, 3. September 2018
Eleusis
Demeter,
die Du einst wohntest
in den heiligen Hainen von Eleusis,
bist von dorten ausgezogen
und hast Dich über die Zeit hinweg
der werdenden Individualkraft
des Weiblichen verbunden.
So wirkst Du seither
vielgestaltig
im Kräftewirken der Frauen,
hegst -
nicht länger mehr
Göttin Natura,
mit Strenge und Milde zugleich
die Kräfte des Willens im Werden,
bist
Fackelträgerin
und Hüterin des Lebens
in Erwartung
Deiner Entschleierung.
Aurora Stimme Du
des männlich-weiblichen Ich-Werdens.
© baH, 31.08.2018
die Du einst wohntest
in den heiligen Hainen von Eleusis,
bist von dorten ausgezogen
und hast Dich über die Zeit hinweg
der werdenden Individualkraft
des Weiblichen verbunden.
So wirkst Du seither
vielgestaltig
im Kräftewirken der Frauen,
hegst -
nicht länger mehr
Göttin Natura,
mit Strenge und Milde zugleich
die Kräfte des Willens im Werden,
bist
Fackelträgerin
und Hüterin des Lebens
in Erwartung
Deiner Entschleierung.
Aurora Stimme Du
des männlich-weiblichen Ich-Werdens.
© baH, 31.08.2018

Mittwoch, 29. August 2018
Wo etwas Eins Werden will ...
Frei nach Aristoteles leuchtet Dir
im Zuge des Eins Werden
den Beherrscher
wie den Beherrschten in Dir ausfindig zu machen
vom Grund einer jeden Du-Begegnung dies entgegen:
Lass Deine erste Tat im Lesen oder Hören der Du-Worte
stets die sein Dich im Spiegel der Worte des Du
ohne wenn und aber selber zu erkennen,
erinnere Dich also daran
wozu Du angetreten.
Besinne Dich des Weiteren darauf,
dass Du auch in Deiner Antwort auf Du-Worte
zunächst nur Dir selber gegenüber stehst
und als Lebensgebärde zu bezeugen hast
wovon Deine Worte an das Du sprechen.
Erst wenn Erinnern und Besinnen
in innerem Gleichgewicht
zu erlebter Erfahrung werden
gehst Du in Dir durch den fliessenden Zustand
Deines Eins Werdens hindurch.
Du befreist die Kraft, die in Deinem Denken schlummert
und Denken und Wille werden Eins in Bewegung.
© baH, 29.08.2018
Eine Resonanz auf:
https://schwerelos2013.wordpress.com/2018/08/14/eine-bruecke-spanne/
im Zuge des Eins Werden
den Beherrscher
wie den Beherrschten in Dir ausfindig zu machen
vom Grund einer jeden Du-Begegnung dies entgegen:
Lass Deine erste Tat im Lesen oder Hören der Du-Worte
stets die sein Dich im Spiegel der Worte des Du
ohne wenn und aber selber zu erkennen,
erinnere Dich also daran
wozu Du angetreten.
Besinne Dich des Weiteren darauf,
dass Du auch in Deiner Antwort auf Du-Worte
zunächst nur Dir selber gegenüber stehst
und als Lebensgebärde zu bezeugen hast
wovon Deine Worte an das Du sprechen.
Erst wenn Erinnern und Besinnen
in innerem Gleichgewicht
zu erlebter Erfahrung werden
gehst Du in Dir durch den fliessenden Zustand
Deines Eins Werdens hindurch.
Du befreist die Kraft, die in Deinem Denken schlummert
und Denken und Wille werden Eins in Bewegung.
© baH, 29.08.2018
Eine Resonanz auf:
https://schwerelos2013.wordpress.com/2018/08/14/eine-bruecke-spanne/

