„An unseren Hautgrenzen
tastend die Toten
im Schauer der Geburten
Auferstehung feiernd
Wortlos gerufen
schifft sich Göttliches ein -„
Aus dem Gedicht „Gräber“ von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 98
Überwindung
Nichts ist wie es erscheint
solange Du es nicht
in seine Wirklichkeit rufst.
Du bist der Gestalter Deines Schicksals!
Dein zielgerichteter Wille
bestimmt
über das was ist.
An Deinen Hautgrenzen
wartet Göttliches darauf
sich einschiffen zu dürfen.
Wortlos folgt es
Deinen Willensstrebungen
in die Selbstermächtigung.
© baH, 10.10.2018
„DAS IST DER FLÜCHTLINGE Planetenstunde“*
Nicht die Flüchtlinge,
die zu Tausenden die Festung Europa stürmen
und gebrochene Schicksale
vor unsere Haustüren spülen
sind das Problem -
Nein nicht sie, sondern Du und Ich,
die wir innerhalb unserer warmen Häuser
vor uns selbst und voreinander auf der Flucht sind
lassen uns die Flüchtlingsfrage nicht lösen.
Die Planetenuhr schlägt an
die Stunde der Willenserweckung
des Ich.
© baH, 10.10.2018
*Die Überschrift bezieht sich
auf das gleichnamige Gedicht von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 53
Seiner Berufung wird ein literarisch arbeitender Mensch dann gerecht, wenn er durch sein Wortschaffen Wege der Entwicklung für den Menschen eröffnet. Das Wort D-ich-tung spricht es deutlich aus. Es geht um das Ich, um einen Weg der Authentizität in Bezug auf das eigene dichterische Tun. Diesen Weg zeichnete einst schon Aristoteles in seiner Poetik vor. Aus geistesgegenwärtiger Präsenz im Gespräch unter Autoren diesen Weg erneut frei zu legen, dazu will dieser Blog ein Forum sein.
Mittwoch, 10. Oktober 2018
"Im Schauer der Geburten"
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Sonntag, 30. September 2018
"Bis...Himmel und Erde als Asche sich küssten in Deinem Blick -"
Lange Wege sind zu gehen -
heute.
Bis der Kuss des Lebens
das Erstarren zwischen Ich und Du
löst.
Weite, kurvenreiche Wege
in die Tiefe.
Wege, die im knirschenden Sand
ungangbar erscheinen
und doch gegangen werden wollen.
Denn über allen Schmerz
innerer Ent-W i c k e l u n g e n
geleitet Dich Freude still voran.
© baH, 30.09.2018
Rachel-Maria zugeeignet
Die Überschrift ist dem Gedicht von Nelly Sachs,
„ACH DASS MAN so wenig begreift“ entnommen.
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 99
heute.
Bis der Kuss des Lebens
das Erstarren zwischen Ich und Du
löst.
Weite, kurvenreiche Wege
in die Tiefe.
Wege, die im knirschenden Sand
ungangbar erscheinen
und doch gegangen werden wollen.
Denn über allen Schmerz
innerer Ent-W i c k e l u n g e n
geleitet Dich Freude still voran.
© baH, 30.09.2018
Rachel-Maria zugeeignet
Die Überschrift ist dem Gedicht von Nelly Sachs,
„ACH DASS MAN so wenig begreift“ entnommen.
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 99
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Samstag, 29. September 2018
"ACH DASS MAN so wenig begreift"
" … bis endlich dein Herz
die schreckliche Angelwunde
in ihre Heilung gerissen wurde
Himmel und Erde
als Asche sich küssten in deinem Blick - …"
aus Gedichte von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 99
Unbegreiflich
Wie nur konnte es geschehen -
dieses Nicht - Begreifen,
das mich so lange umfing.
Was hielt die inneren Augen,
jetzt da Veraschung Ereignis
so lange umflort?
Frei von Anhaftung
und angekommen bei mir,
atme ich die Kraft
der inneren Sonne,
während der Vogel Phönix
seine Flügel spannt
zum Flug - mit mir.
© baH, 29.09.2018
Asche
Nichts ist mehr
wie es ursprünglich erschien.
Alles drehte sich
und ruckartig verkehrt
sehe ich an Stelle von Dir
flimmernd durch meine Augen
mich.
Die Angelwunde
sie blutet nicht mehr,
denn im Angesicht
veraschter Anhaftungen
stehe ich eingemittet
still in mir.
© baH,29.09.2018
Nachfolgend eine Resonanz
auf "Asche" von Barbara Hauser:
Leise trittst Du neben mich.
Zeigst auf den geklärten Raum.
Wir stehen inmitten.
Erinnerungen aus vergangenen Zeiten,
und so manche Vorbehalte
fliegen mit dem Wind davon.
Befreit.
© Barbara Hauser, 05.10.2018
https://gefaehrtenblog.wordpress.com/
2018/10/05/ohne-du-kein-mensch-sein
die schreckliche Angelwunde
in ihre Heilung gerissen wurde
Himmel und Erde
als Asche sich küssten in deinem Blick - …"
aus Gedichte von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 99
Unbegreiflich
Wie nur konnte es geschehen -
dieses Nicht - Begreifen,
das mich so lange umfing.
Was hielt die inneren Augen,
jetzt da Veraschung Ereignis
so lange umflort?
Frei von Anhaftung
und angekommen bei mir,
atme ich die Kraft
der inneren Sonne,
während der Vogel Phönix
seine Flügel spannt
zum Flug - mit mir.
© baH, 29.09.2018
Asche
Nichts ist mehr
wie es ursprünglich erschien.
Alles drehte sich
und ruckartig verkehrt
sehe ich an Stelle von Dir
flimmernd durch meine Augen
mich.
Die Angelwunde
sie blutet nicht mehr,
denn im Angesicht
veraschter Anhaftungen
stehe ich eingemittet
still in mir.
© baH,29.09.2018
Nachfolgend eine Resonanz
auf "Asche" von Barbara Hauser:
Leise trittst Du neben mich.
Zeigst auf den geklärten Raum.
Wir stehen inmitten.
Erinnerungen aus vergangenen Zeiten,
und so manche Vorbehalte
fliegen mit dem Wind davon.
Befreit.
© Barbara Hauser, 05.10.2018
https://gefaehrtenblog.wordpress.com/
2018/10/05/ohne-du-kein-mensch-sein
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Freitag, 28. September 2018
Schicksalsgefährte
… „Abgewandt
wartet sie auf dich - …
denn nicht dürfen Freigelassene …
eingefangen werden
noch gekrönt …
die Liebe ist eine Sandpflanze
die im Feuer dient
und nicht verzehrt wird -
Abgewandt
wartet sie auf dich - „
aus Gedichte von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 100
Schicksalsgefährte
Abgewandt steht das Du an Deiner Seite
und wartet
bis Du verinnerlicht
sein Sagen -
angenommen den Segen,
der aus seinen Worten
zu Dir spricht.
Abgewandt steht die Liebe,
bis Du in Deiner Kraft
angekommen -
nicht länger zögerst,
in Treue zu Dir zu stehen -
Du Ich.
© baH, 28.09.2018
wartet sie auf dich - …
denn nicht dürfen Freigelassene …
eingefangen werden
noch gekrönt …
die Liebe ist eine Sandpflanze
die im Feuer dient
und nicht verzehrt wird -
Abgewandt
wartet sie auf dich - „
aus Gedichte von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 100
Schicksalsgefährte
Abgewandt steht das Du an Deiner Seite
und wartet
bis Du verinnerlicht
sein Sagen -
angenommen den Segen,
der aus seinen Worten
zu Dir spricht.
Abgewandt steht die Liebe,
bis Du in Deiner Kraft
angekommen -
nicht länger zögerst,
in Treue zu Dir zu stehen -
Du Ich.
© baH, 28.09.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Sonntag, 16. September 2018
So muss ich denn aufstehen
„… So muss ich denn aufstehen
und diesen Felsen durchschmerzen
bis ich Staubgeworfene
bräutlich Verschleierte
den Seeleneingang fand
wo das immer knospende Samenkorn
die erste Wunde
ins Geheimnis schlägt.“
aus Gedichte von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977
16. Auflage 2017, „Uneinnehmbar“ Seite 81/82
Davon inspiriert das folgende Gedicht:
Aufstehen
So muss ich denn aufstehen,
mein Herz weiten
und das Wort hochhalten,
das in diesen Tagen ungeliebt
so oft in Gezeitenstrassen verbleicht.
