Ich erinnere mich:
Auf schmaler Hochseil-Brücke
gehe ich
über schwankende Holzbretter
Aug in Auge
15 Meter über dem Erdboden
langsam
auf Sie zu,
auf Sie, die voller Angst
sich jeden Schritt nach Vorne
gegen die innere Erstarrung zitternd abringt.
Wir stehen vor einander,
suchen vorsichtig
einen Weg aneinander vorbei
und -
ich falle.
Wissend
Du hast nur diesen einen Versuch
reiche ich Ihr meine Hand
flüstere leise
komm
und stehe mit meinen 80 kg
die Tiefe unter uns vergessend
wieder aufrecht vor Ihr
gehe meinen Weg an Ihr vorbei.
Unten eilt sie auf mich zu
bleich im Gesicht
flüstert mich umarmend unter Tränen ...
Ich habe meine Angst besiegt.
© baH, 13.07.2015
Seiner Berufung wird ein literarisch arbeitender Mensch dann gerecht, wenn er durch sein Wortschaffen Wege der Entwicklung für den Menschen eröffnet. Das Wort D-ich-tung spricht es deutlich aus. Es geht um das Ich, um einen Weg der Authentizität in Bezug auf das eigene dichterische Tun. Diesen Weg zeichnete einst schon Aristoteles in seiner Poetik vor. Aus geistesgegenwärtiger Präsenz im Gespräch unter Autoren diesen Weg erneut frei zu legen, dazu will dieser Blog ein Forum sein.
Montag, 13. Juli 2015
Auf dem Hochseil
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Samstag, 11. Juli 2015
Rosenkreuz
Hinter in Vorstellungen
gestapelten Urteilen
wird sichtbar der Grund.
In mir zerfällt
der Leichnam
todbringender Anhaftungen.
Mit dem Mut des Herzens
spannt der Vogel Phönix seine Flügel,
schwingt sich
vom entdornten Weltenkreuz hinaus
in die Lüfte seiner Auferstehung.
Die Kraft der Rose leuchtet
im Sonnenaufgang des Ich.
© baH, 11.07.2015
gestapelten Urteilen
wird sichtbar der Grund.
In mir zerfällt
der Leichnam
todbringender Anhaftungen.
Mit dem Mut des Herzens
spannt der Vogel Phönix seine Flügel,
schwingt sich
vom entdornten Weltenkreuz hinaus
in die Lüfte seiner Auferstehung.
Die Kraft der Rose leuchtet
im Sonnenaufgang des Ich.
© baH, 11.07.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Wort - Geburt
Ungeboren schaukelt das Wort
in meinen Gedanken -
ungeboren.
In den Resonanzströmen
sozialer Prozesse wacht es auf -
K r a f t drängt zur Geburt.
Dem Mutterkuchen des Gedanken
entschlüpft der Wort-Embryo -
I c h in der Auferstehungsbewegung.
Auf schwankendem Grund
tritt die Kraft des Wortes
durch das Ich in Erscheinung.
Ich in E i n h e i t mit dem L e b e n.
© baH, 11.07.2015
in meinen Gedanken -
ungeboren.
In den Resonanzströmen
sozialer Prozesse wacht es auf -
K r a f t drängt zur Geburt.
Dem Mutterkuchen des Gedanken
entschlüpft der Wort-Embryo -
I c h in der Auferstehungsbewegung.
Auf schwankendem Grund
tritt die Kraft des Wortes
durch das Ich in Erscheinung.
Ich in E i n h e i t mit dem L e b e n.
© baH, 11.07.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Mittwoch, 1. Juli 2015
Echolot
Nachts steht er aufrecht
in seinem Kahn -
stundenlang.
Seine schwarz-blauen Augen
tasten sanft über den Grund,
suchen nach Spuren ...
Finden
in den Landschaften des Todes
im Silberglanz des Mondes.
Finden
leise klingende Fäden
werdenden Lebens.
Und ein Lächeln hüllt ihn ein
in weisses Licht.
© baH, 01.07.2015
in seinem Kahn -
stundenlang.
Seine schwarz-blauen Augen
tasten sanft über den Grund,
suchen nach Spuren ...
Finden
in den Landschaften des Todes
im Silberglanz des Mondes.
Finden
leise klingende Fäden
werdenden Lebens.
Und ein Lächeln hüllt ihn ein
in weisses Licht.
© baH, 01.07.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Dienstag, 30. Juni 2015
Liebe ist ...
Liebe ist
vor Allem Anderen
das Unfertige in sich
zu akzeptieren,
denn wie könnte ich
auch nur leise die wirkende Kraft
der Liebe in mir erfahren,
wenn ich mich selber ablehne.
Liebe ist,
in steten Wandlungen
bereit zu sein
auf ein Du
hin zu wachsen,
das wie kein anderer Mensch weiss,
was fehlt zur Reifung meines Ich.
Liebe kennt weder Haben,
noch Versagen,
sie ist Ausdruck
der Kraft in mir,
die aus dem Sagen des Du
mich langsam hineinwachsen lässt
in die Auferstehung meines Ich.
© baH, 30.06.2015
vor Allem Anderen
das Unfertige in sich
zu akzeptieren,
denn wie könnte ich
auch nur leise die wirkende Kraft
der Liebe in mir erfahren,
wenn ich mich selber ablehne.
Liebe ist,
in steten Wandlungen
bereit zu sein
auf ein Du
hin zu wachsen,
das wie kein anderer Mensch weiss,
was fehlt zur Reifung meines Ich.
Liebe kennt weder Haben,
noch Versagen,
sie ist Ausdruck
der Kraft in mir,
die aus dem Sagen des Du
mich langsam hineinwachsen lässt
in die Auferstehung meines Ich.
© baH, 30.06.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Sonntag, 21. Juni 2015
Ich - Werden
Ich hör Dich,
der Du mir den Schleier
vor meinen Augen zu heben suchst,
Ich höre Dich.
Ich höre Dich,
wie Du mir die Augen
öffnen möchtest,
mich unscheinbar leise ermahnst
den Blick nach innen zu wenden,
auf das, was in mir wachsen will,
damit ich ganz Ich werde.
Ich höre Dich,
höre in Deinen Worten M - ICH,
und nehme aus DEINEN Händen
mich bei der Hand,
um mit Dir gemeinsam -
vereint, wir DREI
durch das Tor zu treten,
in eine neue Wirklichkeit.
Ich neige mich in Dankbarkeit Dir zu,
dass ich durch Dein WORTEN
werden konnte ICH!
