Wer die Verzweiflung nicht kennt,
die Erfahrung der Verlorenheit,
das Toben innerer Sturmfluten
nicht verspürt hat;
wem die sichere Landnahme
sich nicht entzog,
wenn die Ankerketten sich schon abrollten,
der weiss nicht, von was er spricht,
wenn er „Ich“ sagt!
Ich -
Du Hort der grossen Stille,
Du Quellpunkt
unendlicher schöpferischer Kraft -
Du trittst in Deine Wirklichkeit ein,
wenn Du
im Fürchten
die Furchtlosigkeit gelernt hast.
Ich -
Du Wagenlenker
auf den Wegen
in die Mitte Deines Wirklichkeitsgewinns.
© Bernhard Albrecht, 30.12.2012
Seiner Berufung wird ein literarisch arbeitender Mensch dann gerecht, wenn er durch sein Wortschaffen Wege der Entwicklung für den Menschen eröffnet. Das Wort D-ich-tung spricht es deutlich aus. Es geht um das Ich, um einen Weg der Authentizität in Bezug auf das eigene dichterische Tun. Diesen Weg zeichnete einst schon Aristoteles in seiner Poetik vor. Aus geistesgegenwärtiger Präsenz im Gespräch unter Autoren diesen Weg erneut frei zu legen, dazu will dieser Blog ein Forum sein.
Sonntag, 30. Dezember 2012
Einmitten

Dienstag, 25. Dezember 2012
Bethlehem
Wanderer Du,
der Du unterwegs
von Nord nach Süd,
von Ost nach West,
folgend dem inneren Ruf
Dich einzufinden im Haus Deiner Geburt,
um Dich mit „Deinem“ Namen einzutragen
in das Buch des Lebens!
Wanderer -
Du selbst bist es,
der Dir die Herberge verweigert,
bis Du in windschiefer Hütte,
frei von allen Anhaftungen -
mutig
Deiner Geburt ins Auge blickst.
Wanderer Du,
aus Dir will hervortreten
das Licht der Welt,
um durch Dich
ins Leben zu treten -
selbstverantwortlich
in der Quellkraft Deines Ich.
© baH, 25.12.2012
der Du unterwegs
von Nord nach Süd,
von Ost nach West,
folgend dem inneren Ruf
Dich einzufinden im Haus Deiner Geburt,
um Dich mit „Deinem“ Namen einzutragen
in das Buch des Lebens!
Wanderer -
Du selbst bist es,
der Dir die Herberge verweigert,
bis Du in windschiefer Hütte,
frei von allen Anhaftungen -
mutig
Deiner Geburt ins Auge blickst.
Wanderer Du,
aus Dir will hervortreten
das Licht der Welt,
um durch Dich
ins Leben zu treten -
selbstverantwortlich
in der Quellkraft Deines Ich.
© baH, 25.12.2012

Sonntag, 16. Dezember 2012
Umkehr
Freiheit ist ein Erleben des Ich
ist kein Ziel einer fernen Zukunft -
Freiheit ist jetzt oder nie!
Freiheit bedarf des Schattens,
der Dunkelheit, auch der Verzweiflung,
bis sie sich gebären kann -
verhüllt sich hinter Flucht und Illusion,
bis der Mensch begreift,
dass ihr Same sich entfaltet
nur soweit,
wie zum Erleben seiner selbst
das Ich gelangen kann.
Freiheit ist die Kernkraft des Ich!
© Bernhard Albrecht, 11.12.2012
ist kein Ziel einer fernen Zukunft -
Freiheit ist jetzt oder nie!
Freiheit bedarf des Schattens,
der Dunkelheit, auch der Verzweiflung,
bis sie sich gebären kann -
verhüllt sich hinter Flucht und Illusion,
bis der Mensch begreift,
dass ihr Same sich entfaltet
nur soweit,
wie zum Erleben seiner selbst
das Ich gelangen kann.
Freiheit ist die Kernkraft des Ich!
© Bernhard Albrecht, 11.12.2012