Muss den Felsen der Verneinung
durchschmerzen -
nur dies stets vor Augen,
das knospende Samenkorn.
Vom Du an sein Geheimnis herangeführt
umschliesse ich die aufgebrochene Wunde,
damit die eingebettete Kraft ihre Flügel entfalte.
Ich an der Pforte.
© baH, 16.09.2018
und diesen Felsen durchschmerzen
bis ich Staubgeworfene
bräutlich Verschleierte
den Seeleneingang fand
wo das immer knospende Samenkorn
die erste Wunde
ins Geheimnis schlägt.“
aus Gedichte von Nelly Sachs
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977
16. Auflage 2017, „Uneinnehmbar“ Seite 81/82
Davon inspiriert das folgende Gedicht:
Aufstehen
So muss ich denn aufstehen,
mein Herz weiten
und das Wort hochhalten,
das in diesen Tagen ungeliebt
so oft in Gezeitenstrassen verbleicht.
Muss den Felsen der Verneinung
durchschmerzen -
nur dies stets vor Augen,
das knospende Samenkorn.
Vom Du an sein Geheimnis herangeführt
umschliesse ich die aufgebrochene Wunde,
damit die eingebettete Kraft ihre Flügel entfalte.
Ich an der Pforte.
© baH, 16.09.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Donnerstag, 13. September 2018
Begeisterung
Sänger bin ich
im Chor der Engel -
Lichtjubel,
in der Gebärde meiner Arme!
So rüttle ich am Gebälk dieser Welt,
auf dass alle Schutzschilder -
zerbrechen
und ein grosses Werde
die Herzen der Menschen
in gemeinsamem Tun verbindet.
Hier und jetzt will aus Deinem Tun,
durch die Kraft der Güte -
auferstehen das neue Jerusalem.
© Bernhard Albrecht, 1995/2011
(In Erinnerung an einen grossen Menschen,
der das Wort führt durch die Schleier
einer geistigen Behinderung)
Aus aktuellem Anlass heute sieben Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung erneut
eingestellt.
Postskript:
im Chor der Engel -
Lichtjubel,
in der Gebärde meiner Arme!
So rüttle ich am Gebälk dieser Welt,
auf dass alle Schutzschilder -
zerbrechen
und ein grosses Werde
die Herzen der Menschen
in gemeinsamem Tun verbindet.
Hier und jetzt will aus Deinem Tun,
durch die Kraft der Güte -
auferstehen das neue Jerusalem.
© Bernhard Albrecht, 1995/2011
(In Erinnerung an einen grossen Menschen,
der das Wort führt durch die Schleier
einer geistigen Behinderung)
Aus aktuellem Anlass heute sieben Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung erneut
eingestellt.
Postskript:
Der
Geist weht, wo er weht, er stürmt mitunter oft geradezu durch ein Wort,
das auf den ersten Blick die innere Sicht auf seinen tieferen Gehalt
nicht frei zu geben scheint!
Der
Gedanke ist des Gedanken grösster Feind, dort wo ich allzu schnell in
ein Vermeinen abgleite, ich hätte mit einem Gedanken bereits dessen
geistige Wirklichkeit erfasst. Das Vorurteil (eine wie auch immer
geartete Befangenheit durch Erfahrungen der eigenen Vergangenheit) ist
jene geschlossene Tür, an der ich mir den Kopf anschlagen muss, solange
bis ich lerne mir ein Gespür für „die Bewegung“ hinter einem Wort anzueignen, bis ich vordringe zu einer rundum Offenheit
gegenüber dem Wort-Sagen anderer Menschen, in der das Wort aus sich
selber heraus in seiner tieferen Bedeutung enthüllen kann.
Lauschen. Ich kann viel zur Umschreibung eines scheinbar nicht mehr so ganz gebräuchlichen Wortes sagen. Wenn nicht innere Beweglichkeit, fragendes Lauschen den jeweils aktuellen Worten "aktiv interessiert" zur Verfügung gestellt wird, dann wird auch ein ganzer Roman zur Verdeutlichung desselben nicht wesentlich weiter helfen. Neben dem fragenden Lauschen ist nicht zuletzt die Authentizität dessen ausschlaggebend durch den ein Wort vermittelt wurde. Und die Authentizität des Menschen, der durch dieses Gedicht spricht, gehört zu einer von den ganz grossen Erfahrungen, die ich in meinem Leben machen durfte.
Lauschen. Ich kann viel zur Umschreibung eines scheinbar nicht mehr so ganz gebräuchlichen Wortes sagen. Wenn nicht innere Beweglichkeit, fragendes Lauschen den jeweils aktuellen Worten "aktiv interessiert" zur Verfügung gestellt wird, dann wird auch ein ganzer Roman zur Verdeutlichung desselben nicht wesentlich weiter helfen. Neben dem fragenden Lauschen ist nicht zuletzt die Authentizität dessen ausschlaggebend durch den ein Wort vermittelt wurde. Und die Authentizität des Menschen, der durch dieses Gedicht spricht, gehört zu einer von den ganz grossen Erfahrungen, die ich in meinem Leben machen durfte.
Ich
habe keine Sorge, das junge Menschen die Aussage dieses Gedichtes nicht
verstehen können, weil sie am Ende über ein Wort stolpern, das ihnen
vielleicht nicht so ganz geläufig ist. Im Gegenteil, wer hier stolpert,
der bekommt die Chance vertiefter zu erwachen für das, was in diesem Wort „entscheidend“ zum Ausdruck kommt.
Im Übrigen ist dieses Wort vom „neuen Jerusalem“ nichts anderes als auf einer gewissen Ebene ein Synonym für „the wind of change“ in gesellschaftlich kulturellen Verhältnissen. Ist dieses
Wort ein Trompetenschall zum Aufbruch aus heutigen festgefahrenen Verhältnissen
in eine neue, Geist transparentere Welt. Und
dieser Trompetenschall ging zu keiner Zeit von den etablierten
Religionen oder politischen Parteien aus. Er war immer ein Aufbruch
Signal von der Peripherie her, ein Signal aus dem Kreis von Menschen,
die lauschend die Quelle des Geistes in einem neuen Brunnen zu fassen
suchten.
Dort, wo das Wort vom „neuen Jerusalem“
authentisch, also von seinem tieferen Geist durchdrungen laut wurde,
dort hat es die Menschen über die eigene Trägheit hinaus stets zu neuen
Horizonten geführt.
Die
etablierten Religionen und Parteien sind an den Versuchen sich diesen
Geist der Veränderung für irgendwelche Machtinteressen dienstbar zu
machen letztendlich immer gescheitert. Denn dieser Geist kann nicht
instrumentalisiert werden, er kann nur dann wirken, wenn der Mensch
individuell für sich „Veränderung“ zulässt, lauschend in sich hinein die
Stimme seines Ich vernimmt.
Wie sehr „the wind of change“ verwehen
kann, wenn er nicht durch Authentizität initiiert wird, wenn Fake-News
Gehabe das politische Geschehen bestimmen, kann aus den jüngeren
Geschehnissen in Amerika von dem der will abgelesen werden.
Auf welch Messers Schneide "the wind of change" entlang läuft, das zeigen auch die gegnwärtigen Geschnisse in Chemnitz. Kleinkariertes Wortegerangel um die Meinungshoheit unter den Parteien jenseits eines ernsthaften Gespürs für ein inneres Aufstehen in eine "individuelle Kehrtwende" hinein zeichnen das gegenwärtige Bild sozialen mit- und gegeneinander.
Auf welch Messers Schneide "the wind of change" entlang läuft, das zeigen auch die gegnwärtigen Geschnisse in Chemnitz. Kleinkariertes Wortegerangel um die Meinungshoheit unter den Parteien jenseits eines ernsthaften Gespürs für ein inneres Aufstehen in eine "individuelle Kehrtwende" hinein zeichnen das gegenwärtige Bild sozialen mit- und gegeneinander.
Der Geist aber weht dort, wo ich ihn an meinem Vorurteil vorbei Einlass gewähre.
Dem „lebendigen Geist“ im eigenen Tun auf die Spur zu kommen, vor dieser Entscheidung stehen wir unmittelbar!
Dem „lebendigen Geist“ im eigenen Tun auf die Spur zu kommen, vor dieser Entscheidung stehen wir unmittelbar!