© baH, 21.06.2015
eine Resonanz auf das Gedicht von Ursa Angst
http://grenzenloswortlos.
blogspot.ch/2015/06/nicht-ohne-rilke.html
Gedanken irgendwo aufgegriffen:
Wenn das Du am Ich
zu einem Du wird
wenn das Ich am Du
zum Ich wird
sind wir gereift
sind wir EINS
und doch
sind wir ZWEI
wir ZWEI
© Ursa Angst
der Du mir den Schleier
vor meinen Augen zu heben suchst,
Ich höre Dich.
Ich höre Dich,
wie Du mir die Augen
öffnen möchtest,
mich unscheinbar leise ermahnst
den Blick nach innen zu wenden,
auf das, was in mir wachsen will,
damit ich ganz Ich werde.
Ich höre Dich,
höre in Deinen Worten M - ICH,
und nehme aus DEINEN Händen
mich bei der Hand,
um mit Dir gemeinsam -
vereint, wir DREI
durch das Tor zu treten,
in eine neue Wirklichkeit.
Ich neige mich in Dankbarkeit Dir zu,
dass ich durch Dein WORTEN
werden konnte ICH!
© baH, 21.06.2015
eine Resonanz auf das Gedicht von Ursa Angst
http://grenzenloswortlos.
blogspot.ch/2015/06/nicht-ohne-rilke.html
Gedanken irgendwo aufgegriffen:
Wenn das Du am Ich
zu einem Du wird
wenn das Ich am Du
zum Ich wird
sind wir gereift
sind wir EINS
und doch
sind wir ZWEI
wir ZWEI
© Ursa Angst
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Samstag, 20. Juni 2015
Mitten hindurch
Zu allen Zeiten war es so,
dass Toren Tore öffneten,
die,
weil vom Grund her
an der Zeit
sie zu durchschreiten,
oft nur den Stinkefinger
als Antwort mit sich nahmen.
Zu allen Zeiten war es so,
dass, wer in die Tiefe griff
und
vom Grund des Nichts
so manche Perle
denkend, wie erlebend
an die Oberfläche hob
als Tor belächelt wurde.
Zu allen Zeiten war es so,
dass unter einer Linde
nach langen Jahren
Menschen die Hand sich reichten,
um den Mut des Ahnen zu besingen,
der einst im Ich vorangeschritten.
© baH, 20.06.2015
eine Resonanz auf das Gedicht
von Wilfried Jaensch vom 1. Mai 2015
www. emzyklika.blogspot.com
dass Toren Tore öffneten,
die,
weil vom Grund her
an der Zeit
sie zu durchschreiten,
oft nur den Stinkefinger
als Antwort mit sich nahmen.
Zu allen Zeiten war es so,
dass, wer in die Tiefe griff
und
vom Grund des Nichts
so manche Perle
denkend, wie erlebend
an die Oberfläche hob
als Tor belächelt wurde.
Zu allen Zeiten war es so,
dass unter einer Linde
nach langen Jahren
Menschen die Hand sich reichten,
um den Mut des Ahnen zu besingen,
der einst im Ich vorangeschritten.
© baH, 20.06.2015
eine Resonanz auf das Gedicht
von Wilfried Jaensch vom 1. Mai 2015
www. emzyklika.blogspot.com
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Eine notwendige Anmerkung zu dem Gedicht: Mitten unter uns
In diesem Gedicht geht es nur vordergründig um das Flüchtlingsgeschehen im Mittelmeer, das für sich genommen schon unfassbar ist.
Es ist zwar richtig, dass wir alle mehr oder weniger in unserem Leben auch Flüchtlinge vor uns selbst und vor anderen sind. Dies trifft jedoch noch nicht wirklich in das Zentrum dessen, was gegenwärtig auf und um das „Mittel - Meer“ herum geschieht.
Die Festung Europa bäumt sich auf gegen die Erneuerung seines sozialen wie wissenschaftlichen Verständnisses von „dem Leben zugewandten“ Ordnungen schlechthin. Die verschleierte Pest geht um und hat längst „alle“ Bewohner dieses Kontinents mit ihrer Abstraktionsnadel infiziert - unausweichlich alle.
Selbst Menschenkreise die in Randbezirken seiner Gesellschaften sich für auserwählt halten mögen und an einer Umkehr der Verhältnisse auf die eine oder andere Art schon arbeiten (ob in Rocker- oder Newage- Zusammenhängen, in Gebets- und Umweltkreisen oder anderweitig weltanschaulichen Verbindungen) sind davon betroffen, solange sie sich im Streit um den rechten Weg in ideologischen Scharmützeln oder persönlichen Animositäten gegenseitig offen oder versteckt an die Gurgel gehen.
Damit ist keineswegs indirekt auf eines der vielen Weltuntergang Szenarien, die heute allenthalben kursieren, es ist vielmehr auf ein zutiefst menschliches Grundgeschehen verwiesen, das durch zahllose Debatten und Konferenzen um eine sich ausbreitende, weltweite Terrorgefahr und die damit, wie gesagt wird, notwendig in Verbindung zu bringenden Sicherheitsfragen nur verschleiert wird.
Es ist das Grundgeschehen der Beschämung, das dem im Geiste des Sokrates „an die Wurzel hin Fragen“ in seinem tiefsten Sinne zugrunde liegt, eines Fragen, das sein Pendant, das Erleben mit einbezieht und sich damit vor der Gefahr eines Vereinseitigen in der Reduktion auf Abstraktionen im Denken freihält und bewahrt.
Wenn ich in dem Gedicht „Mitten unter uns“ leise auf die Schwestern der Rose hinwies, so ist dabei jenseits des Streites um irgendwelche Quoten auf ein tief liegendes Wirken zumeist kaum ernsthaft erkannter starker und auf eine jeweils einzigartige Weise weiser Frauen gedeutet, die über ein geistiges Band miteinander in Verbindung stehen und leise Einfluss nehmen auf gesellschaftliche Prozesse. Die Fähigkeit zur Erlebnistiefe dieser Frauen bei einer gleichzeitig sehr besonderen Klarheit im Denken könnte wegweisend wirken, wenn denn mehr Männer den Mut entwickelten über ihr Traumtanzen in Abstraktionen hinaus zu wachsen. Die Krise Europas ist auch eine Folge weitreichend unterentwickelten, tiefer gegründeten „gleichrangig wertschätzenden“ Zusammenwirkens von Mann und Frau.