Dienstag, 28. August 2018
Obdachlos
Dass Fremde schaut Dich
Abwehr aufrufend an.
Irritiert drängst Du Bilder zurück,
die diesen Menschen
in eine Scharade von Vorurteilen einbinden,
weil Du nicht gewillt bist
tiefer hinzuschauen.
Du wagst den zweiten Blick
und siehst in tiefblaue Augen,
die still in sich ruhend
Dich unverwandt anschauen -
Dein Vermeinen zerplatzen lassen.
Tiefer in Dir verankert
siehst Du die zahllosen Strömungen,
die durch diese Augen hindurchgehen,
von denen die Gleichgültigkeit
der vorüber Eilenden
noch die Geringste ist.
Und spontan wendest Du Dich
diesem Menschen zu -
sprichst mit ihm eine lange Zeit.
Du hörst in kargen Worten eine Geschichte
von Freiheit und unendlichem Mut,
einem Leben im Niemandsland dieser Welt
beinahe ein ganzes Leben lang,
mit einer menschlichen Würde -
die sprachlos macht.
Wer lebt und arbeitet hier entschiedener
für menschliche Erneuerung?
Wer stellt sich so als Ich hinein in diese Welt,
in die hektischen Traumlandschaften dessen,
was allzu viele als das Leben ansehen,
lebt erwachend sich selber zu?
© baH, 30.08.2011/28.08.2018
Ein Weniges zum Entstehungshintergrund von "Obdachlos."
Der Ursprung von "Obdachlos" reicht eigentlich in eine Zeit vor 40 Jahren zurück, als ich in einer mittelgrossen süddeutschen Grossstadt dem "Fürsten," wie er unter seines gleichen genannt wurde erstmals begegnete. Seinerseits obdachlos, war er schon durch seine blosse äussere Erscheinung eine imposante Gestalt. Wo er erschien, war jeder Streit unter Obdachlosen bald beigelegt.
Es war ein besonderes Erlebnis einer Runde von Menschen, in deren Mitte er sass einfach nur still beizuwohnen. Die Art wie dieser Mensch zuhören konnte war beeindruckend, denn er fand auf diesem Wege nicht selten zu Lösungen, wo nichts mehr zu gehen schien. Und er begleitete und unterstützte dann auch soweit, dass diese Lösung im Leben des Betreffenden verankert werden konnte.
Selber keinen Lohn nehmend, obwohl er durchaus für sein Leben etwas gebrauchen konnte, beschenkte er andere Menschen fortlaufend mit Orientierung und „dem letzten Hemd,“ das er selber besass und verhalf ihnen wieder Tritt zu fassen in ihrem Leben, was vor allem gegen die sogenannte „stille“ soziale Ausgrenzung, wenn ein Mensch einmal ganz unten auf der sozialen Leiter angekommen war alles andere als leicht war. Er selber aber verblieb, so wie ich es heute sehe, bewusst ganz unten, um für diese Menschen präsent sein zu können. Das Urbild des sozialen Streetworker.
Jahre später blieb sein Herz urplötzlich stehen. Es hatte über die eigene Not hinweg zu sehr für andere Menschen geschlagen!
Als ich viele Jahre danach dann jenem anderen Obdachlosen begegnete, einem von vielen weiteren im Laufe der Jahre, da stand dieses Gedicht in seinen Grundzügen plötzlich vor meinem inneren Auge.
Ich betrachte es als eine „Hommage an den Menschen“ in einem sozialen Umfeld, in dem der Mensch in seiner Werde-Zerbrechlichkeit allzu oft nicht mehr gesehen wird.
Bernhard Albrecht Hartmann
Abwehr aufrufend an.
Irritiert drängst Du Bilder zurück,
die diesen Menschen
in eine Scharade von Vorurteilen einbinden,
weil Du nicht gewillt bist
tiefer hinzuschauen.
Du wagst den zweiten Blick
und siehst in tiefblaue Augen,
die still in sich ruhend
Dich unverwandt anschauen -
Dein Vermeinen zerplatzen lassen.
Tiefer in Dir verankert
siehst Du die zahllosen Strömungen,
die durch diese Augen hindurchgehen,
von denen die Gleichgültigkeit
der vorüber Eilenden
noch die Geringste ist.
Und spontan wendest Du Dich
diesem Menschen zu -
sprichst mit ihm eine lange Zeit.
Du hörst in kargen Worten eine Geschichte
von Freiheit und unendlichem Mut,
einem Leben im Niemandsland dieser Welt
beinahe ein ganzes Leben lang,
mit einer menschlichen Würde -
die sprachlos macht.
Wer lebt und arbeitet hier entschiedener
für menschliche Erneuerung?
Wer stellt sich so als Ich hinein in diese Welt,
in die hektischen Traumlandschaften dessen,
was allzu viele als das Leben ansehen,
lebt erwachend sich selber zu?
© baH, 30.08.2011/28.08.2018
Ein Weniges zum Entstehungshintergrund von "Obdachlos."
Der Ursprung von "Obdachlos" reicht eigentlich in eine Zeit vor 40 Jahren zurück, als ich in einer mittelgrossen süddeutschen Grossstadt dem "Fürsten," wie er unter seines gleichen genannt wurde erstmals begegnete. Seinerseits obdachlos, war er schon durch seine blosse äussere Erscheinung eine imposante Gestalt. Wo er erschien, war jeder Streit unter Obdachlosen bald beigelegt.
Es war ein besonderes Erlebnis einer Runde von Menschen, in deren Mitte er sass einfach nur still beizuwohnen. Die Art wie dieser Mensch zuhören konnte war beeindruckend, denn er fand auf diesem Wege nicht selten zu Lösungen, wo nichts mehr zu gehen schien. Und er begleitete und unterstützte dann auch soweit, dass diese Lösung im Leben des Betreffenden verankert werden konnte.
Selber keinen Lohn nehmend, obwohl er durchaus für sein Leben etwas gebrauchen konnte, beschenkte er andere Menschen fortlaufend mit Orientierung und „dem letzten Hemd,“ das er selber besass und verhalf ihnen wieder Tritt zu fassen in ihrem Leben, was vor allem gegen die sogenannte „stille“ soziale Ausgrenzung, wenn ein Mensch einmal ganz unten auf der sozialen Leiter angekommen war alles andere als leicht war. Er selber aber verblieb, so wie ich es heute sehe, bewusst ganz unten, um für diese Menschen präsent sein zu können. Das Urbild des sozialen Streetworker.
Jahre später blieb sein Herz urplötzlich stehen. Es hatte über die eigene Not hinweg zu sehr für andere Menschen geschlagen!
Als ich viele Jahre danach dann jenem anderen Obdachlosen begegnete, einem von vielen weiteren im Laufe der Jahre, da stand dieses Gedicht in seinen Grundzügen plötzlich vor meinem inneren Auge.
Ich betrachte es als eine „Hommage an den Menschen“ in einem sozialen Umfeld, in dem der Mensch in seiner Werde-Zerbrechlichkeit allzu oft nicht mehr gesehen wird.
Bernhard Albrecht Hartmann