Bernhard Albrecht
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Lange haben wir das Lauschen verlernt
„An der Erde das lauschende Ohr,
Und ihr werdet hören, durch den Schlaf hindurch
Werdet ihr hören
Wie im Tod
Das Leben beginnt.“
Nelly Sachs (1)
An der Erde,
dem anderen Menschen zugewandt
stets das lauschende
fragende Ohr,
das ist es, was Leben zeugt.
© baH, 13.09.2018
(1) Aus Gedichte von Nelly Sachs,
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 17/18
Und ihr werdet hören, durch den Schlaf hindurch
Werdet ihr hören
Wie im Tod
Das Leben beginnt.“
Nelly Sachs (1)
An der Erde,
dem anderen Menschen zugewandt
stets das lauschende
fragende Ohr,
das ist es, was Leben zeugt.
© baH, 13.09.2018
(1) Aus Gedichte von Nelly Sachs,
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1977,
16. Auflage 2017, Seite 17/18
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Freitag, 7. September 2018
Eine Anmerkung
Gedichte, wie ich sie schreibe, sind eine Kunstform aus der Vogelperspektive heraus.
Diese einzunehmen geht auf einen langen Übungsweg des inneren Zulassens der Lebensgebärden anderer Menschen, auf ein unmittelbares sich Einschwingen auf die Bewegungen ihres Denkens, Fühlens und Wollens und von daher auf das so Zugelassene wiederum wie ein Fremder von aussen Hinblicken zurück.
Die Gedichte werden so zu einem wertfreien Aussage, frei von der persönlichen Einstellung oder Betrachtungsweise des Schreibers. Damit können poetische Bilder, die daraus hervorgehen zum Auslöser werden einen von Mensch zu Mensch je unterschiedlichen Spiegel zu bilden, in dem der Leser, so er dazu bereit ist sich selber in einem tieferen Sinne begegnen kann.
Ich habe über mehrere Jahrzehnte hin daran arbeiten können und dürfen viele subtile Prozesse, die Menschen verbinden und in Verwicklungen stürzen können immer wieder neu beobachtend zu durchdringen, um sie auf die Möglichkeiten hin an derartigen Kommunikationsprozessen zu erwachen beschreibbar zu machen. Dabei wurde mein persönliches Einlassen auf harte Proben gestellt, um sich diesen Blick aus der Vogelperspektive eröffnen zu können.
Wenn sich ein Leser also auf Aussagen in meinen Gedichten einlassen kann, dann spricht ihn dabei nicht irgendeine persönliche Auffassung an, die ich in dem Gedicht niedergelegt habe, sondern, er wird durch die Aussage hindurch, die als Spiegel fungiert, von seinem eigenen Ich angesprochen es in dieser oder jener Weise in seine zu gestaltende Zukunft hinein tätig in Aktion zu versetzen, zu erwachen! Und! Sich ausrichten auf nichts anderes, als selbstverantwortliches langsames Wachsen aus dem Ich heraus!
Eine solche Haltung erzeugt Respekt und schafft neue Möglichkeiten für weitere Wege sozialen Miteinanders. Der moralisierend „erinnernde“ Zaunpfahl, wenn auch noch so subtil verpackt, war und ist zu keiner Zeit ein geeignetes Mittel gewesen soziale Erneuerungen zu fördern.
Unabhängig von der in meinen Gedichten bewusst versuchten Bearbeitung des Wortes hin zu einem wertfreien Spiegelbild, kann eine jede Wortäusserung als Spiegel genutzt werden, wenn ich mein Einlassen soweit zurücknehmen kann, dass Worte, die ich vernehme mich nicht von Anfang an persönlich in ein Ungleichgewicht versetzen, mich also reagieren lassen anstatt aus dem inneren Abstand heraus mich zu einem besonnenen Handeln zu führen.
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Dienstag, 4. September 2018
Delphos
Als Sohn des Apollon
reist Du in den verborgenen
Lichtbögen des Lebens,
die das Erkenne Dich selbst
in sich tragen
durch Raum-Zeiten
der Erde zu.
Du ewiger Träger und Zeuge
der Kräfte Deines Vaters Apollon.
Berufen die Seelen der Menschen
zu erwecken
den Willen der Götter
in Nachfolgetaten selbstverantwortlich fortzusetzen.
© baH, 04.09.2018
reist Du in den verborgenen
Lichtbögen des Lebens,
die das Erkenne Dich selbst
in sich tragen
durch Raum-Zeiten
der Erde zu.
Du ewiger Träger und Zeuge
der Kräfte Deines Vaters Apollon.
Berufen die Seelen der Menschen
zu erwecken
den Willen der Götter
in Nachfolgetaten selbstverantwortlich fortzusetzen.
© baH, 04.09.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Montag, 3. September 2018
Eleusis
Demeter,
die Du einst wohntest
in den heiligen Hainen von Eleusis,
bist von dorten ausgezogen
und hast Dich über die Zeit hinweg
der werdenden Individualkraft
des Weiblichen verbunden.
So wirkst Du seither
vielgestaltig
im Kräftewirken der Frauen,
hegst -
nicht länger mehr
Göttin Natura,
mit Strenge und Milde zugleich
die Kräfte des Willens im Werden,
bist
Fackelträgerin
und Hüterin des Lebens
in Erwartung
Deiner Entschleierung.
Aurora Stimme Du
des männlich-weiblichen Ich-Werdens.
© baH, 31.08.2018
die Du einst wohntest
in den heiligen Hainen von Eleusis,
bist von dorten ausgezogen
und hast Dich über die Zeit hinweg
der werdenden Individualkraft
des Weiblichen verbunden.
So wirkst Du seither
vielgestaltig
im Kräftewirken der Frauen,
hegst -
nicht länger mehr
Göttin Natura,
mit Strenge und Milde zugleich
die Kräfte des Willens im Werden,
bist
Fackelträgerin
und Hüterin des Lebens
in Erwartung
Deiner Entschleierung.
Aurora Stimme Du
des männlich-weiblichen Ich-Werdens.
© baH, 31.08.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Mittwoch, 29. August 2018
Wo etwas Eins Werden will ...
Frei nach Aristoteles leuchtet Dir
im Zuge des Eins Werden
den Beherrscher
wie den Beherrschten in Dir ausfindig zu machen
vom Grund einer jeden Du-Begegnung dies entgegen:
Lass Deine erste Tat im Lesen oder Hören der Du-Worte
stets die sein Dich im Spiegel der Worte des Du
ohne wenn und aber selber zu erkennen,
erinnere Dich also daran
wozu Du angetreten.
Besinne Dich des Weiteren darauf,
dass Du auch in Deiner Antwort auf Du-Worte
zunächst nur Dir selber gegenüber stehst
und als Lebensgebärde zu bezeugen hast
wovon Deine Worte an das Du sprechen.
Erst wenn Erinnern und Besinnen
in innerem Gleichgewicht
zu erlebter Erfahrung werden
gehst Du in Dir durch den fliessenden Zustand
Deines Eins Werdens hindurch.
Du befreist die Kraft, die in Deinem Denken schlummert
und Denken und Wille werden Eins in Bewegung.
© baH, 29.08.2018
Eine Resonanz auf:
https://schwerelos2013.wordpress.com/2018/08/14/eine-bruecke-spanne/
im Zuge des Eins Werden
den Beherrscher
wie den Beherrschten in Dir ausfindig zu machen
vom Grund einer jeden Du-Begegnung dies entgegen:
Lass Deine erste Tat im Lesen oder Hören der Du-Worte
stets die sein Dich im Spiegel der Worte des Du
ohne wenn und aber selber zu erkennen,
erinnere Dich also daran
wozu Du angetreten.
Besinne Dich des Weiteren darauf,
dass Du auch in Deiner Antwort auf Du-Worte
zunächst nur Dir selber gegenüber stehst
und als Lebensgebärde zu bezeugen hast
wovon Deine Worte an das Du sprechen.
Erst wenn Erinnern und Besinnen
in innerem Gleichgewicht
zu erlebter Erfahrung werden
gehst Du in Dir durch den fliessenden Zustand
Deines Eins Werdens hindurch.
Du befreist die Kraft, die in Deinem Denken schlummert
und Denken und Wille werden Eins in Bewegung.
© baH, 29.08.2018
Eine Resonanz auf:
https://schwerelos2013.wordpress.com/2018/08/14/eine-bruecke-spanne/
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Dienstag, 28. August 2018
Obdachlos
Dass Fremde schaut Dich
Abwehr aufrufend an.