Sie ist eine Krise von Männern, die auf kaum zu überbietende Weise das Fürchten vor dem Grund, das Erfahren des Nichts zu umgehen trachten, die lieber des nachts heimlich über Zäune spähen, in der Hoffnung einen anderen Mann zu entdecken, der die Führung im spirituell unwegsamen Gelände übernimmt. Ein von Anfang an zum Scheitern verurteiltes Unterfangen.
Auch da und dort in Erscheinung tretende, mehr oder weniger klare Mutationen zum Guru gründen bei genauerem Hinsehen nicht selten in einem subtil emotionellen Bedürfnis, einer verborgenen Angst derselben an den Abgründen zum Nichts hin eigene Bedeutsamkeit wie aufzublasen, um sich selbst zu spüren, anstatt im Durchgang durch Erschütterungen der Beschämung auf den eigenen Kern hin zu reifen.
Meisterschaft war und ist von jeher ein Unterfangen, das eigenständig im Erwachen am Du und daran sich erschliessenden seelischen Beobachtung voran zu bringen ist. Eine in krisenhaften Umbrüchen in bestimmten sozialen Netzwerken gerne in Umlauf gebrachte Hoffnung auf einen zu erwartenden Tröster verzerrt ein reales Geschehen dahingehend, dass der „Tröster“ keinesfalls auf ein äusseres Ereignen in einer Person deutet, sondern allein auf eine mögliche innere, rein geistige Erfahrung im Zuge einer inneren Reifung hinweist.
Ohne eine „Ein - Sicht“ auf einen grundlegend zu erneuernden Willen wird Europa auf längere Sicht gesehen seine Probleme nicht Frieden schaffend lösen können.
© baH, 20.06.2015
Es ist zwar richtig, dass wir alle mehr oder weniger in unserem Leben auch Flüchtlinge vor uns selbst und vor anderen sind. Dies trifft jedoch noch nicht wirklich in das Zentrum dessen, was gegenwärtig auf und um das „Mittel - Meer“ herum geschieht.
Die Festung Europa bäumt sich auf gegen die Erneuerung seines sozialen wie wissenschaftlichen Verständnisses von „dem Leben zugewandten“ Ordnungen schlechthin. Die verschleierte Pest geht um und hat längst „alle“ Bewohner dieses Kontinents mit ihrer Abstraktionsnadel infiziert - unausweichlich alle.
Selbst Menschenkreise die in Randbezirken seiner Gesellschaften sich für auserwählt halten mögen und an einer Umkehr der Verhältnisse auf die eine oder andere Art schon arbeiten (ob in Rocker- oder Newage- Zusammenhängen, in Gebets- und Umweltkreisen oder anderweitig weltanschaulichen Verbindungen) sind davon betroffen, solange sie sich im Streit um den rechten Weg in ideologischen Scharmützeln oder persönlichen Animositäten gegenseitig offen oder versteckt an die Gurgel gehen.
Damit ist keineswegs indirekt auf eines der vielen Weltuntergang Szenarien, die heute allenthalben kursieren, es ist vielmehr auf ein zutiefst menschliches Grundgeschehen verwiesen, das durch zahllose Debatten und Konferenzen um eine sich ausbreitende, weltweite Terrorgefahr und die damit, wie gesagt wird, notwendig in Verbindung zu bringenden Sicherheitsfragen nur verschleiert wird.
Es ist das Grundgeschehen der Beschämung, das dem im Geiste des Sokrates „an die Wurzel hin Fragen“ in seinem tiefsten Sinne zugrunde liegt, eines Fragen, das sein Pendant, das Erleben mit einbezieht und sich damit vor der Gefahr eines Vereinseitigen in der Reduktion auf Abstraktionen im Denken freihält und bewahrt.
Wenn ich in dem Gedicht „Mitten unter uns“ leise auf die Schwestern der Rose hinwies, so ist dabei jenseits des Streites um irgendwelche Quoten auf ein tief liegendes Wirken zumeist kaum ernsthaft erkannter starker und auf eine jeweils einzigartige Weise weiser Frauen gedeutet, die über ein geistiges Band miteinander in Verbindung stehen und leise Einfluss nehmen auf gesellschaftliche Prozesse. Die Fähigkeit zur Erlebnistiefe dieser Frauen bei einer gleichzeitig sehr besonderen Klarheit im Denken könnte wegweisend wirken, wenn denn mehr Männer den Mut entwickelten über ihr Traumtanzen in Abstraktionen hinaus zu wachsen. Die Krise Europas ist auch eine Folge weitreichend unterentwickelten, tiefer gegründeten „gleichrangig wertschätzenden“ Zusammenwirkens von Mann und Frau.
Sie ist eine Krise von Männern, die auf kaum zu überbietende Weise das Fürchten vor dem Grund, das Erfahren des Nichts zu umgehen trachten, die lieber des nachts heimlich über Zäune spähen, in der Hoffnung einen anderen Mann zu entdecken, der die Führung im spirituell unwegsamen Gelände übernimmt. Ein von Anfang an zum Scheitern verurteiltes Unterfangen.
Auch da und dort in Erscheinung tretende, mehr oder weniger klare Mutationen zum Guru gründen bei genauerem Hinsehen nicht selten in einem subtil emotionellen Bedürfnis, einer verborgenen Angst derselben an den Abgründen zum Nichts hin eigene Bedeutsamkeit wie aufzublasen, um sich selbst zu spüren, anstatt im Durchgang durch Erschütterungen der Beschämung auf den eigenen Kern hin zu reifen.
Meisterschaft war und ist von jeher ein Unterfangen, das eigenständig im Erwachen am Du und daran sich erschliessenden seelischen Beobachtung voran zu bringen ist. Eine in krisenhaften Umbrüchen in bestimmten sozialen Netzwerken gerne in Umlauf gebrachte Hoffnung auf einen zu erwartenden Tröster verzerrt ein reales Geschehen dahingehend, dass der „Tröster“ keinesfalls auf ein äusseres Ereignen in einer Person deutet, sondern allein auf eine mögliche innere, rein geistige Erfahrung im Zuge einer inneren Reifung hinweist.
Ohne eine „Ein - Sicht“ auf einen grundlegend zu erneuernden Willen wird Europa auf längere Sicht gesehen seine Probleme nicht Frieden schaffend lösen können.
© baH, 20.06.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Mittwoch, 17. Juni 2015
Der Mohn
Das Karge zieht er vor
dem Üppigen,
die dünne Erdkrume
dem saftig federnden Untergrund,
wählerisch -
wie er ist
„der Mohn.“
Auf schmalsten Erdpolstern
setzt er sich nieder
und atmet hinaus in die Weite
sein glühend Rot, spricht -
Nur eines braucht die Liebe
um zu gedeihen -
Vertrauen.