Inwärts
In Dir liegt es,
dies sagenhafte Land,
Shambala genannt,
in Dir.
Keine Sehnsucht
kann es erreichen,
kein Zurück
die Schleier heben,
die es verbergen.
Die Stille?
Auch sie kann Dir
die Schlüssel nicht reichen,
die das Tor zu diesem Land
erneut Dir öffnen,
solange Du
als Fluchtburg sie missbrauchst.
Weisheitsvoll
bleibt nach dem Rat der Götter
der Weg dorthin verhüllt,
bis dass der Mensch -
erwacht zur Freiheit,
den Zugang findet durch das Ich.
© Bernhard Albrecht, 11.12.2012
dies sagenhafte Land,
Shambala genannt,
in Dir.
Keine Sehnsucht
kann es erreichen,
kein Zurück
die Schleier heben,
die es verbergen.
Die Stille?
Auch sie kann Dir
die Schlüssel nicht reichen,
die das Tor zu diesem Land
erneut Dir öffnen,
solange Du
als Fluchtburg sie missbrauchst.
Weisheitsvoll
bleibt nach dem Rat der Götter
der Weg dorthin verhüllt,
bis dass der Mensch -
erwacht zur Freiheit,
den Zugang findet durch das Ich.
© Bernhard Albrecht, 11.12.2012

Montag, 10. Dezember 2012
Entscheidung
Schau nicht zurück,
sobald Du den Weg
nondualen Seins betrittst,
schau nicht zurück -
Der Weg des Ich
kennt nur eine Schwäche,
wankelmütig zu werden
im Jetzt.
© Bernhard Albrecht, 08.12.2012
sobald Du den Weg
nondualen Seins betrittst,
schau nicht zurück -
Der Weg des Ich
kennt nur eine Schwäche,
wankelmütig zu werden
im Jetzt.
© Bernhard Albrecht, 08.12.2012

Augenhöhe
Bin ich -
Dich
sehend im Augenblick,
Dich
durch Dein Worten hörend,
in Tat und Kraft
auf Augenhöhe mit Dir -
Bin ich das?
Bin ich -
in Augenhöhe zu mir?
Im Forschen nach innen -
im Zurücktreten vor mir selbst
finde ich,
mich betrachtend
gleich einem Fremden,
Antwort -
denn langsam
wachse ich hinein
in die innere Horizontale der Gelassenheit,
die innere Vertikale der Standfestigkeit.
Im Forschen nach innen
spricht es
aus mir
zu mir,
denn ich kehre
als der verlorene Sohn heim,
empfange und erfahre
die Kraft meines Geburtsrechts
der zu sein,
der ich von je her war,
befreit von den Schleiern der Illusion -
nondual
im Ich Bin.
© Bernhard Albrecht, 08.12.2012
Dich
sehend im Augenblick,
Dich
durch Dein Worten hörend,
in Tat und Kraft
auf Augenhöhe mit Dir -
Bin ich das?
Bin ich -
in Augenhöhe zu mir?
Im Forschen nach innen -
im Zurücktreten vor mir selbst
finde ich,
mich betrachtend
gleich einem Fremden,
Antwort -
denn langsam
wachse ich hinein
in die innere Horizontale der Gelassenheit,
die innere Vertikale der Standfestigkeit.
Im Forschen nach innen
spricht es
aus mir
zu mir,
denn ich kehre
als der verlorene Sohn heim,
empfange und erfahre
die Kraft meines Geburtsrechts
der zu sein,
der ich von je her war,
befreit von den Schleiern der Illusion -
nondual
im Ich Bin.
© Bernhard Albrecht, 08.12.2012