Irritiert drängst Du Bilder zurück,
die diesen Menschen
in eine Scharade von Vorurteilen einbinden,
weil Du nicht gewillt bist
tiefer hinzuschauen.
Du wagst den zweiten Blick
und siehst in tiefblaue Augen,
die still in sich ruhend
Dich unverwandt anschauen -
Dein Vermeinen zerplatzen lassen.
Tiefer in Dir verankert
siehst Du die zahllosen Strömungen,
die durch diese Augen hindurchgehen,
von denen die Gleichgültigkeit
der vorüber Eilenden
noch die Geringste ist.
Und spontan wendest Du Dich
diesem Menschen zu -
sprichst mit ihm eine lange Zeit.
Du hörst in kargen Worten eine Geschichte
von Freiheit und unendlichem Mut,
einem Leben im Niemandsland dieser Welt
beinahe ein ganzes Leben lang,
mit einer menschlichen Würde -
die sprachlos macht.
Wer lebt und arbeitet hier entschiedener
für menschliche Erneuerung?
Wer stellt sich so als Ich hinein in diese Welt,
in die hektischen Traumlandschaften dessen,
was allzu viele als das Leben ansehen,
lebt erwachend sich selber zu?
© baH, 30.08.2011/28.08.2018
Ein Weniges zum Entstehungshintergrund von "Obdachlos."
Der Ursprung von "Obdachlos" reicht eigentlich in eine Zeit vor 40 Jahren zurück, als ich in einer mittelgrossen süddeutschen Grossstadt dem "Fürsten," wie er unter seines gleichen genannt wurde erstmals begegnete. Seinerseits obdachlos, war er schon durch seine blosse äussere Erscheinung eine imposante Gestalt. Wo er erschien, war jeder Streit unter Obdachlosen bald beigelegt.
Es war ein besonderes Erlebnis einer Runde von Menschen, in deren Mitte er sass einfach nur still beizuwohnen. Die Art wie dieser Mensch zuhören konnte war beeindruckend, denn er fand auf diesem Wege nicht selten zu Lösungen, wo nichts mehr zu gehen schien. Und er begleitete und unterstützte dann auch soweit, dass diese Lösung im Leben des Betreffenden verankert werden konnte.
Selber keinen Lohn nehmend, obwohl er durchaus für sein Leben etwas gebrauchen konnte, beschenkte er andere Menschen fortlaufend mit Orientierung und „dem letzten Hemd,“ das er selber besass und verhalf ihnen wieder Tritt zu fassen in ihrem Leben, was vor allem gegen die sogenannte „stille“ soziale Ausgrenzung, wenn ein Mensch einmal ganz unten auf der sozialen Leiter angekommen war alles andere als leicht war. Er selber aber verblieb, so wie ich es heute sehe, bewusst ganz unten, um für diese Menschen präsent sein zu können. Das Urbild des sozialen Streetworker.
Jahre später blieb sein Herz urplötzlich stehen. Es hatte über die eigene Not hinweg zu sehr für andere Menschen geschlagen!
Als ich viele Jahre danach dann jenem anderen Obdachlosen begegnete, einem von vielen weiteren im Laufe der Jahre, da stand dieses Gedicht in seinen Grundzügen plötzlich vor meinem inneren Auge.
Ich betrachte es als eine „Hommage an den Menschen“ in einem sozialen Umfeld, in dem der Mensch in seiner Werde-Zerbrechlichkeit allzu oft nicht mehr gesehen wird.
Bernhard Albrecht Hartmann
Abwehr aufrufend an.
Irritiert drängst Du Bilder zurück,
die diesen Menschen
in eine Scharade von Vorurteilen einbinden,
weil Du nicht gewillt bist
tiefer hinzuschauen.
Du wagst den zweiten Blick
und siehst in tiefblaue Augen,
die still in sich ruhend
Dich unverwandt anschauen -
Dein Vermeinen zerplatzen lassen.
Tiefer in Dir verankert
siehst Du die zahllosen Strömungen,
die durch diese Augen hindurchgehen,
von denen die Gleichgültigkeit
der vorüber Eilenden
noch die Geringste ist.
Und spontan wendest Du Dich
diesem Menschen zu -
sprichst mit ihm eine lange Zeit.
Du hörst in kargen Worten eine Geschichte
von Freiheit und unendlichem Mut,
einem Leben im Niemandsland dieser Welt
beinahe ein ganzes Leben lang,
mit einer menschlichen Würde -
die sprachlos macht.
Wer lebt und arbeitet hier entschiedener
für menschliche Erneuerung?
Wer stellt sich so als Ich hinein in diese Welt,
in die hektischen Traumlandschaften dessen,
was allzu viele als das Leben ansehen,
lebt erwachend sich selber zu?
© baH, 30.08.2011/28.08.2018
Ein Weniges zum Entstehungshintergrund von "Obdachlos."
Der Ursprung von "Obdachlos" reicht eigentlich in eine Zeit vor 40 Jahren zurück, als ich in einer mittelgrossen süddeutschen Grossstadt dem "Fürsten," wie er unter seines gleichen genannt wurde erstmals begegnete. Seinerseits obdachlos, war er schon durch seine blosse äussere Erscheinung eine imposante Gestalt. Wo er erschien, war jeder Streit unter Obdachlosen bald beigelegt.
Es war ein besonderes Erlebnis einer Runde von Menschen, in deren Mitte er sass einfach nur still beizuwohnen. Die Art wie dieser Mensch zuhören konnte war beeindruckend, denn er fand auf diesem Wege nicht selten zu Lösungen, wo nichts mehr zu gehen schien. Und er begleitete und unterstützte dann auch soweit, dass diese Lösung im Leben des Betreffenden verankert werden konnte.
Selber keinen Lohn nehmend, obwohl er durchaus für sein Leben etwas gebrauchen konnte, beschenkte er andere Menschen fortlaufend mit Orientierung und „dem letzten Hemd,“ das er selber besass und verhalf ihnen wieder Tritt zu fassen in ihrem Leben, was vor allem gegen die sogenannte „stille“ soziale Ausgrenzung, wenn ein Mensch einmal ganz unten auf der sozialen Leiter angekommen war alles andere als leicht war. Er selber aber verblieb, so wie ich es heute sehe, bewusst ganz unten, um für diese Menschen präsent sein zu können. Das Urbild des sozialen Streetworker.
Jahre später blieb sein Herz urplötzlich stehen. Es hatte über die eigene Not hinweg zu sehr für andere Menschen geschlagen!
Als ich viele Jahre danach dann jenem anderen Obdachlosen begegnete, einem von vielen weiteren im Laufe der Jahre, da stand dieses Gedicht in seinen Grundzügen plötzlich vor meinem inneren Auge.
Ich betrachte es als eine „Hommage an den Menschen“ in einem sozialen Umfeld, in dem der Mensch in seiner Werde-Zerbrechlichkeit allzu oft nicht mehr gesehen wird.
Bernhard Albrecht Hartmann
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Sonntag, 26. August 2018
Fragment 6/2018
Rasterfandung oder seelische Beobachtung 2.0:
Auf den Sprach-Tauschbörsen des modernen Lebens scheint es zur Gewohnheit geworden zu sein Sprach-Botschaften blitzschnell in unterschiedlichen „Büchsen“ abzulegen, bzw. unmittelbar und energisch in dualen Gegenbotschaften (innerlich wie äusserlich) auf der Stelle zurückzuweisen. Besonnenheit - in den Sprach-Fluträumen also eher Fehlanzeige.
Die Informationsflüsse werden überwiegend nach dem grössten Nutzen, bzw. dem ergiebigsten Hipe abgetastet und unterschiedlich ausgeprägte Narzissmen bewegen sich kreiselnd um sich selbst. Was dabei wie nebenbei in die Bordstein-Kanäle diverser Sprachaustausch-Prozesse fällt, das wird als Schrott in diffusen Meta-Räumen abgelagert. Durch das All untereinander verknüpfter menschlicher Innenwelten rauschen abwechselnd hitzige und eiskalte, vielfach gesplitterte Klangelemente.
Der Müll des äusseren Alls hat seine Entsprechung in schier unendlichen Innwelt-Verschmutzungen und Innwelt-Verklappungen.
Verantwortungen hier allein für sich zu sehen bedeutete für die Geburt des eigenen Ich Sorge zu tragen.