Sonntag, 26. August 2018
Fragment 6/2018
Rasterfandung oder seelische Beobachtung 2.0:
Auf den Sprach-Tauschbörsen des modernen Lebens scheint es zur Gewohnheit geworden zu sein Sprach-Botschaften blitzschnell in unterschiedlichen „Büchsen“ abzulegen, bzw. unmittelbar und energisch in dualen Gegenbotschaften (innerlich wie äusserlich) auf der Stelle zurückzuweisen. Besonnenheit - in den Sprach-Fluträumen also eher Fehlanzeige.
Die Informationsflüsse werden überwiegend nach dem grössten Nutzen, bzw. dem ergiebigsten Hipe abgetastet und unterschiedlich ausgeprägte Narzissmen bewegen sich kreiselnd um sich selbst. Was dabei wie nebenbei in die Bordstein-Kanäle diverser Sprachaustausch-Prozesse fällt, das wird als Schrott in diffusen Meta-Räumen abgelagert. Durch das All untereinander verknüpfter menschlicher Innenwelten rauschen abwechselnd hitzige und eiskalte, vielfach gesplitterte Klangelemente.
Der Müll des äusseren Alls hat seine Entsprechung in schier unendlichen Innwelt-Verschmutzungen und Innwelt-Verklappungen.
Verantwortungen hier allein für sich zu sehen bedeutete für die Geburt des eigenen Ich Sorge zu tragen.
Bernhard Albrecht
Auf den Sprach-Tauschbörsen des modernen Lebens scheint es zur Gewohnheit geworden zu sein Sprach-Botschaften blitzschnell in unterschiedlichen „Büchsen“ abzulegen, bzw. unmittelbar und energisch in dualen Gegenbotschaften (innerlich wie äusserlich) auf der Stelle zurückzuweisen. Besonnenheit - in den Sprach-Fluträumen also eher Fehlanzeige.
Die Informationsflüsse werden überwiegend nach dem grössten Nutzen, bzw. dem ergiebigsten Hipe abgetastet und unterschiedlich ausgeprägte Narzissmen bewegen sich kreiselnd um sich selbst. Was dabei wie nebenbei in die Bordstein-Kanäle diverser Sprachaustausch-Prozesse fällt, das wird als Schrott in diffusen Meta-Räumen abgelagert. Durch das All untereinander verknüpfter menschlicher Innenwelten rauschen abwechselnd hitzige und eiskalte, vielfach gesplitterte Klangelemente.
Der Müll des äusseren Alls hat seine Entsprechung in schier unendlichen Innwelt-Verschmutzungen und Innwelt-Verklappungen.
Verantwortungen hier allein für sich zu sehen bedeutete für die Geburt des eigenen Ich Sorge zu tragen.
Bernhard Albrecht