Einfach
Worte sind immer einfach,
lässt Du sie zu Dir sprechen,
als das, was sie sind -
eine Verdichtung des Geistes
allein für Dich.
Verstörend wirken sie,
wo Unmittelbarkeit im Erleben
ihnen vorenthalten wird,
ein Hauch von Deutungen
sie vernebelt
noch ehe sie sich
in ihrer tieferen Lichtgestalt
enthüllen durften.
Worte sind Tore,
zu Dir -
zum Geist der Wesen,
deren Lichtkleider sie tragen;
Worte sind die Weggefährten
Deiner Reise
hin zu Dir selbst,
sind Leuchtspuren
des Ich Bin.
© Bernhard Albrecht, 08.12.2012
lässt Du sie zu Dir sprechen,
als das, was sie sind -
eine Verdichtung des Geistes
allein für Dich.
Verstörend wirken sie,
wo Unmittelbarkeit im Erleben
ihnen vorenthalten wird,
ein Hauch von Deutungen
sie vernebelt
noch ehe sie sich
in ihrer tieferen Lichtgestalt
enthüllen durften.
Worte sind Tore,
zu Dir -
zum Geist der Wesen,
deren Lichtkleider sie tragen;
Worte sind die Weggefährten
Deiner Reise
hin zu Dir selbst,
sind Leuchtspuren
des Ich Bin.
© Bernhard Albrecht, 08.12.2012

Selbsterweckung
Wer Wagnisse noch scheut,
der ist nicht bereit
nondual
dem Leben zu begegnen,
ihm immer wieder neu
ein Ja einzuprägen,
der ist nicht bereit
voll auf die Kraft zu setzen,
die im Ich schlummert,
bis es in der Selbsterweckung stark wird.
© Bernhard Albrecht, 07.12.2012
der ist nicht bereit
nondual
dem Leben zu begegnen,
ihm immer wieder neu
ein Ja einzuprägen,
der ist nicht bereit
voll auf die Kraft zu setzen,
die im Ich schlummert,
bis es in der Selbsterweckung stark wird.
© Bernhard Albrecht, 07.12.2012

Grenzstein
Leichthin
scheinen Worte dahin gesagt
die in die Tiefe Deiner Qual
ein „Stop“ rufen,
leichthin -
Ohne Empfinden für den Schmerz
der immer wieder neu
auflodert in Dir,
nicht ablassen will Dich zu quälen,
leichthin -
Kühn scheint die Frage:
Was quält Dich,
wenn doch alles um Dich,
in Dir dunkel zu sein scheint?
Ohne Respekt kühn -
Du kannst nicht loslassen,
nicht respektieren die Wege des Lebens,
die eine andere Richtung nehmen,
als die von Dir erwartete,
bist nicht bereit den selbst gesetzten
Grenzstein hinter Dir zu lassen
für einen neuen Schritt der Ich-Geburt!
© Bernhard Albrecht, 06.12.2012
scheinen Worte dahin gesagt
die in die Tiefe Deiner Qual
ein „Stop“ rufen,
leichthin -
Ohne Empfinden für den Schmerz
der immer wieder neu
auflodert in Dir,
nicht ablassen will Dich zu quälen,
leichthin -
Kühn scheint die Frage:
Was quält Dich,
wenn doch alles um Dich,
in Dir dunkel zu sein scheint?
Ohne Respekt kühn -
Du kannst nicht loslassen,
nicht respektieren die Wege des Lebens,
die eine andere Richtung nehmen,
als die von Dir erwartete,
bist nicht bereit den selbst gesetzten
Grenzstein hinter Dir zu lassen
für einen neuen Schritt der Ich-Geburt!
© Bernhard Albrecht, 06.12.2012

Spiegel
Du siehst Dich
im Lichte Deiner Taten -
zurücktretend
in der Spur der Worte,
die gleich Seifenblasen zerplatzen,
wo sie vom Grund her nicht auferstanden
in ihre volle Kraft.
Du siehst Dich
in der Saat Seiner Worte,
die ruhen in der Mitternacht der Stille,
bis Freiheitsmut
ins Leben sie erweckt
in der Gegenwart des Ich!
© Bernhard Albrecht, 03.12.2012
im Lichte Deiner Taten -
zurücktretend
in der Spur der Worte,
die gleich Seifenblasen zerplatzen,
wo sie vom Grund her nicht auferstanden
in ihre volle Kraft.
Du siehst Dich
in der Saat Seiner Worte,
die ruhen in der Mitternacht der Stille,
bis Freiheitsmut
ins Leben sie erweckt
in der Gegenwart des Ich!
© Bernhard Albrecht, 03.12.2012