Bernhard Albrecht
Auf den Sprach-Tauschbörsen des modernen Lebens scheint es zur Gewohnheit geworden zu sein Sprach-Botschaften blitzschnell in unterschiedlichen „Büchsen“ abzulegen, bzw. unmittelbar und energisch in dualen Gegenbotschaften (innerlich wie äusserlich) auf der Stelle zurückzuweisen. Besonnenheit - in den Sprach-Fluträumen also eher Fehlanzeige.
Die Informationsflüsse werden überwiegend nach dem grössten Nutzen, bzw. dem ergiebigsten Hipe abgetastet und unterschiedlich ausgeprägte Narzissmen bewegen sich kreiselnd um sich selbst. Was dabei wie nebenbei in die Bordstein-Kanäle diverser Sprachaustausch-Prozesse fällt, das wird als Schrott in diffusen Meta-Räumen abgelagert. Durch das All untereinander verknüpfter menschlicher Innenwelten rauschen abwechselnd hitzige und eiskalte, vielfach gesplitterte Klangelemente.
Der Müll des äusseren Alls hat seine Entsprechung in schier unendlichen Innwelt-Verschmutzungen und Innwelt-Verklappungen.
Verantwortungen hier allein für sich zu sehen bedeutete für die Geburt des eigenen Ich Sorge zu tragen.
Bernhard Albrecht
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Freitag, 24. August 2018
Fragment 5/2018
Denkend spiegelt sich am Du in mir meine Gedankenwelt, fächert sich in unterschiedlichen Schichten erlebend aus, wenn ich dies anschauend zulasse und sie nicht in Abstraktionen weg sperre; wird transparent und schliesslich zum inspirierenden fliessenden Licht.
Sprache ist Klang. Wird unmittelbares Erleben dem Klang entzogen oder sogar unterdrückt, kann dieser am Ende nur zerstören, z.B. im Hashtag. Informationsberieselung schläfert ein und endet im Entkernen des Willens aus den Schicksalsgaben des Lebens in Begegnungen von Mensch zu Mensch. Der Tod der Seele vollzieht sich leise mitten unter uns.
Sprache ist Klang. Wird unmittelbares Erleben dem Klang entzogen oder sogar unterdrückt, kann dieser am Ende nur zerstören, z.B. im Hashtag. Informationsberieselung schläfert ein und endet im Entkernen des Willens aus den Schicksalsgaben des Lebens in Begegnungen von Mensch zu Mensch. Der Tod der Seele vollzieht sich leise mitten unter uns.
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Samstag, 18. August 2018
Tagtäglich
Was umweht
dieses Wort nicht alles,
was will es mir
tiefer betrachtet sagen,
sofern ich bereit bin
in die Selbstbetrachtung einzutreten
und allein in mir Einkehr zu halten.
Was will es mir sagen,
als am Du
meiner selbst inne zu werden
und tagtäglich mehr hineinzuwachsen
in die Gegenwart
meines Ich.
© baH,18.08.2018
dieses Wort nicht alles,
was will es mir
tiefer betrachtet sagen,
sofern ich bereit bin
in die Selbstbetrachtung einzutreten
und allein in mir Einkehr zu halten.
Was will es mir sagen,
als am Du
meiner selbst inne zu werden
und tagtäglich mehr hineinzuwachsen
in die Gegenwart
meines Ich.
© baH,18.08.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Mut
Mut ist heute
die beständige
Manifestation dessen
sich
von Augenblick zu Augenblick
neu ausrichten zu wollen
auf das Ich.
© baH, 18.08.2018
die beständige
Manifestation dessen
sich
von Augenblick zu Augenblick
neu ausrichten zu wollen
auf das Ich.
© baH, 18.08.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Montag, 13. August 2018
Bogenbrücke
Im Licht der untergehenden Sonne
streift eine Windböe die Brücke,
lässt sie schwingend leise klingen,
derweil am Himmel
Wolken ineinander purzeln,
ein Kind an der Hand seines Opas
das Spiel verfolgt …
die Bögen des Lebens -
im Summen vieler Worte
zwischen den Menschen
gleich einem Glockenspiel
hell oder dunkel anschlagen …
in Bewegung gehalten werden.
© baH, 13.08.2018
streift eine Windböe die Brücke,
lässt sie schwingend leise klingen,
derweil am Himmel
Wolken ineinander purzeln,
ein Kind an der Hand seines Opas
das Spiel verfolgt …
die Bögen des Lebens -
im Summen vieler Worte
zwischen den Menschen
gleich einem Glockenspiel
hell oder dunkel anschlagen …
in Bewegung gehalten werden.
© baH, 13.08.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Dienstag, 31. Juli 2018
Meer
Horizont Gebirge
Wolken Geschiebe
schimmernd gebogen
hinein in die Weite.
Von West nach Ost
aus Sonnenlicht
gemeisselte
Wellenkristalle.
Schwingende Bewegungen
Lichtresonanzen
von Du zu Du -
Berührungen
mit der Ewigkeit im Jetzt.
© baH, 22.07.2018
Wolken Geschiebe
schimmernd gebogen
hinein in die Weite.
Von West nach Ost
aus Sonnenlicht
gemeisselte
Wellenkristalle.
Schwingende Bewegungen
Lichtresonanzen
von Du zu Du -
Berührungen
mit der Ewigkeit im Jetzt.
© baH, 22.07.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Wind
Vom Meer her
eine sanfte Brise
gebrochen
durch Frosch Gequake.
Mehrstimmig
das Zirpen
der Grillen -
singender Wind.
Sphärisches Tönen
im Zwiegespräch
mit Dohlen
im Aufwind
Ich-Du in Bewegung.
© baH, 23.07.2018
eine sanfte Brise
gebrochen
durch Frosch Gequake.
Mehrstimmig
das Zirpen
der Grillen -
singender Wind.
Sphärisches Tönen
im Zwiegespräch
mit Dohlen
im Aufwind
Ich-Du in Bewegung.
© baH, 23.07.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Wellen
Sanft kräuselnd
laufen sie aus
hoch getürmt
fallen sie über Dir zusammen -
Bewegung in ihrem Element.
Selbst gesteuerte Kraft
in der Vielfalt
seiner Möglichkeiten.
Deine Entscheidung
Dein Weg
Deine Verantwortung.
Freiheit
„leben.“
© baH, 24.07.2018
laufen sie aus
hoch getürmt
fallen sie über Dir zusammen -
Bewegung in ihrem Element.
Selbst gesteuerte Kraft
in der Vielfalt
seiner Möglichkeiten.
Deine Entscheidung
Dein Weg
Deine Verantwortung.
Freiheit
„leben.“
© baH, 24.07.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Montag, 16. Juli 2018
Werde ich ...
„Werde ich Dir einmal begegnen
nach drei Wegen im Regen,“*
werde ich?
Ich Frau, Du Mann ohne Anhaftung
an irgendein Vermeinen übereinander?
Werden wir aufeinander zugehend
uns verneigen können vor dem Mut
einander nicht aufgegeben zu haben
in schweren Augen-Blicken unseres Lebens?
Ich will halten den Raum der Offenheit,
dass erfüllen sich kann die Bestimmung -
Frau und Mann im Wachsen füreinander
mutig unterwegs in zu erweiternde Ich - Gegenwärtigkeit.
© baH, 14.07.2018
Für Anne und Eckhard,
Barbara und Curt,
Ingeborg und Bernhard,
…….
* Quelle unbekannt
nach drei Wegen im Regen,“*
werde ich?
Ich Frau, Du Mann ohne Anhaftung
an irgendein Vermeinen übereinander?
Werden wir aufeinander zugehend
uns verneigen können vor dem Mut
einander nicht aufgegeben zu haben
in schweren Augen-Blicken unseres Lebens?
Ich will halten den Raum der Offenheit,
dass erfüllen sich kann die Bestimmung -
Frau und Mann im Wachsen füreinander
mutig unterwegs in zu erweiternde Ich - Gegenwärtigkeit.
© baH, 14.07.2018
Für Anne und Eckhard,
Barbara und Curt,
Ingeborg und Bernhard,
…….
* Quelle unbekannt
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Sonntag, 8. Juli 2018
Der schöne Schein
Von Experten kommentierte Nachrichten
erhöhen den Sender Flow -
weltmännische Präsenz bis an die Stammtische.
Nur, kann Expertenmeinung die Sorgen der Bürger
um den inneren Bestand des Gemeinwesens
vergessen machen?
Unüberhörbar gurgelt es in den Kanälen des Mainstream,
während explosives Gas die Regenrohre hinaufsteigt -
Brutus schleicht durch die Gassen
und sucht seine Genossen zum Bunde.