© baH, 17.06.2015
Sommerweg
Schon drängt er sich wieder
durch Spalten und Ritzen
folgt steinigen Wegen
vergangener Tage
Beharrlich glüht er
der Sonne entgegen
auf friedlichen Wegen
und Schlachtfeldern stumm
Rot blüht der Mohn
bis zum Horizont
© bmh
dem Üppigen,
die dünne Erdkrume
dem saftig federnden Untergrund,
wählerisch -
wie er ist
„der Mohn.“
Auf schmalsten Erdpolstern
setzt er sich nieder
und atmet hinaus in die Weite
sein glühend Rot, spricht -
Nur eines braucht die Liebe
um zu gedeihen -
Vertrauen.
© baH, 17.06.2015
Sommerweg
Schon drängt er sich wieder
durch Spalten und Ritzen
folgt steinigen Wegen
vergangener Tage
Beharrlich glüht er
der Sonne entgegen
auf friedlichen Wegen
und Schlachtfeldern stumm
Rot blüht der Mohn
bis zum Horizont
© bmh
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Dienstag, 16. Juni 2015
Begeisterung
Sänger bin ich
im Chor der Engel -
Lichtjubel,
in der Gebärde meiner Arme!
So rüttle ich am Gebälk dieser Welt,
auf dass alle Schutzschilder -
zerbrechen
und ein grosses Werde
die Herzen der Menschen
in gemeinsamem Tun verbindet.
Hier und jetzt will aus unserem Tun,
durch die Kraft der Güte,
auferstehen das neue Jerusalem.
© Bernhard Albrecht, 1995/2011
(In Erinnerung an einen grossen Menschen,
der das Wort führt durch die Schleier
einer geistigen Behinderung)
im Chor der Engel -
Lichtjubel,
in der Gebärde meiner Arme!
So rüttle ich am Gebälk dieser Welt,
auf dass alle Schutzschilder -
zerbrechen
und ein grosses Werde
die Herzen der Menschen
in gemeinsamem Tun verbindet.
Hier und jetzt will aus unserem Tun,
durch die Kraft der Güte,
auferstehen das neue Jerusalem.
© Bernhard Albrecht, 1995/2011
(In Erinnerung an einen grossen Menschen,
der das Wort führt durch die Schleier
einer geistigen Behinderung)
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Amfortas
„Was wirret Dir,“
dass Du den Anderen
an Deiner Seite
nicht sein lassen kannst,
wie das Leben
ihn eben jetzt sein lässt -
was wirret Dir?
Was mäkelst Du an Ihm herum,
sammelst schwarze Splitter,
die, wie Du meinst
seine Engstirnigkeit,
sein völliges Danebenliegen
in Gefühl und Denken
belegen,
sonnenklar -
was wirret Dir?
Du unterstellst ihm,
wie einst Odysseus,
List und Falschheit
in seinem Tun und Sagen
und -
erwägst auch nicht einen Augenblick,
dass es Dein Beharren vor Veränderung,
Deine Ego-Angst sein könnte,
die Dich so in Rasche bringen.
Ist es das,
Du jähzorniges Kind,
Deine Furcht vor Ich-Verantwortung?
© baH, 16.06.2015
dass Du den Anderen
an Deiner Seite
nicht sein lassen kannst,
wie das Leben
ihn eben jetzt sein lässt -
was wirret Dir?
Was mäkelst Du an Ihm herum,
sammelst schwarze Splitter,
die, wie Du meinst
seine Engstirnigkeit,
sein völliges Danebenliegen
in Gefühl und Denken
belegen,
sonnenklar -
was wirret Dir?
Du unterstellst ihm,
wie einst Odysseus,
List und Falschheit
in seinem Tun und Sagen
und -
erwägst auch nicht einen Augenblick,
dass es Dein Beharren vor Veränderung,
Deine Ego-Angst sein könnte,
die Dich so in Rasche bringen.
Ist es das,
Du jähzorniges Kind,
Deine Furcht vor Ich-Verantwortung?
© baH, 16.06.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Stilles Werden
„Mädchen“ Du,
das in seiner priesterlichen Seele
die ganze Tiefe
des Frau - Sein in sich birgt,
was grämst Du Dich
um den so ganz der äusseren Welt
zu gewandten Mann an Deiner Seite.
Was willst Du mehr,
da Du den Schlüssel der Erfüllung
in einer bedingungslosen Liebe
ohne Anhaftung
unter Deinem Herzen trägst.
Streichle sein Wegschaffen
in stiller Anteilnahme und Klarheit
mit dem Atem,
der gründet in der Treue zu Dir selbst
und verbiege Dich nicht in Erwartungen.
Hüte den Brunnen
der dunklen Kraft in Dir,
denn auch e r trägt Liebe in sich,
die er scheu vor Dir verbirgt,
bis sein Ich auf fremden Wegen erwacht.
© baH, 15.06.2015
für Anne
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Die Quelle
Lässt Du Dich ein
auf mich
den Grund allen Sein,
kommst vorbei,
räumst ab
die Mauern
Deines Vorstellen
jedweder Wirklichkeit,
bist bereit
die Anhaftungen
an Dein Ego zu lösen,
- „der treue Johannes
wird es Dir danken“ -
dann öffnet sich Dir
erneut die Quelle,
die einst zu „Sais“
Deinem Blick verschlossen
und Du kannst aus mir,
dem dunklen Brunnen
des Nichts trinken
Kraft der „Freiheitsfähigkeit“
Deines Ich.
© baH, 15.06.2015
inspiriert durch das nachfolgende Gedicht
von Barbara Hauser
www. schwerelos2013.wordpress.com
Die Quelle
Kommst du vorbei
den Durst zu stillen
bin ich bereit
bin dir zu willen
so ist das mit Quellen
sie sprudeln
und schwellen
warm oder kalt
Junge und Alte
können sich kühlen
werd sie umspülen
laut oder still
wie man es will
heftig und zart
sanft oder hart
kühl bin ich – ja kalt
im dämmrigen Wald
werd’ in der Sonne
warm umfassen
willst du mich lassen
© bmh
auf mich
den Grund allen Sein,
kommst vorbei,
räumst ab
die Mauern
Deines Vorstellen
jedweder Wirklichkeit,
bist bereit
die Anhaftungen
an Dein Ego zu lösen,
- „der treue Johannes
wird es Dir danken“ -
dann öffnet sich Dir
erneut die Quelle,
die einst zu „Sais“
Deinem Blick verschlossen
und Du kannst aus mir,
dem dunklen Brunnen
des Nichts trinken
Kraft der „Freiheitsfähigkeit“
Deines Ich.