Kniefall
War es nicht so -
den Kniefall forderten sie ein,
die hohen Herren,
als letztes Mittel
ihre Macht zu bekunden
und nannten es
Ermahnung zur Demut,
war es nicht von jeher so?
Masse Dir nicht an
zu wissen, was nicht zu wissen ist;
gotteslästerlich handelt,
wer die Barrieren unserer Macht missachtet,
uns die Stirn bietet
und unsere alleinige Stellvertretung Gottes
aus Selbsterkenntnis in Frage stellt!
Mit einfachen Worten sprachen sie,
Sprachlosigkeit nach sich ziehend
und den ultimativen Kniefall
selbst der Mächtigsten -
als Waffe in Händen,
wohl verpackt hinter sanften Worten
die janusköpfige Angst -
war es nicht so?
So hielten sie verschlossen
den Zugang zur Quelle des Geistes,
die einzigartige Erfahrung des Ich ausschliessend,
das seine Kraft allein entfaltet
aus dem Kniefall vor der eigenen Selbsterkenntnis
und Rechenschaft Niemandem schuldet -
als sich allein!
© Bernhard Albrecht, 01.12.2012
den Kniefall forderten sie ein,
die hohen Herren,
als letztes Mittel
ihre Macht zu bekunden
und nannten es
Ermahnung zur Demut,
war es nicht von jeher so?
Masse Dir nicht an
zu wissen, was nicht zu wissen ist;
gotteslästerlich handelt,
wer die Barrieren unserer Macht missachtet,
uns die Stirn bietet
und unsere alleinige Stellvertretung Gottes
aus Selbsterkenntnis in Frage stellt!
Mit einfachen Worten sprachen sie,
Sprachlosigkeit nach sich ziehend
und den ultimativen Kniefall
selbst der Mächtigsten -
als Waffe in Händen,
wohl verpackt hinter sanften Worten
die janusköpfige Angst -
war es nicht so?
So hielten sie verschlossen
den Zugang zur Quelle des Geistes,
die einzigartige Erfahrung des Ich ausschliessend,
das seine Kraft allein entfaltet
aus dem Kniefall vor der eigenen Selbsterkenntnis
und Rechenschaft Niemandem schuldet -
als sich allein!
© Bernhard Albrecht, 01.12.2012

Montag, 26. November 2012
Im Gespräch
Kommentargedichte zu dem Eintrag "Poetik der Bewegung" von Angel Maria Perezano,
http://www. lebensmelodie. wordpress.com
Flug
Zwei Bäume,
ein Intervall,
ein Sprung.
In Bewegung
über den Abgrund hinweg,
lebt und erschafft sich das Ich.
Der Geist ein Nichts,
wenn das Ich
sich nicht berühren lässt.
Das Nichts - Tor des Todes,
der Tod - Tor zum Leben.
Deine Entscheidung,
Deine Freiheit!
© Bernhard Albrecht, 22.11.2012
Singende Zweige
Du Baum Du,
umhüllt von Luft,
sanft wattiert im Nebel -
in ferner Zeit
wird Dein Sein
Teil meiner Kraft,
werde ich
voll bewusst stehen
in der Schöpferkraft meines Ich,
im Fliessen gewurzelt.
Du Baum -
noch stehst Du
als ein Gegenüber,
belebend die Erinnerung
an die unendliche Kraft
werdenden Seins in Bewegung,
Du Baum, Wächter mir.
Du Türsteher Baum
zeigst mir in Deiner
auf Intervallen gegründeten Zeitgestalt
nondual in Bewegung den Weg zum Ich -
2012 - Welt Ende - Zeiten Anfang.
© Bernhard Albrecht, 26.11.2012
http://www. lebensmelodie. wordpress.com
Flug
Zwei Bäume,
ein Intervall,
ein Sprung.
In Bewegung
über den Abgrund hinweg,
lebt und erschafft sich das Ich.
Der Geist ein Nichts,
wenn das Ich
sich nicht berühren lässt.
Das Nichts - Tor des Todes,
der Tod - Tor zum Leben.
Deine Entscheidung,
Deine Freiheit!
© Bernhard Albrecht, 22.11.2012
Singende Zweige
Du Baum Du,
umhüllt von Luft,
sanft wattiert im Nebel -
in ferner Zeit
wird Dein Sein
Teil meiner Kraft,
werde ich
voll bewusst stehen
in der Schöpferkraft meines Ich,
im Fliessen gewurzelt.
Du Baum -
noch stehst Du
als ein Gegenüber,
belebend die Erinnerung
an die unendliche Kraft
werdenden Seins in Bewegung,
Du Baum, Wächter mir.
Du Türsteher Baum
zeigst mir in Deiner
auf Intervallen gegründeten Zeitgestalt
nondual in Bewegung den Weg zum Ich -
2012 - Welt Ende - Zeiten Anfang.
© Bernhard Albrecht, 26.11.2012