Der finale Verrat hängt in den Glockenseilen
und wartet auf das Zeichen die Freiheit zu kidnappen.
Die verborgene Geburtsstunde des Ich in den Herzen Vieler.
© baH, 08.07.2018
erhöhen den Sender Flow -
weltmännische Präsenz bis an die Stammtische.
Nur, kann Expertenmeinung die Sorgen der Bürger
um den inneren Bestand des Gemeinwesens
vergessen machen?
Unüberhörbar gurgelt es in den Kanälen des Mainstream,
während explosives Gas die Regenrohre hinaufsteigt -
Brutus schleicht durch die Gassen
und sucht seine Genossen zum Bunde.
Der finale Verrat hängt in den Glockenseilen
und wartet auf das Zeichen die Freiheit zu kidnappen.
Die verborgene Geburtsstunde des Ich in den Herzen Vieler.
© baH, 08.07.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Vorstellungs-Balkone
Von den politischen Balkonen
pfeifen sie ihre Sichten hinaus
wie die Flüchtlingsfrage zu lösen sei.
In streitbarer Beharrlichkeit
streuen sie, Aufmerksamkeit erheischend
ihren Parteien Zwist in die Öffentlichkeit.
Um augenblicklicher Machteffekte willen
scheint jedes Täuschungsmanöver legitim.
Doch professionell herausgeputztes Polittheater,
im Verbund mit Nebelkanonen-Donner,
verdeckt die Nacktheit der Worte nur dürftig.
Längst regieren nicht mehr Politbarone,
sondern allein der schöne Schein.
© baH, 07.07.2018
pfeifen sie ihre Sichten hinaus
wie die Flüchtlingsfrage zu lösen sei.
In streitbarer Beharrlichkeit
streuen sie, Aufmerksamkeit erheischend
ihren Parteien Zwist in die Öffentlichkeit.
Um augenblicklicher Machteffekte willen
scheint jedes Täuschungsmanöver legitim.
Doch professionell herausgeputztes Polittheater,
im Verbund mit Nebelkanonen-Donner,
verdeckt die Nacktheit der Worte nur dürftig.
Längst regieren nicht mehr Politbarone,
sondern allein der schöne Schein.
© baH, 07.07.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Samstag, 30. Juni 2018
Fragment 4/2018
Bestimmungslos ruht das Erkenne Dich selbst in Dir, gleich einer Seeoberfläche unter der Windstille. Substanzlose Leere und doch zugleich allumfassende Fülle. Schwelle in Dir, bis Du bereit bist mit Dir ins Gespräch zu kommen.
Von diesem Tage an ist es nur eine Frage allein von Dir bestimmter Zeit bis Du Deine selbstgesetzten Grenz-Marker überschreitest und Erkennen und Erleben in Dir zum Geist-Erfahren, zum willensdynamischen Geist-Begegnen zusammenschliessen kannst.
Bernhard Albrecht
Von diesem Tage an ist es nur eine Frage allein von Dir bestimmter Zeit bis Du Deine selbstgesetzten Grenz-Marker überschreitest und Erkennen und Erleben in Dir zum Geist-Erfahren, zum willensdynamischen Geist-Begegnen zusammenschliessen kannst.
Bernhard Albrecht
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Besserwisser
Was will er mir schon sagen,
so die „leichte Denke;“
hat er doch keine Ahnung
von der Schwere meiner Aufgabe -
der idealistische Träumer.
Spricht es und im Schleudergang
geht es weiter,
getrieben von den Tagesereignissen in mir.
Doch das „Erkenne Dich selbst“
will Dir nichts sagen;
es wartet, wenn es sein muss
ein Leben lang, bis Du Auge in Auge
mit dem Du beginnst selbst mit Dir zu reden.
© baH, 30.06.2018
so die „leichte Denke;“
hat er doch keine Ahnung
von der Schwere meiner Aufgabe -
der idealistische Träumer.
Spricht es und im Schleudergang
geht es weiter,
getrieben von den Tagesereignissen in mir.
Doch das „Erkenne Dich selbst“
will Dir nichts sagen;
es wartet, wenn es sein muss
ein Leben lang, bis Du Auge in Auge
mit dem Du beginnst selbst mit Dir zu reden.
© baH, 30.06.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Freitag, 29. Juni 2018
Wegschauen
Mehr geübt als gedacht
wird dieses Wegschauen
angesichts des Offensichtlichen -
unangenehm ist es im Spiegel des Du
Dir in die eigenen Augen zu blicken.
Und doch gibt es keinen Ausweg
auf diese Weise sich selbst
immer tiefer zu begegnen.
Das Leben bringt es immer auf den Punkt
und fördert erfindungsreich
das Erwachen des Ich am Du,
auf dass Du seist der,
zu dem Du Dich von allem Anfang selbstbestimmt.
© baH, 29.06.2018
wird dieses Wegschauen
angesichts des Offensichtlichen -
unangenehm ist es im Spiegel des Du
Dir in die eigenen Augen zu blicken.
Und doch gibt es keinen Ausweg
auf diese Weise sich selbst
immer tiefer zu begegnen.
Das Leben bringt es immer auf den Punkt
und fördert erfindungsreich
das Erwachen des Ich am Du,
auf dass Du seist der,
zu dem Du Dich von allem Anfang selbstbestimmt.
© baH, 29.06.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Verharmlosen
Wie heisst es doch so schön:
Vergiss niemals das „Kleingedruckte“
mit einzubeziehen,
bevor Du Dein Vermeinen
zu diesem oder jenem verlautbarst.
Zwischen den Zeilen dessen
über das Du nachsinnst
liegt verborgen oft das Eigentliche
oder es lauert die Verführung,
die Dir ein Verharmlosen vorgaukelt.
Wo und wie auch immer,
Du kannst Dir nicht entfliehen;
Du bleibst dem Erwachen tributpflichtig.
© baH, 29.06.2018
Vergiss niemals das „Kleingedruckte“
mit einzubeziehen,
bevor Du Dein Vermeinen
zu diesem oder jenem verlautbarst.
Zwischen den Zeilen dessen
über das Du nachsinnst
liegt verborgen oft das Eigentliche
oder es lauert die Verführung,
die Dir ein Verharmlosen vorgaukelt.
Wo und wie auch immer,
Du kannst Dir nicht entfliehen;
Du bleibst dem Erwachen tributpflichtig.
© baH, 29.06.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Ohne Bedenken
Hau drauf, grab Dich ein
in den Hüllen Deines Ego,
hisse an allen Eckpunkten
Deines Lebens die Fahne -
„ich zuerst!“
Und Du wirst
Aufmerksamkeit erheischen;
hau also drauf.
Doch im Auge des Zeitgeistes
begegnest Du dabei,
immer nur Dir selbst.
Die Signatur des Lebens
„antwortet“ immer!
© baH, 29.06.2018
in den Hüllen Deines Ego,
hisse an allen Eckpunkten
Deines Lebens die Fahne -
„ich zuerst!“
Und Du wirst
Aufmerksamkeit erheischen;
hau also drauf.
Doch im Auge des Zeitgeistes
begegnest Du dabei,
immer nur Dir selbst.
Die Signatur des Lebens
„antwortet“ immer!
© baH, 29.06.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Unweigerlich
Du bist Dir selber gegenüber gestellt
mit einer jeden Gebärde,
die Du in die Welt trägst -
denn alles ist mit Allem verbunden.
Das Leben hat eine feine
und doch sehr bestimmte Art
zu antworten;
selbst mit noch so vielen Winkelzügen
kannst Du Dir also nicht entrinnen.
Am Ende bleibt immer die eine Frage:
bist Du der geworden,
zu dem du Dich selber bestimmt hast -
hast Du Deinen Lebensanteil verwirklicht?
© baH, 29.06.2018
mit einer jeden Gebärde,
die Du in die Welt trägst -
denn alles ist mit Allem verbunden.
Das Leben hat eine feine
und doch sehr bestimmte Art
zu antworten;
selbst mit noch so vielen Winkelzügen
kannst Du Dir also nicht entrinnen.
Am Ende bleibt immer die eine Frage:
bist Du der geworden,
zu dem du Dich selber bestimmt hast -
hast Du Deinen Lebensanteil verwirklicht?
© baH, 29.06.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Dienstag, 26. Juni 2018
Engführung
Der Atem stockt,
blockiert in einem Druck,
der den Brustraum verschliesst
und -
mit Angststürmen umwirbelt.
