Es ist die Schnelle,
die verführend,
in mir
ein Bild entstehen lässt -
von Dir,
das wenig
Dir entspricht.
Es ist die Schnelle,
die abschnürt
den Klang der Stille,
mich fern hält
von der Tiefe,
die Dich umgibt
und aus Deinen Worten spricht.
Es ist die Schnelle,
die „Wesentliches“ verbirgt,
weil ohne lauschendes Erfragen
ich den Stempel
meiner Unaufmerksamkeit
Dir auf die Stirne drücke,
es ist die Tod bringende Schnelle
des Vorurteils!
© Bernhard Albrecht, 05.03.2013
Ursa Angst zugeeignet
www.grenzenloswortlos.blogspot.com
Seiner Berufung wird ein literarisch arbeitender Mensch dann gerecht, wenn er durch sein Wortschaffen Wege der Entwicklung für den Menschen eröffnet. Das Wort D-ich-tung spricht es deutlich aus. Es geht um das Ich, um einen Weg der Authentizität in Bezug auf das eigene dichterische Tun. Diesen Weg zeichnete einst schon Aristoteles in seiner Poetik vor. Aus geistesgegenwärtiger Präsenz im Gespräch unter Autoren diesen Weg erneut frei zu legen, dazu will dieser Blog ein Forum sein.
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Dienstag, 5. März 2013
Abbild
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Mittwoch, 27. Februar 2013
Kleiner Vogel
Drei Gedichte zum gleichen Thema:
Kleiner Vogel
Ich weine um Dich
am Rinnstein
zerzaust
die ermatteten Flügel
Abbild meines
verwundeten Herzen
verborgene Worte
perlen über lange
versiegelte Lippen -
fließende Verse
Ich singe
bis du dich
wieder erhebst
©bmh
Kleiner Vogel
Umhüllt
von einem Balg aus Federn, Grashalmen und Erde
klopfst Du in Deinem Nest
von innen an Deiner Eischale,
drängst hinaus ins Leben.
In Deinen ersten Schritten,
taumelig mit verklebten Flügeln,
den Schnabel laut piepsend gespreizt,
durchzittert Deinen zarten Körper ein einziger Schrei -
all-hungriger Lebensdurst.
Kleiner Vogel, mütterlich umhegt -
schon bald besingst Du
die Ewigkeit tragenden Kräfte des Lebens.
© Bernhard Albrecht, 27.02.2013
Barbara Hauser zugeeignet
Vom Fliegen
Der erste Flug, nicht hoch genug -
am Rinnstein fand die Reise
schnell ihr Ende...
die zarten Flügel ausgebreitet,
die kleinen Augen schreckgeweitet.
Von sanften Händen hochgehoben
beruhigt sich das kleine Herz,
hört auf zu toben.
Aus dieser Höhle schützend weich
drängt es den flüggen Vogel gleich.
Schau, wie er startet, fast unerwartet.
sieh nur, wie er fliegt, sich selber besiegt!
Vom Wind getragen mit zarten Schwingen,
hörst Du ihn hoch in den Lüften singen -
vom ewigen Augenblick des Lebens.
© bmh/02.03.2013
www.sans voile.blogspot.com
Kleiner Vogel
Ich weine um Dich
am Rinnstein
zerzaust
die ermatteten Flügel
Abbild meines
verwundeten Herzen
verborgene Worte
perlen über lange
versiegelte Lippen -
fließende Verse
Ich singe
bis du dich
wieder erhebst
©bmh
Kleiner Vogel
Umhüllt
von einem Balg aus Federn, Grashalmen und Erde
klopfst Du in Deinem Nest
von innen an Deiner Eischale,
drängst hinaus ins Leben.
In Deinen ersten Schritten,
taumelig mit verklebten Flügeln,
den Schnabel laut piepsend gespreizt,
durchzittert Deinen zarten Körper ein einziger Schrei -
all-hungriger Lebensdurst.
Kleiner Vogel, mütterlich umhegt -
schon bald besingst Du
die Ewigkeit tragenden Kräfte des Lebens.
© Bernhard Albrecht, 27.02.2013
Barbara Hauser zugeeignet
Vom Fliegen
Der erste Flug, nicht hoch genug -
am Rinnstein fand die Reise
schnell ihr Ende...
die zarten Flügel ausgebreitet,
die kleinen Augen schreckgeweitet.
Von sanften Händen hochgehoben
beruhigt sich das kleine Herz,
hört auf zu toben.
Aus dieser Höhle schützend weich
drängt es den flüggen Vogel gleich.
Schau, wie er startet, fast unerwartet.
sieh nur, wie er fliegt, sich selber besiegt!
Vom Wind getragen mit zarten Schwingen,
hörst Du ihn hoch in den Lüften singen -
vom ewigen Augenblick des Lebens.