Leise Erinnerung
Schlafende Anteile des Ich,
Mal eben so -
nicht vor dem inneren Blick,
sind sie nicht die Würze
eigener Möglichkeiten
innerhalb vieler Entwicklungslinien,
sind sie nicht Aufforderung
sich der eigenen Wesenstiefe
immer wieder neu zuzuwenden,
eigene Freiheit zu häuten?
Schlafende Anteile des Ich -
die bessere Hälfte von Dir,
denn in ihnen wirkt Leben,
das zur Geburt drängt.
Schlafende Anteile des Ich,
nicht immer
begegnest Du ihnen freundlich,
denn sie melden sich hartnäckig
im Rausch vermeintlicher Vollendung,
läuten unangemeldet an Deiner Tür.
Schlafende Anteile des Ich -
Wächter und Erwecker Deiner Freiheitswege!
© Bernhard Albrecht, 26.11.2012

Donnerstag, 22. November 2012
Erhobener Zeigefinger
Leise erhebt er sich
mit der erhobenen Hand,
so leise,
dass ...
niemand es zu merken scheint.
Überall dort,
wo ein schlafend Ich
dem Du die Augenhöhe verweigert -
seine Würde missachtet,
da wird dieser Finger
zum Wasserträger von Mächten
gegen die Freiheit im Ich.
Da wendest Du
Deinen inneren Blick ab von dem,
was allein aus Deiner Herzensmitte -
entsteht,
Du entblösst Dich Deiner Verantwortung
zur Selbstermächtigung,
die nur Du
aus dem Quellgrund Deines Ich
erwirken kannst.
Nur D U ...
© Bernhard Albrecht, 22.11.2012
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Augenhöhe,
Herzensmitte,
Ich,
Reflexionen,
Selbstermächtigung

Montag, 19. November 2012
Unscheinbare Spur
Tages Blüten,
aufgeblasen
vom schnellen Trieb,
nur Stunden
leuchten sie im Gezweig.
Nicht so die Blüten der Nacht!
Ihr durchsonntes Läuten,
in der Stille
tiefer Besonnenheit gereift,
klingt leise -
und mächtig zugleich,
selbst dann noch,
wenn im Aussen
der Sinn für die Tiefe
des Wortes -
verloren.
Im Herzen tief
singt es
durch Zeit und Ewigkeit
und formt an den Kräften
im Hier und Jetzt
einer neuen Zeit.
© Bernhard Albrecht, 19.11.2012
Kommentargedicht
zu unten stehendem Gedicht vom 18.11.2012
von Barbara Hauser:
http://www.ikebana.wordpress.com
schwerelos
umfließt die Stille
Wortblumen
bündelt sie erneut
im weiten Raum
deine Worte -
meine
© Barbara Hauser
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Besonnenheit,
Lyrik,
Tiefe,
Zeit und Ewigkeit