Die Zeit steht still.
Ein inneres Aufbäumen
der Bewegung
vor unsäglichem Widerstand.
Die Zeit steht still.
Kein Durchkommen
in den Armen des Endes -
Herzinfarkt.
© baH, 26.06.2018
blockiert in einem Druck,
der den Brustraum verschliesst
und -
mit Angststürmen umwirbelt.
Die Zeit steht still.
Ein inneres Aufbäumen
der Bewegung
vor unsäglichem Widerstand.
Die Zeit steht still.
Kein Durchkommen
in den Armen des Endes -
Herzinfarkt.
© baH, 26.06.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Blaulicht
Hellwach
in den Armen des Augenblicks,
Spritzen, Infusionsschläuche -
umsichtige, erschütterungsfreie Griffe,
leise beruhigende Worte.
Das Leben wechselt
in ein anderes Zeitmass
und öffnet in gedehnter Zeit
das Tor -
entschleiert die Ewigkeit.
Ergebenheit
hüllt Dich ein
im Atem der Rückkehr zu Dir.
© baH, 26.06.2018
in den Armen des Augenblicks,
Spritzen, Infusionsschläuche -
umsichtige, erschütterungsfreie Griffe,
leise beruhigende Worte.
Das Leben wechselt
in ein anderes Zeitmass
und öffnet in gedehnter Zeit
das Tor -
entschleiert die Ewigkeit.
Ergebenheit
hüllt Dich ein
im Atem der Rückkehr zu Dir.
© baH, 26.06.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Botschaft
Milde -
denn Du bist bereit,
Du Wächter an der Schwelle.
Das mächtige Gebirge -
eine Illusion
der Vorstellung.
Aus der Zeitlosigkeit
verdichteten Augenblicks
gebiert sich
der In-Sprung im Jetzt.
Das Wagnis -
sieh, es lächelt!
© baH, 26.06.2018
denn Du bist bereit,
Du Wächter an der Schwelle.
Das mächtige Gebirge -
eine Illusion
der Vorstellung.
Aus der Zeitlosigkeit
verdichteten Augenblicks
gebiert sich
der In-Sprung im Jetzt.
Das Wagnis -
sieh, es lächelt!
© baH, 26.06.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Freitag, 8. Juni 2018
Fragment 3/2018
Es ist das leise gegen die Beine treten, das Kommunikationen heute nicht selten so nachhaltig vergiften kann, dass am Ende verborgen unachtsame eigene Wahrnehmung nur Mauern spürt, die ohne auch nur den geringsten Zweifel als vom Anderen errichtet angesehen werden. - Der Knüppel springt aus dem Sack - und Verblendung wird manifest.
Nur, ist es näher betrachtet wirklich so, dass der Andere die Mauern errichtet hat. Sehe … ich … doch diese Mauern, bin demnach also verantwortlich, dass sie dort auch stehen, wo ich sie vermeintlich sehe. Aber ob sie sich dort auch tatsächlich befinden, die Mauern, dieser Frage wird in derartigen Situationen gerne ausgewichen. Und so bekommt der Knüppel aus dem Sack wirbelnde Kraft. Und verwüstet nicht selten blühende Felder nunmehr zurückweichender Zeiten, als seien diese nie gewesen.
Unterschwellige Streitbarkeit stellt sich aktiv fragendem Interesse in den Weg und klammheimlich durch Hintertüren „über Mauern“ gesprungene Illusionen verbarrikadieren weitere Neuland Einblicke. Versäumte Fragen im Niemandsland.
© Bernhard Albrecht, 08.06.2018
Nur, ist es näher betrachtet wirklich so, dass der Andere die Mauern errichtet hat. Sehe … ich … doch diese Mauern, bin demnach also verantwortlich, dass sie dort auch stehen, wo ich sie vermeintlich sehe. Aber ob sie sich dort auch tatsächlich befinden, die Mauern, dieser Frage wird in derartigen Situationen gerne ausgewichen. Und so bekommt der Knüppel aus dem Sack wirbelnde Kraft. Und verwüstet nicht selten blühende Felder nunmehr zurückweichender Zeiten, als seien diese nie gewesen.
Unterschwellige Streitbarkeit stellt sich aktiv fragendem Interesse in den Weg und klammheimlich durch Hintertüren „über Mauern“ gesprungene Illusionen verbarrikadieren weitere Neuland Einblicke. Versäumte Fragen im Niemandsland.
© Bernhard Albrecht, 08.06.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Montag, 28. Mai 2018
Oh doch
Stimme dich ein auf die Dunkelheiten dieser Welt,
empfinde ihre wirkende Kraft in Dir -
ohne Dich in ihnen zu verhaken.
Erlebe sie, lass berühren Dich von ihnen
und Du kannst öffnen jene Kapsel,
die den goldenen Licht-Löwenzahn
Deines Herzens entbindet -
freisetzt in ihm die Samenkraft Deines Ich.
Tausend Lichtarme fluten so das Chaos dieser Welt,
geben den Dunkelheiten dieser Welt
eine neue Ausrichtung,
indem sie der Bosheit Heilwirkung beimischen
durch die Bewegung der Stille - gebündelt im Ich.
© baH, 28.05.2018
Aus aktuellem Anlass eine Antwort
auf das Gedicht „Lauffeuer“ von Barbara Hauser
https://wege-der-befreiung.blogspot.ch/2013/04/gesprach-unter-autoren-1.html
empfinde ihre wirkende Kraft in Dir -
ohne Dich in ihnen zu verhaken.
Erlebe sie, lass berühren Dich von ihnen
und Du kannst öffnen jene Kapsel,
die den goldenen Licht-Löwenzahn
Deines Herzens entbindet -
freisetzt in ihm die Samenkraft Deines Ich.
Tausend Lichtarme fluten so das Chaos dieser Welt,
geben den Dunkelheiten dieser Welt
eine neue Ausrichtung,
indem sie der Bosheit Heilwirkung beimischen
durch die Bewegung der Stille - gebündelt im Ich.
© baH, 28.05.2018
Aus aktuellem Anlass eine Antwort
auf das Gedicht „Lauffeuer“ von Barbara Hauser
https://wege-der-befreiung.blogspot.ch/2013/04/gesprach-unter-autoren-1.html
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Sonntag, 27. Mai 2018
Fragment 2/2018
Die dynamischen Flächen-Strömungen anzuschauender Resonanzgeschehnisse bergen in ihren sich spiegelnden Tiefen-Schichtungen zu Erreichendes von Zeiten übergreifender Bedeutung. Zwischen Ich und Du wölbt sich hier eine Schwelle in Bewegung, die allen Mut sie zu überschreiten einfordert. Der so bezeichnete dynamische Schwellen-Ort kennt kein Vorher und Nachher, denn andernfalls gibt es kein Erfahren des Überschreiten.
Erfahren wird nämlich erst dann zu einer tatsächlich inneren Befindlichkeit, sofern sie aus der Bewegung heraus und im erlebenden Einsitz Nehmen in der Bewegung geschieht. Erfahrung ohne diese Bewegung ist Illusion, ist Vorstellung von etwas, das so nicht existiert.
Ein Denken ohne ein so geartetes inneres Erfahren ist abstrakt, wandert durch Denkräume ohne den Geist, der in seinen Abstraktionen gleichsam erstorben ist, auch nur entfernt berührt zu haben. Der Wille des Menschen im Zustand der Erschlaffung - jenseits der Möglichkeit schöpferischer Wirkensmacht.
Brauchen die Weltverhältnisse heute diese Kraft aber nicht mehr als alles Andere? - Die Fähigkeit und Bereitschaft bis auf den Grund hin alles um- und neu zu denken?
Und: Kann Verantwortlichkeit heute noch in irgend einer Weise auf wen auch immer hin abgeschoben oder delegiert werden? Oder geht es nicht darum von individuellen Kleinräumen bis in grossflächige gesellschaftliche Zusammenhänge hinein Verantwortung zu ergreifen - über die Hürde hinaus, "was soll das schon bringen oder was geht mich das schon an?"
Erfahren wird nämlich erst dann zu einer tatsächlich inneren Befindlichkeit, sofern sie aus der Bewegung heraus und im erlebenden Einsitz Nehmen in der Bewegung geschieht. Erfahrung ohne diese Bewegung ist Illusion, ist Vorstellung von etwas, das so nicht existiert.