© baH, 15.06.2015
inspiriert durch das nachfolgende Gedicht
von Barbara Hauser
www. schwerelos2013.wordpress.com
Die Quelle
Kommst du vorbei
den Durst zu stillen
bin ich bereit
bin dir zu willen
so ist das mit Quellen
sie sprudeln
und schwellen
warm oder kalt
Junge und Alte
können sich kühlen
werd sie umspülen
laut oder still
wie man es will
heftig und zart
sanft oder hart
kühl bin ich – ja kalt
im dämmrigen Wald
werd’ in der Sonne
warm umfassen
willst du mich lassen
© bmh
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Schau hin
Worte
umschleichen Dich
im „Gedanken Streaming“,
blubbern
aus Schattenreichen nach oben,
schauen Dich an,
wie Du meinst, unerbittlich
und Du wehrst sie ab,
verschliesst Dich.
Schau sie an
und ihr „Cyberface“
weitet in einem Sternen Auge
sich zu einer Quelle der Kraft.
© baH, 11.06.2015
für Jonathan
umschleichen Dich
im „Gedanken Streaming“,
blubbern
aus Schattenreichen nach oben,
schauen Dich an,
wie Du meinst, unerbittlich
und Du wehrst sie ab,
verschliesst Dich.
Schau sie an
und ihr „Cyberface“
weitet in einem Sternen Auge
sich zu einer Quelle der Kraft.
© baH, 11.06.2015
für Jonathan
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Mittwoch, 3. Juni 2015
Mitten unter uns
Sie leben mitten unter uns
und durchschreiten stellvertretend
für uns,
die Tore der Abstraktion zum Sein,
erleben unmittelbar die Qual
des Ertrinkens der Flüchtlinge im Mittelmeer,
während wir von einer Zeitungsmeldung
zur nächsten weiter blättern.
Sie, die Schwestern der Rose
weinen mit Gaia still um ihre Kinder,
die namenlos
den Meeresgrund bevölkern,
Zeugen verratener Menschenwürde.
© baH, 03.06.2015
und durchschreiten stellvertretend
für uns,
die Tore der Abstraktion zum Sein,
erleben unmittelbar die Qual
des Ertrinkens der Flüchtlinge im Mittelmeer,
während wir von einer Zeitungsmeldung
zur nächsten weiter blättern.
Sie, die Schwestern der Rose
weinen mit Gaia still um ihre Kinder,
die namenlos
den Meeresgrund bevölkern,
Zeugen verratener Menschenwürde.
© baH, 03.06.2015
In diesem Gedicht geht es nur vordergründig um das Flüchtlingsgeschehen
im Mittelmeer, das für sich genommen schon unfassbar ist.
Es ist zwar richtig, dass wir alle mehr oder weniger in unserem Leben auch Flüchtlinge vor uns selbst und vor anderen sind. Dies trifft jedoch noch nicht wirklich in das Zentrum dessen, was gegenwärtig auf und um das „Mittel - Meer“ herum geschieht.
Die Festung Europa bäumt sich auf gegen die Erneuerung seines sozialen wie wissenschaftlichen Verständnisses von „dem Leben zugewandten“ Ordnungen schlechthin. Die verschleierte Pest geht um und hat längst „alle“ Bewohner dieses Kontinents mit ihrer Abstraktionsnadel infiziert - unausweichlich alle.
Selbst Menschenkreise die in Randbezirken seiner Gesellschaften sich für auserwählt halten mögen und an einer Umkehr der Verhältnisse auf die eine oder andere Art schon arbeiten (ob in Rocker- oder Newage- Zusammenhängen, in Gebets- und Umweltkreisen oder anderweitig weltanschaulichen Verbindungen) sind davon betroffen, solange sie sich im Streit um den rechten Weg in ideologischen Scharmützeln oder persönlichen Animositäten gegenseitig offen oder versteckt an die Gurgel gehen.
Damit ist keineswegs indirekt auf eines der vielen Weltuntergang Szenarien, die heute allenthalben kursieren, es ist vielmehr auf ein zutiefst menschliches Grundgeschehen verwiesen, das durch zahllose Debatten und Konferenzen um eine sich ausbreitende, weltweite Terrorgefahr und die damit, wie gesagt wird, notwendig in Verbindung zu bringenden Sicherheitsfragen nur verschleiert wird.
Es ist das Grundgeschehen der Beschämung, das dem im Geiste des Sokrates „an die Wurzel hin Fragen“ in seinem tiefsten Sinne zugrunde liegt, eines Fragen, das sein Pendant, das Erleben mit einbezieht und sich damit vor der Gefahr eines Vereinseitigen in der Reduktion auf Abstraktionen im Denken freihält und bewahrt.
Wenn ich in dem Gedicht „Mitten unter uns“ leise auf die Schwestern der Rose hinwies, so ist dabei jenseits des Streites um irgendwelche Quoten auf ein tief liegendes Wirken zumeist kaum ernsthaft erkannter starker und auf eine jeweils einzigartige Weise weiser Frauen gedeutet, die über ein geistiges Band miteinander in Verbindung stehen und leise Einfluss nehmen auf gesellschaftliche Prozesse. Die Fähigkeit zur Erlebnistiefe dieser Frauen bei einer gleichzeitig sehr besonderen Klarheit im Denken könnte wegweisend wirken, wenn denn mehr Männer den Mut entwickelten über ihr Traumtanzen in Abstraktionen hinaus zu wachsen. Die Krise Europas ist auch eine Folge weitreichend unterentwickelten, tiefer gegründeten „gleichrangig wertschätzenden“ Zusammenwirkens von Mann und Frau.
Sie ist eine Krise von Männern, die auf kaum zu überbietende Weise das Fürchten vor dem Grund, das Erfahren des Nichts zu umgehen trachten, die lieber des nachts heimlich über Zäune spähen, in der Hoffnung einen anderen Mann zu entdecken, der die Führung im spirituell unwegsamen Gelände übernimmt. Ein von Anfang an zum Scheitern verurteiltes Unterfangen.