Freitag, 24. August 2018
Fragment 5/2018
Denkend spiegelt sich am Du in mir meine Gedankenwelt, fächert sich in unterschiedlichen Schichten erlebend aus, wenn ich dies anschauend zulasse und sie nicht in Abstraktionen weg sperre; wird transparent und schliesslich zum inspirierenden fliessenden Licht.
Sprache ist Klang. Wird unmittelbares Erleben dem Klang entzogen oder sogar unterdrückt, kann dieser am Ende nur zerstören, z.B. im Hashtag. Informationsberieselung schläfert ein und endet im Entkernen des Willens aus den Schicksalsgaben des Lebens in Begegnungen von Mensch zu Mensch. Der Tod der Seele vollzieht sich leise mitten unter uns.
Sprache ist Klang. Wird unmittelbares Erleben dem Klang entzogen oder sogar unterdrückt, kann dieser am Ende nur zerstören, z.B. im Hashtag. Informationsberieselung schläfert ein und endet im Entkernen des Willens aus den Schicksalsgaben des Lebens in Begegnungen von Mensch zu Mensch. Der Tod der Seele vollzieht sich leise mitten unter uns.

Samstag, 18. August 2018
Tagtäglich
Was umweht
dieses Wort nicht alles,
was will es mir
tiefer betrachtet sagen,
sofern ich bereit bin
in die Selbstbetrachtung einzutreten
und allein in mir Einkehr zu halten.
Was will es mir sagen,
als am Du
meiner selbst inne zu werden
und tagtäglich mehr hineinzuwachsen
in die Gegenwart
meines Ich.
© baH,18.08.2018
dieses Wort nicht alles,
was will es mir
tiefer betrachtet sagen,
sofern ich bereit bin
in die Selbstbetrachtung einzutreten
und allein in mir Einkehr zu halten.
Was will es mir sagen,
als am Du
meiner selbst inne zu werden
und tagtäglich mehr hineinzuwachsen
in die Gegenwart
meines Ich.
© baH,18.08.2018

Mut
Mut ist heute
die beständige
Manifestation dessen
sich
von Augenblick zu Augenblick
neu ausrichten zu wollen
auf das Ich.
© baH, 18.08.2018
die beständige
Manifestation dessen
sich
von Augenblick zu Augenblick
neu ausrichten zu wollen
auf das Ich.
© baH, 18.08.2018

Montag, 13. August 2018
Bogenbrücke
Im Licht der untergehenden Sonne
streift eine Windböe die Brücke,
lässt sie schwingend leise klingen,
derweil am Himmel
Wolken ineinander purzeln,
ein Kind an der Hand seines Opas
das Spiel verfolgt …
die Bögen des Lebens -
im Summen vieler Worte
zwischen den Menschen
gleich einem Glockenspiel
hell oder dunkel anschlagen …
in Bewegung gehalten werden.
© baH, 13.08.2018
streift eine Windböe die Brücke,
lässt sie schwingend leise klingen,
derweil am Himmel
Wolken ineinander purzeln,
ein Kind an der Hand seines Opas
das Spiel verfolgt …
die Bögen des Lebens -
im Summen vieler Worte
zwischen den Menschen
gleich einem Glockenspiel
hell oder dunkel anschlagen …
in Bewegung gehalten werden.
© baH, 13.08.2018

Dienstag, 31. Juli 2018
Meer
Horizont Gebirge
Wolken Geschiebe
schimmernd gebogen
hinein in die Weite.
Von West nach Ost
aus Sonnenlicht
gemeisselte
Wellenkristalle.
Schwingende Bewegungen
Lichtresonanzen
von Du zu Du -
Berührungen
mit der Ewigkeit im Jetzt.
© baH, 22.07.2018
Wolken Geschiebe
schimmernd gebogen
hinein in die Weite.
Von West nach Ost
aus Sonnenlicht
gemeisselte
Wellenkristalle.
Schwingende Bewegungen
Lichtresonanzen
von Du zu Du -
Berührungen
mit der Ewigkeit im Jetzt.
© baH, 22.07.2018