© bmh/02.03.2013
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Eischale,
Ewigkeit,
Gespräch mit anderen Autoren,
Kraft,
Leben,
Reflexionen
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Geradlinig ...
Schwer ist es
dem eigenen inneren Blick
nicht auszuweichen,
die so viel leichteren Seitenwege
erst gar nicht zu betreten,
angesichts der vielen Möglichkeiten
dennoch geradlinig zu bleiben
in der eigenen inneren Bewegung.
Schwer ist es
sich selber treu bleibend,
vor dem Nichts
nicht ein zu knicken
und in der Stille
immer wieder die Fülle zu finden,
aus dem Vertrauen
in die eigene eingeborene Schrittgebärde.
Schwer und beglückend -
aus der Stille des Nicht-Wissens
fortschreitend
die Geburt des eigenen Ich
immer tiefer zu erfahren!
© Bernhard Albrecht, 25.10.2012
für Jens H.
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Sonntag, 16. September 2012
Verborgen
Tief innen -
allein dem Lauschen sich öffnend,
Schritte,
die aus ihrem sphärischen Nachklang
Dir leise zusprechen,
was aus Deinen innersten Tiefen
ins Leben treten will.
Tief innen -
das Vorausahnen
deines Wesens im Spiegel des Du.
Tief innen
das Fragen nach Deinem Mut
Dir im schöpferischen Tun
in Deinen Taten selber zu begegnen.
Tief innen -
Du
Aug in Auge mit Dir,
umhüllt
von dem unscheinbaren Atem
Deines verborgenen Lichtwesens.
© Bernhard Albrecht, 16.09.2012
inspiriert durch den Haiku: „Spätsommerglut“
von Gabriele Brunsch vom 03.09.2012
Labels:
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Lauschen,
Lyrik,
Reflexionen,
Spiegel
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Samstag, 15. September 2012
Erinnerung
Die Bögen des Lebens -
mal verschlungen,
mal weit ausladend,
eng oder weit im Horizont;
erzählen von Entbehrung
und vom brennenden Durst
nach Begegnung -
nach Belebung
durch das Du.
„wo kein Regen mehr fällt,
der die Erde verbessert,
niemand mehr da,
der die Wüste wässert“
Sie erzählen von Stürmen -
tief innen,
der grossen Not
sie zu bändigen;
erzählen
im plätschern des Baches
von glühender Einsamkeit -
vom verborgenen Bangen
die Nacktheit zu bergen.
„gefangen sitzt
in steiniger Ritze
ein Salamander
in glühender Hitze“
Doch einmal
wird Erinnerung zur Kraft
und gleich dem Phönix
steht auf -
der Mensch,
der entzaubert
der Freiheit Geheimnis in sich.
© Bernhard Albrecht, 13.09.2012
unter Verwendung von zwei Einschüben
aus einem Gedicht von Barbara Hauser,
silberperlen.wordpress.com/2012/09/08/zu-spät-2
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Begegnung,
Einsamkeit,
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Kraft,
Lyrik,
Phönix
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Donnerstag, 13. September 2012
Du weist es ...
Das Nichts ist der Anfang,
der Anfang
unausweichlicher Selbstbegegnung -
kein Ende,
Rückzug nur als Durchgang
zu neuem,
kraftvollerem schöpferischem Tun.
Du weist es,
Dir kannst Du nicht ausweichen -
kein Tod wird Dir abnehmen
die Geburt Deines Ich
in kraftvoller Beständigkeit
zu vollenden.
© Bernhard Albrecht, 13.09.2012
Für Miroslav Dusanic
miroslavdusaniclyrik.blogspot.ch
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Anfang,
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Nichts,
Selbstbegegnung
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Stille Freude
Jeder Weg, den Du gehst
ist überstrahlt von einem Himmel -
selbst dann,
wenn Du Dich
in Dunkelheit wähnst.
Jeder Spur,
der Du mühevoll
den Atem Deiner Kraft einhauchst,
trägt das Leuchten
der Vollendung in sich.
Jede Sehnsucht
umweht der Jubel des Zieleinlaufs,
wenn Du Dich erdest im Hier und Jetzt.
© Bernhard Albrecht, 13.09.2012
Veröffentlicht: https://gotrabhu.wordpress.com/
2012/09/11/das-geheimnis-der-kadenzen/#comment-849
Labels:
Gespräch mit anderen Autoren,
Jubel,
Kraft,
Lyrik,
sich erden,
Weg
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Dienstag, 11. September 2012
Einsicht
Worte sind Fenster
Fenster sind Spiegel
Spiegel zeigen mich.
Verletzen
im Vorurteil
den Anderen
Geben gewaltfrei
Auftrieb dem Weg zum Ich
im Du,
bezeugen durch mich
das raumzeitlose Wir.