Auch da und dort in Erscheinung tretende, mehr oder weniger klare Mutationen zum Guru gründen bei genauerem Hinsehen nicht selten in einem subtil emotionellen Bedürfnis, einer verborgenen Angst an den Abgründen zum Nichts eigene Bedeutsamkeit wie aufzublasen, um sich selbst zu spüren, anstatt im Durchgang durch Erschütterungen der Beschämung auf den eigenen Kern hin zu reifen.
Meisterschaft war und ist von jeher ein Unterfangen, das eigenständig im Erwachen am Du und daran sich erschliessenden seelischen Beobachtung voran zu bringen ist. Eine in krisenhaften Umbrüchen in bestimmten sozialen Netzwerken gerne in Umlauf gebrachte Hoffnung auf einen zu erwartenden Tröster verzerrt ein reales Geschehen dahingehend, dass der „Tröster“ keinesfalls auf ein äusseres Ereignen in einer Person deutet, sondern allein auf eine mögliche innere, rein geistige Erfahrung im Zuge einer inneren Reifung hinweist.
Ohne eine „Ein - Sicht“ auf einen grundlegend zu erneuernden Willen wird Europa auf längere Sicht gesehen seine Probleme nicht Frieden schaffend lösen können.
© baH, 20.06.2015
Es ist zwar richtig, dass wir alle mehr oder weniger in unserem Leben auch Flüchtlinge vor uns selbst und vor anderen sind. Dies trifft jedoch noch nicht wirklich in das Zentrum dessen, was gegenwärtig auf und um das „Mittel - Meer“ herum geschieht.
Die Festung Europa bäumt sich auf gegen die Erneuerung seines sozialen wie wissenschaftlichen Verständnisses von „dem Leben zugewandten“ Ordnungen schlechthin. Die verschleierte Pest geht um und hat längst „alle“ Bewohner dieses Kontinents mit ihrer Abstraktionsnadel infiziert - unausweichlich alle.
Selbst Menschenkreise die in Randbezirken seiner Gesellschaften sich für auserwählt halten mögen und an einer Umkehr der Verhältnisse auf die eine oder andere Art schon arbeiten (ob in Rocker- oder Newage- Zusammenhängen, in Gebets- und Umweltkreisen oder anderweitig weltanschaulichen Verbindungen) sind davon betroffen, solange sie sich im Streit um den rechten Weg in ideologischen Scharmützeln oder persönlichen Animositäten gegenseitig offen oder versteckt an die Gurgel gehen.
Damit ist keineswegs indirekt auf eines der vielen Weltuntergang Szenarien, die heute allenthalben kursieren, es ist vielmehr auf ein zutiefst menschliches Grundgeschehen verwiesen, das durch zahllose Debatten und Konferenzen um eine sich ausbreitende, weltweite Terrorgefahr und die damit, wie gesagt wird, notwendig in Verbindung zu bringenden Sicherheitsfragen nur verschleiert wird.
Es ist das Grundgeschehen der Beschämung, das dem im Geiste des Sokrates „an die Wurzel hin Fragen“ in seinem tiefsten Sinne zugrunde liegt, eines Fragen, das sein Pendant, das Erleben mit einbezieht und sich damit vor der Gefahr eines Vereinseitigen in der Reduktion auf Abstraktionen im Denken freihält und bewahrt.
Wenn ich in dem Gedicht „Mitten unter uns“ leise auf die Schwestern der Rose hinwies, so ist dabei jenseits des Streites um irgendwelche Quoten auf ein tief liegendes Wirken zumeist kaum ernsthaft erkannter starker und auf eine jeweils einzigartige Weise weiser Frauen gedeutet, die über ein geistiges Band miteinander in Verbindung stehen und leise Einfluss nehmen auf gesellschaftliche Prozesse. Die Fähigkeit zur Erlebnistiefe dieser Frauen bei einer gleichzeitig sehr besonderen Klarheit im Denken könnte wegweisend wirken, wenn denn mehr Männer den Mut entwickelten über ihr Traumtanzen in Abstraktionen hinaus zu wachsen. Die Krise Europas ist auch eine Folge weitreichend unterentwickelten, tiefer gegründeten „gleichrangig wertschätzenden“ Zusammenwirkens von Mann und Frau.
Sie ist eine Krise von Männern, die auf kaum zu überbietende Weise das Fürchten vor dem Grund, das Erfahren des Nichts zu umgehen trachten, die lieber des nachts heimlich über Zäune spähen, in der Hoffnung einen anderen Mann zu entdecken, der die Führung im spirituell unwegsamen Gelände übernimmt. Ein von Anfang an zum Scheitern verurteiltes Unterfangen.
Auch da und dort in Erscheinung tretende, mehr oder weniger klare Mutationen zum Guru gründen bei genauerem Hinsehen nicht selten in einem subtil emotionellen Bedürfnis, einer verborgenen Angst an den Abgründen zum Nichts eigene Bedeutsamkeit wie aufzublasen, um sich selbst zu spüren, anstatt im Durchgang durch Erschütterungen der Beschämung auf den eigenen Kern hin zu reifen.
Meisterschaft war und ist von jeher ein Unterfangen, das eigenständig im Erwachen am Du und daran sich erschliessenden seelischen Beobachtung voran zu bringen ist. Eine in krisenhaften Umbrüchen in bestimmten sozialen Netzwerken gerne in Umlauf gebrachte Hoffnung auf einen zu erwartenden Tröster verzerrt ein reales Geschehen dahingehend, dass der „Tröster“ keinesfalls auf ein äusseres Ereignen in einer Person deutet, sondern allein auf eine mögliche innere, rein geistige Erfahrung im Zuge einer inneren Reifung hinweist.
Ohne eine „Ein - Sicht“ auf einen grundlegend zu erneuernden Willen wird Europa auf längere Sicht gesehen seine Probleme nicht Frieden schaffend lösen können.
© baH, 20.06.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Dienstag, 26. Mai 2015
Kraftfelder
Dunkelheit
greift wie mit Polypen Armen nach Dir,
sucht
von Innen her
Dir den Lebensatem abzuschneiden.
Tränen
fallen in Sturzbächen
über Dich her -
Du weisst nicht
sie zu zügeln.
Die Frontlinien
des Nichts vor Augen
spürst Du nichts -
nicht einmal Dich selbst.
Finsternis.
Du flüchtest Dich hinaus
in die Wildnis der Natur,
spürst auf Deinen Erkundungen
die verborgenen Kraftfelder
der südlichen „Externsteine“ auf,
lehnst an den Felsen,
und lebst auf
in der schwingenden Kraft
des Bodens, auf dem sie stehen.