Wind
Vom Meer her
eine sanfte Brise
gebrochen
durch Frosch Gequake.
Mehrstimmig
das Zirpen
der Grillen -
singender Wind.
Sphärisches Tönen
im Zwiegespräch
mit Dohlen
im Aufwind
Ich-Du in Bewegung.
© baH, 23.07.2018
eine sanfte Brise
gebrochen
durch Frosch Gequake.
Mehrstimmig
das Zirpen
der Grillen -
singender Wind.
Sphärisches Tönen
im Zwiegespräch
mit Dohlen
im Aufwind
Ich-Du in Bewegung.
© baH, 23.07.2018

Wellen
Sanft kräuselnd
laufen sie aus
hoch getürmt
fallen sie über Dir zusammen -
Bewegung in ihrem Element.
Selbst gesteuerte Kraft
in der Vielfalt
seiner Möglichkeiten.
Deine Entscheidung
Dein Weg
Deine Verantwortung.
Freiheit
„leben.“
© baH, 24.07.2018
laufen sie aus
hoch getürmt
fallen sie über Dir zusammen -
Bewegung in ihrem Element.
Selbst gesteuerte Kraft
in der Vielfalt
seiner Möglichkeiten.
Deine Entscheidung
Dein Weg
Deine Verantwortung.
Freiheit
„leben.“
© baH, 24.07.2018

Montag, 16. Juli 2018
Werde ich ...
„Werde ich Dir einmal begegnen
nach drei Wegen im Regen,“*
werde ich?
Ich Frau, Du Mann ohne Anhaftung
an irgendein Vermeinen übereinander?
Werden wir aufeinander zugehend
uns verneigen können vor dem Mut
einander nicht aufgegeben zu haben
in schweren Augen-Blicken unseres Lebens?
Ich will halten den Raum der Offenheit,
dass erfüllen sich kann die Bestimmung -
Frau und Mann im Wachsen füreinander
mutig unterwegs in zu erweiternde Ich - Gegenwärtigkeit.
© baH, 14.07.2018
Für Anne und Eckhard,
Barbara und Curt,
Ingeborg und Bernhard,
…….
* Quelle unbekannt
nach drei Wegen im Regen,“*
werde ich?
Ich Frau, Du Mann ohne Anhaftung
an irgendein Vermeinen übereinander?
Werden wir aufeinander zugehend
uns verneigen können vor dem Mut
einander nicht aufgegeben zu haben
in schweren Augen-Blicken unseres Lebens?
Ich will halten den Raum der Offenheit,
dass erfüllen sich kann die Bestimmung -
Frau und Mann im Wachsen füreinander
mutig unterwegs in zu erweiternde Ich - Gegenwärtigkeit.
© baH, 14.07.2018
Für Anne und Eckhard,
Barbara und Curt,
Ingeborg und Bernhard,
…….
* Quelle unbekannt

Sonntag, 8. Juli 2018
Der schöne Schein
Von Experten kommentierte Nachrichten
erhöhen den Sender Flow -
weltmännische Präsenz bis an die Stammtische.
Nur, kann Expertenmeinung die Sorgen der Bürger
um den inneren Bestand des Gemeinwesens
vergessen machen?
Unüberhörbar gurgelt es in den Kanälen des Mainstream,
während explosives Gas die Regenrohre hinaufsteigt -
Brutus schleicht durch die Gassen
und sucht seine Genossen zum Bunde.
Der finale Verrat hängt in den Glockenseilen
und wartet auf das Zeichen die Freiheit zu kidnappen.
Die verborgene Geburtsstunde des Ich in den Herzen Vieler.
© baH, 08.07.2018
erhöhen den Sender Flow -
weltmännische Präsenz bis an die Stammtische.
Nur, kann Expertenmeinung die Sorgen der Bürger
um den inneren Bestand des Gemeinwesens
vergessen machen?
Unüberhörbar gurgelt es in den Kanälen des Mainstream,
während explosives Gas die Regenrohre hinaufsteigt -
Brutus schleicht durch die Gassen
und sucht seine Genossen zum Bunde.
Der finale Verrat hängt in den Glockenseilen
und wartet auf das Zeichen die Freiheit zu kidnappen.
Die verborgene Geburtsstunde des Ich in den Herzen Vieler.
© baH, 08.07.2018

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