Mittwoch, 14. November 2012
Mitten hindurch
Zurücklassend alle Bedenken,
stellst Du Dich hinein
in den Fluss der Bewegungen,
die von den Horizonten
tief miterlebten Interesses
an Dich herantreten,
Dich berühren und durchdringen,
betrittst Du
den Kreis der Kraft,
der Dich in Dein Schöpfertum führt.
Vor und in Dir eine Aussicht,
die weite Wege
sichtbar werden lässt,
im gleichen Atemzug jedoch
alles Zaudern in Dir umstülpt
in ein mutiges Vorwärts
und in sich gefasster innerer Ruhe
Dich vorwärts gehen lässt,
hin auf ein Nächstes,
das zu tun ist.
So folgst Du Deiner Spur
im Ich - „mitten hindurch.“
© Bernhard Albrecht, 14.11.2012
Pia Bossi zugeeignet
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Bewegung,
Interesse,
Kreis der Kraft,
Reflexionen,
Spur

Montag, 12. November 2012
Atem des Lebens
Stille -
Du geheimnisvoll Verschleierte
zwischen den Worten,
dem Lauschenden
Tor zur Anderwelt.
Stille -
Du leise aufflammender Lichtfunken
in den Lichtbändern
zwischen den Worten.
Stille -
im Licht
Deiner Quelle
finden Heilung
die geschändeten Kräfte des Seins.
Stille -
in Deiner Mitte
vereinen sich
die beiden Pole des Lebens
zu schöpferischem Tun
in der Selbstermächtigung durch das Ich.
Stille -
Du Atem des Lebens.
© Bernhard Albrecht, 11.11.2012
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Gericht,
Gespräche mit anderen Autoren,
Lyrik,
Pole des Lebens,
Stille,
Tor

Freitag, 9. November 2012
Das Es
Nur wir sind es,
die sich dem lebendigen Leben
entziehen,
nur wir können dies tun,
tun es immer wieder.
Nur wir meinen
Tag lang immer wieder,
Es tut mit uns.
Welch ein Widersinn!
Denn wir allein
haben es in der Hand
Leben lebendig zu erschaffen
im Ich.
© Bernhard Albrecht, 09.11.2012
Bruni Kantz zugeeignet
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Ich,
Leben,
Widersinn

Melodie
Im Tanz der Intervalle,
die Dein Sinnen
durchdringen,
in der Stille vieler
kleiner Augen - Aufschläge
im geschäftigen Treiben
des A l l t a g s
in und um Dich herum -
dieses Summen,
das vielschichtig
sich überlagernd
Melodien
fliessend in sich fasst -
öffnen sich Tore!
Aus unergründlichen Tiefen
umschweben Dich Worte
und -
im Zeitfenster
geht ein Ruf an Dich,
hörst Du
im Tönen der Muschel Dich.
© Bernhard Albrecht, 09.11.2012
Kommentargedicht für Ursa Angst,
zu dem Gedicht „Im Zeit-Garten“ vom 03.11.2012
http://www.grenzenloswortlos.blogspot.ch
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Ruf,
Tor

Durchgang
Müde atmet die Freiheit,
gleich einem fernen Windhauch
kaum zu spüren.
Müde -
in den Tiefen ein Rauschen,
das auf wundersame Weise mich gürtet,
ein Rauschen, das ich vernehme,
wenn ich der Tiefe
gerade jetzt mein Ohr leihe
und lausche.
Mich gürtet
und Tränen über die Wände
meiner Gefangenschaft kullern lässt.
Schreibe Dir selber eine Liebeserklärung!
© Bernhard Albrecht, 09.11.2012
Kommentargedicht für Miroslav B. Dusanic
zu seinem Gedicht „Niederlage“ vom 05.11.2012
http://www.miroslavdusaniclyrik.blogspot.ch
gleich einem fernen Windhauch
kaum zu spüren.
Müde -
in den Tiefen ein Rauschen,
das auf wundersame Weise mich gürtet,
ein Rauschen, das ich vernehme,
wenn ich der Tiefe
gerade jetzt mein Ohr leihe
und lausche.
Mich gürtet
und Tränen über die Wände
meiner Gefangenschaft kullern lässt.
Schreibe Dir selber eine Liebeserklärung!
© Bernhard Albrecht, 09.11.2012
Kommentargedicht für Miroslav B. Dusanic
zu seinem Gedicht „Niederlage“ vom 05.11.2012
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Gefangenschaft,
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Ohr,
Tiefe