© Bernhard Albrecht, 04.09.2012
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Fenster,
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Lyrik,
Spiegel,
Wir
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Donnerstag, 24. Mai 2012
Gitterstäbe
Bleich
sitzt Du hinter starren Stäben
grübelst
im Sarkasmus badend
über Missverhältnisse dieser Welt.
Du legst den Finger -
auf so manche Wunde,
weisst maliziös,
was „man“ tut
in dieser Lage
und dirigierst,
vom weichen Sessel aus,
weit ausholend,
das Theater dieser Welt.
Dein Kinn, verweichlicht,
hängt schlaff vom guten Essen
Dir im Gesicht,
doch Deine Stimme schneidend,
spricht über dies und jenes Sagen
Worte des Gerichts.
Du dünkst Dich gross in Deiner Welt,
blickst in der Rage Deines Wissens
mit rot verfärbten Wangen
durch Deine Gitterstäbe in die Welt,
verneigst galant Dich
vor den Gitter-Zinnsoldaten
und lehnst im Rausche Deines Selbst,
Dich hinter Gittern wohl gesichert,
zurück zum Schlafe
in die Kissen Deiner kleinen Welt.
© Bernhard Albrecht, 14.09.2011
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Der unwirklich, wirkliche Ruf
Die Balken knarren,
es ächzen die Streben.
Beiläufigkeiten huschen
vorüber an Dir
wie Blätter im Wind.
Runen gleich zerrinnen Worte
leblos zwischen Lippen,
fallen ins Niemandsland -
ohne Adresse.
Einsamkeit!
Krachend kippt der Stuhl,
ein Häufchen Elend vor sich.
Zu gross die Sehnsucht
nach Nähe,
ersäuft im dunklen Gebräu.
Morgenrot zwischen Gitterstäben.
Die Ausnüchterung,
Fahrt mit der Achterbahn
über Abgründe.
Die Zeit steht still!
Vor-Stunden-Bann,
Durchbruch zu neuen Ufern im Ich.
© Bernhard Albrecht, 29.09.2011
Kommentargedicht zu: Der unwirkliche Ruf
http://www.gotrabhu.wordpress.com/2011/09/02/
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Mittwoch, 23. Mai 2012
Du?
Du bist nicht der,
den „Andere“
in Dir zu sehen vermeinen.
Empfindsam unempfindlich
stellst Du Dich
in den Wind der Zeit
und wirst der,
den „Du“ aus den Tiefen
vielfältiger Spiegelungen
zart umhüllt birgst.
Du wächst Dir entgegen,
mit jedem Schritt
mehr in Deinem Ich verankert!
© Bernhard Albrecht, 23.05.2012
Wie eine Windharfe sein
Empfindsam
schwingen in der Brise
ihre Saiten
Vom Sturm entlockt
vollenden Obertöne
das Konzert
Unempfindlich
Wind und Wetter
ausgesetzt
©bmh
.
Lauschend auf den Klang der Stille
berühren sich Herz und Hand.
Wortgesang …
berühren sich Herz und Hand.
Wortgesang …
Klangschale
schwingt bis der Ton erstirbt
und verhallt in den Weiten des Seins.
schwingt bis der Ton erstirbt
und verhallt in den Weiten des Seins.
© bmh, 02.03.2012
http://silberperlen.wordpress.com/page/4/
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Gespräch mit anderen Autoren,
Lyrik,
Reflexionen,
Spiegelung
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Montag, 21. Mai 2012
Eines Morgens
Erwacht streifst Du durch Feld und Flur,
nichts im Gepäck,
versöhnt mit Dir.
Tief in Dir lächelnd
schaust Du zurück,
was Dich in Schmerz und Freude prägte.
Du gehst und weisst es -
Du bist da,
in Bewegung stetig kreuzend
den inneren Punkt,
ureigene Gegenwärtigkeit
Deines Ich.
Freiheit im Ich Bin.
© Bernhard Albrecht, 21.05.2012
* für Barbara
Gehen
Schritt für Schritt
auf dem Weg
sie geht ...
sucht weder nach Blumen
noch Schmetterlingen
wird gefunden von ihnen
Freiheit auf allen Seiten
Staunen
Glück
©bmh
ahora-giocanda22. Mai 2012 09:27
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Freiheit,
Gespräch mit anderen Autoren,
Lyrik
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Jenseits
In dir ist es,
siehst Du nur tief genug
in dich hinein.
In Bewegung still -
loslassend alles.
In den Abbildern Deiner Gedanken,
die Dich umnebeln,
in den Gefühlen,
die Dich voll Sehnsucht martern,
in Deinem Willen,
der sich nicht einfangen lässt -
schwingt es mit.
Im Ich wird es in Bewegung still
gegenwärtig in Deinem Tun.
Bernhard Albrecht, 21.05.2012
* für Renée
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Ich,
Loslassen,
Lyrik
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
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