Wie von Ferne
umweht Heilung
Deine wunde Seele.
Du lächelst.
© baH, 26.05.2015
greift wie mit Polypen Armen nach Dir,
sucht
von Innen her
Dir den Lebensatem abzuschneiden.
Tränen
fallen in Sturzbächen
über Dich her -
Du weisst nicht
sie zu zügeln.
Die Frontlinien
des Nichts vor Augen
spürst Du nichts -
nicht einmal Dich selbst.
Finsternis.
Du flüchtest Dich hinaus
in die Wildnis der Natur,
spürst auf Deinen Erkundungen
die verborgenen Kraftfelder
der südlichen „Externsteine“ auf,
lehnst an den Felsen,
und lebst auf
in der schwingenden Kraft
des Bodens, auf dem sie stehen.
Wie von Ferne
umweht Heilung
Deine wunde Seele.
Du lächelst.
© baH, 26.05.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Durch den Hades
Du gehst hinunter in die Finsternis,
ungebeugt,
dem Leben zugewandt.
Du weisst nicht,
ob Du zurückkehren wirst,
so, wie Du heute Dich noch erfährst.
Nichts ist gewiss
und doch leuchtest Du -
ein Licht in der Ungewissheit.
Du legst Dein Geschick
in Dir fremde Hände
ergibst Dich ihrer Kunstfertigkeit -
Urvertrauen umhüllt Dich
mit einer Aureole heilender Kraft.
© baH, 26.05.2015
Einem Gehirntumor Patienten gewidmet
ungebeugt,
dem Leben zugewandt.
Du weisst nicht,
ob Du zurückkehren wirst,
so, wie Du heute Dich noch erfährst.
Nichts ist gewiss
und doch leuchtest Du -
ein Licht in der Ungewissheit.
Du legst Dein Geschick
in Dir fremde Hände
ergibst Dich ihrer Kunstfertigkeit -
Urvertrauen umhüllt Dich
mit einer Aureole heilender Kraft.
© baH, 26.05.2015
Einem Gehirntumor Patienten gewidmet
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Sonntag, 24. Mai 2015
Danke
Nicht wissend was mit ihnen ist,
sitzen die beiden Alten
auf einer Bank nahe dem Bach,
der sein vor sich hin plätscherndes Lied
dem Gezwitscher vieler Vögel
wie in einem Kontrapunkt
unscheinbar beimischt.
Versunken
in eigene, filigrane Welten
scheint er ins Leere zu blicken,
während sie,
aus einer fernen Erinnerung
wie zurückkehrend,
plötzlich zu sprechen anhebt.
Sie erzählt von einem Sommertag
aus einer längst vergangenen Zeit,
so frisch,
als sei es erst gestern gewesen
und zaubert,
je länger sie so vor sich hin plaudert
eine zarte Röte auf seine bleichen Wangen.
Er springt plötzlich auf,
nimmt sie bei der Hand,
umfasst mit der anderen ihre Hüften
und sie wirbeln
um den blühenden Kastanienbaum,
bis ein Kind auf sie zuläuft
und ruft, Opa erzähl mir eine Geschichte -
Jung und alt dem Leben verbunden
über zwei Geschichten, Worte,
die vom Leben erzählen
und in den Augen des Kindes
blühendes Leben erschaffen.
© bah, 24.05.2015
sitzen die beiden Alten
auf einer Bank nahe dem Bach,
der sein vor sich hin plätscherndes Lied
dem Gezwitscher vieler Vögel
wie in einem Kontrapunkt
unscheinbar beimischt.
Versunken
in eigene, filigrane Welten
scheint er ins Leere zu blicken,
während sie,
aus einer fernen Erinnerung
wie zurückkehrend,
plötzlich zu sprechen anhebt.
Sie erzählt von einem Sommertag
aus einer längst vergangenen Zeit,
so frisch,
als sei es erst gestern gewesen
und zaubert,
je länger sie so vor sich hin plaudert
eine zarte Röte auf seine bleichen Wangen.
Er springt plötzlich auf,
nimmt sie bei der Hand,
umfasst mit der anderen ihre Hüften
und sie wirbeln
um den blühenden Kastanienbaum,
bis ein Kind auf sie zuläuft
und ruft, Opa erzähl mir eine Geschichte -
Jung und alt dem Leben verbunden
über zwei Geschichten, Worte,
die vom Leben erzählen
und in den Augen des Kindes
blühendes Leben erschaffen.
© bah, 24.05.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Guten Morgen
Wie sie so beieinander sitzen,
ein jeder über seine Kaffeetasse gebeugt,
wortlos -
einander widerstreitende Stimmen
spürend in sich
und doch ungreifbar nicht zu benennen,
breitet sich Leere aus.
Leise füllt
Schwere den Raum,
bis er seine Hand sanft über ihre legt -
mit seinem Lächeln
den Weg öffnet in den neuen Tag.
© baH, 21.05.2015
ein jeder über seine Kaffeetasse gebeugt,
wortlos -
einander widerstreitende Stimmen
spürend in sich
und doch ungreifbar nicht zu benennen,
breitet sich Leere aus.
Leise füllt
Schwere den Raum,
bis er seine Hand sanft über ihre legt -
mit seinem Lächeln
den Weg öffnet in den neuen Tag.
© baH, 21.05.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Pfingstgeist
Ratlosigkeit breitet sich aus
zwischen den Worten,
die sie untereinander
in Dialog verdrängendem Geschwätz
bewegen -
eine Ratlosigkeit,
die unwissend
hilflos um sich schlägt,
verkrampft in verleugneter Angst
vor der Leere im eigenen Herzen,
dem Nichts -
das unscheinbar sich ausbreitet all-überall.
Ratlosigkeit -
weil die kleine Umkehr
zur Aufmerksamkeit allein auf sich,
dem "erkenne Dich selbst" am Du
nicht vollzogen.
- Das Wir des heilenden Geistes -
im Austausch von Gefühlen und Gedanken
wird wirkkräftig in einer Aufmerksamkeit,
die ihren Mittelpunkt stetig neu findet
in der bewegten Stille des eigenen Ich.
© baH, 21.05.2015
zwischen den Worten,
die sie untereinander
in Dialog verdrängendem Geschwätz
bewegen -
eine Ratlosigkeit,
die unwissend
hilflos um sich schlägt,
verkrampft in verleugneter Angst
vor der Leere im eigenen Herzen,
dem Nichts -
das unscheinbar sich ausbreitet all-überall.