Donnerstag, 8. November 2012
Sehnsucht
Einem jungen Fohlen gleich,
das seine Nüstern neugierig öffnet,
die tausend unbekannten Düfte
am Wegesrand zu erkunden,
wirst Du geführt,
bis,
ja bis Du irgendwann
einkehrst ganz bei Dir -
Du still lauschst einem Ton in Dir,
der immer schon war,
nur zugedeckt
von Deiner unstillbaren Sehnsucht.
Aus der nach aussen gewandten Horizontalen
gehst Du in die innere Vertikale
und findest
in den Tiefen eine Kraft,
die grösser ist,
als alles, was Du vorher
suchtest und fandest.
Heimgekehrt
beginnst Du Freiheit zu leben,
still im Hier und Jetzt.
© Bernhard Albrecht, 08.11.2012
Kommentargedicht für Ursa Angst
zu dem Gedicht: "Das Nie" vom 01.09.2012,
http://www.grenzenloswortlos.blogspot.ch
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Gespräche mit anderen Autoren,
Kraft,
Sehnsucht,
Ton

Dienstag, 6. November 2012
Kelch
Den Kelch am Mund -
trinke,
trinke ohne Widerrede,
denn nur so gelangst Du
mit Deinem inneren Fährmann
an die Ufer des Lichts
jenseits des Nicht-Wissens.
Trinke,
was in Dir aufsteigt
im Angesicht des Du,
das zu Dir spricht,
wenn lauschend Du
Dein Ohr öffnest,
wo immer.
Trinke -
lass trinkend Dich fallen
dem Grunde zu,
mitten hindurch
durch jede Art der Selbstbehauptung,
denn „nachtodliche“ Ich - Erfahrung
wird allein dem geschenkt,
der zuvor alles Ja-Aber fallen liess.
© Bernhard Albrecht, 06. 11. 2012
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Fährmann,
Gespräche mit anderen Autoren,
Ich,
Lyrik,
Ohr,
Selbstbehauptung

Mittwoch, 31. Oktober 2012
Soziale Alchemie
Zurücktretend in die Stille -
lauschen dem Nachklang der Worte,
in mir und über mich hinaus,
das schafft
im höheren Sinne
an einer sozialen Ordnung,
die Nachhaltigkeit bewirkt,
öffnet Licht – Räume,
in denen Kräfte
für ein Zueinander Finden
über alle Grenzen hinweg
sich ineinander verweben können –
still und leise,
ohne den Lärm grosser Auseinandersetzungen.
© Bernhard Albrecht, 30.10.2012
Labels:
Auseinandersetzung,
Grenze,
Reflexionen,
soziale Ordnung,
Stille

Freitag, 26. Oktober 2012
Farbensegen
Sanft einander wiegend im Wind,
Blätter im Gezweig
scheu lächelnd,
fragend -
ein Sturm der Farben.
Flammendes Feuer
lichtert
der Erde zu.
Wie viel der himmlischen Kraft
hast Du übers Jahr hin verinnerlicht,
durch Deine Füsse
in der Erde verankert?
© Bernhard Albrecht, 25.10.2012
Angel Maria Perezano gewidmet
http://www.wordpress.com
Du - Baum
Wortloser Austausch
zwischen kryptischem Gewahrsein
und lichter Höhe.
Über rauhe Rinde wandern
die Fingerspitzen himmelwärts
und mit ihnen mein Blick.
Dort, wo die Weite mit den
leuchtenden Blättern spielt,
der Wind ihnen herbstliche Töne entlockt,
bevor sie leise zu Boden fallen
und ihn mit goldenem Vlies bedecken.
© Barbara Hauser, 29.10.2012
Labels:
Erde,
Feuer,
Füsse,
Gespräche mit anderen Autoren,
Wind

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