Ein Denken ohne ein so geartetes inneres Erfahren ist abstrakt, wandert durch Denkräume ohne den Geist, der in seinen Abstraktionen gleichsam erstorben ist, auch nur entfernt berührt zu haben. Der Wille des Menschen im Zustand der Erschlaffung - jenseits der Möglichkeit schöpferischer Wirkensmacht.
Brauchen die Weltverhältnisse heute diese Kraft aber nicht mehr als alles Andere? - Die Fähigkeit und Bereitschaft bis auf den Grund hin alles um- und neu zu denken?
Und: Kann Verantwortlichkeit heute noch in irgend einer Weise auf wen auch immer hin abgeschoben oder delegiert werden? Oder geht es nicht darum von individuellen Kleinräumen bis in grossflächige gesellschaftliche Zusammenhänge hinein Verantwortung zu ergreifen - über die Hürde hinaus, "was soll das schon bringen oder was geht mich das schon an?"
© Bernhard Albrecht, 27.05.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Mittwoch, 23. Mai 2018
Projektion
Mit dem Eifer des Gutmenschen -
malst Du um Dich, unmerklich
ein Kleid voller Poesie,
anmutig in Klang und Farbe.
Wie durch mehrfach geschliffenes Glas
erblickt Dein inneres Auge,
betört von leise vor sich hin plätschernden
Stimmen der eigenen Poesie
Menschen, fraglos in ihren Seelenfarben.
Was Du nicht siehst sind -
die Schatten, die diese Bilder flüsternd
mit einem Flor der Trauer umhüllen.
Du selbst bist die Projektion.
© baH, 23.05.2018
Worte eines Dialogs mit einem Menschen in der Ferne
malst Du um Dich, unmerklich
ein Kleid voller Poesie,
anmutig in Klang und Farbe.
Wie durch mehrfach geschliffenes Glas
erblickt Dein inneres Auge,
betört von leise vor sich hin plätschernden
Stimmen der eigenen Poesie
Menschen, fraglos in ihren Seelenfarben.
Was Du nicht siehst sind -
die Schatten, die diese Bilder flüsternd
mit einem Flor der Trauer umhüllen.
Du selbst bist die Projektion.
© baH, 23.05.2018
Worte eines Dialogs mit einem Menschen in der Ferne
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Sonntag, 20. Mai 2018
Nichts ...
Nichts ist, wo ich Ansprüchen erlaube
mir sich in den Weg zu stellen,
denn über das Nacheinander meiner Weggebärden
hat niemand anderer zu entscheiden als ich.
Nichts ist, wo ein Anspruch zum Mass erhoben wird,
der Andere einbindet in verengte Richtigkeit
anstatt eigene Horizonte zu überschreiten.
Nichts ist …
Nichts ist, wo im sich selber aufgezwungenen Erwarten
der Himmel sich in Mutmassungen verdunkelt
und die Stunde der Selbstermächtigung
vorüberziehen lässt.
Nichts ist, wo Liebe nicht ausgesät.
© baH, 20.05.2018
mir sich in den Weg zu stellen,
denn über das Nacheinander meiner Weggebärden
hat niemand anderer zu entscheiden als ich.
Nichts ist, wo ein Anspruch zum Mass erhoben wird,
der Andere einbindet in verengte Richtigkeit
anstatt eigene Horizonte zu überschreiten.
Nichts ist …
Nichts ist, wo im sich selber aufgezwungenen Erwarten
der Himmel sich in Mutmassungen verdunkelt
und die Stunde der Selbstermächtigung
vorüberziehen lässt.
Nichts ist, wo Liebe nicht ausgesät.
© baH, 20.05.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Ansprüche
Auf rosa Bettdecken gären sie vor sich hin,
die vermeintlichen Ansprüche,
die „der Andere“ mir gegenüber einzulösen hat.
Mit einer inneren Selbstverständlichkeit vorgetragen
sind sie nichts als Sperrriegel
einer Wirklichkeit, die ihr sich Verwirklichen
nicht ergreift.
Sind sie die Illusion eines Wolkengebildes
das zu viel der Kraft für sich behält,
anstatt sie dem Mitmenschen zukommen zu lassen.
Ansprüche lassen erblinden,
wo die Liebe erblühen will
im einander grenzenlos zugewandten Dienen.
© baH, 20.05.2018
die vermeintlichen Ansprüche,
die „der Andere“ mir gegenüber einzulösen hat.
Mit einer inneren Selbstverständlichkeit vorgetragen
sind sie nichts als Sperrriegel
einer Wirklichkeit, die ihr sich Verwirklichen
nicht ergreift.
Sind sie die Illusion eines Wolkengebildes
das zu viel der Kraft für sich behält,
anstatt sie dem Mitmenschen zukommen zu lassen.
Ansprüche lassen erblinden,
wo die Liebe erblühen will
im einander grenzenlos zugewandten Dienen.
© baH, 20.05.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Wissen wir ... ?
Wissen wir, was in dem Menschen
nahe oder fern von mir vorgeht,
wissen wir wirklich um sein Erleben?
Oder wölbt sich nur unser Kropf
und spuckt unmerklich Vorurteile aus,
wo Besinnung
ein mehr an Menschlichkeit
hervortreten lassen könnte?
Menschlichkeit, an Stelle von
in Kloaken Kanälen vor sich hin blubbernde,
in rosa Anständigkeit verpackte Klarheit.
Menschlichkeit,
nichts als konkrete Menschlichkeit.
© baH, 20.05.2018
nahe oder fern von mir vorgeht,
wissen wir wirklich um sein Erleben?
Oder wölbt sich nur unser Kropf
und spuckt unmerklich Vorurteile aus,
wo Besinnung
ein mehr an Menschlichkeit
hervortreten lassen könnte?
Menschlichkeit, an Stelle von
in Kloaken Kanälen vor sich hin blubbernde,
in rosa Anständigkeit verpackte Klarheit.
Menschlichkeit,
nichts als konkrete Menschlichkeit.
© baH, 20.05.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Keine Zeit
Wie wabert doch dies Wort
so manches Mal, offen
oder verborgen Unheil stiftend
durch Raum und Zeit -
vermeintliche Eindeutigkeiten
hinter sich her schleifend.
Klar scheint in vielerlei Hinsicht
seine Bedeutung,
nur dies nicht …
Sie ruft mich zur Initiative
Dualitäten aufzulösen,
im über mich hinaus schreitenden Interesse
schöpferisch die Liebe zu bezeugen.
© baH, 20.05.2018
so manches Mal, offen
oder verborgen Unheil stiftend
durch Raum und Zeit -
vermeintliche Eindeutigkeiten
hinter sich her schleifend.
Klar scheint in vielerlei Hinsicht
seine Bedeutung,
nur dies nicht …
Sie ruft mich zur Initiative
Dualitäten aufzulösen,
im über mich hinaus schreitenden Interesse
schöpferisch die Liebe zu bezeugen.
© baH, 20.05.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Montag, 14. Mai 2018
Das Leben ...
Das Leben vergisst nichts
und N i e m a n d e n .
In steter Wiederkehr
schaut es Dir über die Schulter
oder schiebt Deine Füsse
dorthin, wo Du nicht hin willst,
aber jetzt … hingehörst.
Es legt Dir Steine in den Weg,
die auch nur anzuheben
Dir unmöglich erscheinen -
und doch federleicht sich erweisen,
wenn du den Mut fasst es zu tun.
Nichts ist auf den ersten Blick wie es erscheint.
© baH, 14.05.2018
und N i e m a n d e n .
In steter Wiederkehr
schaut es Dir über die Schulter
oder schiebt Deine Füsse
dorthin, wo Du nicht hin willst,
aber jetzt … hingehörst.
Es legt Dir Steine in den Weg,
die auch nur anzuheben
Dir unmöglich erscheinen -
und doch federleicht sich erweisen,
wenn du den Mut fasst es zu tun.
Nichts ist auf den ersten Blick wie es erscheint.
© baH, 14.05.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Hörst und siehst Du es ... ?
Verborgen reicht Dir …
das Leben seine Hand,
hilft Dir mit leisen Ermutigungen
über Schwellen,
löst die Kernkraft Deines Wesens
zum freien Flug -
Fliessendes Leben im Fluss des Lebens.
© baH, 14.05.2018
das Leben seine Hand,
hilft Dir mit leisen Ermutigungen
über Schwellen,
löst die Kernkraft Deines Wesens
zum freien Flug -
Fliessendes Leben im Fluss des Lebens.
© baH, 14.05.2018
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
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