Ratlosigkeit -
weil die kleine Umkehr
zur Aufmerksamkeit allein auf sich,
dem "erkenne Dich selbst" am Du
nicht vollzogen.
- Das Wir des heilenden Geistes -
im Austausch von Gefühlen und Gedanken
wird wirkkräftig in einer Aufmerksamkeit,
die ihren Mittelpunkt stetig neu findet
in der bewegten Stille des eigenen Ich.
© baH, 21.05.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Sonntag, 10. Mai 2015
U-Bahn Pöbelei
Professoral,
das Augenglas auf der Nase
sitzt er in der 1. Klasse,
die Tageszeitung
mit seinen feingliedrigen Händen
bedächtig
Seite für Seite wendend.
Aus seinen rot geränderten Augen
tropft
unübersehbar ein großes Wissen.
Da stürmt ein jugendlicher Rocker
durch den Gang,
reisst die Zeitung mit sich fort,
nimmt sie durch die Zugtür
hinaus auf den Bahnsteig;
der Professor,
mit hochrotem Kopf hinterher.
Der junge Mann wendet sich um,
sieht zwei Bilder aus der geöffneten Aktentasche
zu Boden gleiten,
bückt sich und reicht sie dem Zornroten.
Der sehend,
was arglose Hände ihm reichen,
erbleicht -
er, mit einer Stripperin auf dem Schoss
und er seine Frau innig umarmend, zwei Urlaubsbilder.
Nach einem endlos erscheinenden Augenblick
entschuldigt sich der Professor, Tränen in den Augen;
der Rocker erwidert flapsig,
nichts für ungut alter Mann,
ich tat nur, was ich für richtig hielt.
Aus der sensationslüsternen Menge tönt es,
was war denn das?
© baH, 10.05.2015
das Augenglas auf der Nase
sitzt er in der 1. Klasse,
die Tageszeitung
mit seinen feingliedrigen Händen
bedächtig
Seite für Seite wendend.
Aus seinen rot geränderten Augen
tropft
unübersehbar ein großes Wissen.
Da stürmt ein jugendlicher Rocker
durch den Gang,
reisst die Zeitung mit sich fort,
nimmt sie durch die Zugtür
hinaus auf den Bahnsteig;
der Professor,
mit hochrotem Kopf hinterher.
Der junge Mann wendet sich um,
sieht zwei Bilder aus der geöffneten Aktentasche
zu Boden gleiten,
bückt sich und reicht sie dem Zornroten.
Der sehend,
was arglose Hände ihm reichen,
erbleicht -
er, mit einer Stripperin auf dem Schoss
und er seine Frau innig umarmend, zwei Urlaubsbilder.
Nach einem endlos erscheinenden Augenblick
entschuldigt sich der Professor, Tränen in den Augen;
der Rocker erwidert flapsig,
nichts für ungut alter Mann,
ich tat nur, was ich für richtig hielt.
Aus der sensationslüsternen Menge tönt es,
was war denn das?
© baH, 10.05.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Sturm der Erinnerung
Irgendwann,
immer mitten am Tag
in seinem da und dort,
den Staublappen in der Hand,
die Tastatur unter den Fingern,
treffe ich diese Erinnerungen,
suchen sie mich heim
bitter süss.
Wie der Südwind,
der gegen meine Fensterläden schlägt,
so brechen sie ein
in meine Tage,
wirbeln auf,
kehren lange Vergessenes nach oben,
gnadenlos.
Irgendwann stehe ich auf,
öffne das Fenster,
der Südwind fächert mein Haar,
legt es n e u vernetzt zusammen
und ich lächele
befreit mir zu,
atme Ein-Sicht im Jetzt.
© baH, 10.05.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Donnerstag, 30. April 2015
Blocksberg
Hörst Du es, das Kreischen
das über Mauergiebel hinweg
und aus Schiessscharten
Deiner Ego-Burg
im Abwehr Streufeuer tönt?
Hörst Du es,
Dein verborgen inneres Jammern?
Die Hexen sind los
und wirbeln auf ihren Besen
durch Deine Schattenwelten,
legen alles bloss,
was Du lieber bedeckt gehalten.
Kehraus vor der Ich bin Geburt.
© baH, 30.04.2015
das über Mauergiebel hinweg
und aus Schiessscharten
Deiner Ego-Burg
im Abwehr Streufeuer tönt?
Hörst Du es,
Dein verborgen inneres Jammern?
Die Hexen sind los
und wirbeln auf ihren Besen
durch Deine Schattenwelten,
legen alles bloss,
was Du lieber bedeckt gehalten.
Kehraus vor der Ich bin Geburt.
© baH, 30.04.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Reinigung
Ein jedes Ander-Wort
löst Resonanz aus,
in mir,
weist einen Weg,
den ich gehe
oder
mutlos verweigere.
Ein jedes Wort
ein strahlender Stern,
das
in unendlicher Geduld
wartet,
bis ich die Rollos
vor meinen Fenstern
bereit bin
hochzuziehen.
Ein jedes Wort
ein Quell der Kraft
zu seiner Zeit,
schaue ich ihm
nur tief genug
in sein Sternen-Auge.
© baH, 30.04.2015
löst Resonanz aus,
in mir,
weist einen Weg,
den ich gehe
oder
mutlos verweigere.
Ein jedes Wort
ein strahlender Stern,
das
in unendlicher Geduld
wartet,
bis ich die Rollos
vor meinen Fenstern
bereit bin
hochzuziehen.
Ein jedes Wort
ein Quell der Kraft
zu seiner Zeit,
schaue ich ihm
nur tief genug
in sein Sternen-Auge.
© baH, 30.04.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Mittwoch, 29. April 2015
Zwischen ...
Ein jedes Vorwärts bedingt -
ein Rückwärts,
das Rückwärts wiederum
ein Innehalten
und
Besinnen.
Alles hat Bedeutung,
will ausgemessen sein,
ins Lot gehoben
zum geöffneten Auge werden,
innerlich, im nächsten Schritt.
Der Weg,
ein Sich Annähern,
ein Umfassen
des erwachenden Geistesauge.
© baH, 29.04.2015
ein Rückwärts,
das Rückwärts wiederum
ein Innehalten
und
Besinnen.
Alles hat Bedeutung,
will ausgemessen sein,
ins Lot gehoben
zum geöffneten Auge werden,
innerlich, im nächsten Schritt.
Der Weg,
ein Sich Annähern,
ein Umfassen
des erwachenden Geistesauge.
© baH, 29.04.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Dienstag, 28. April 2015
Schmerzvolle Rückschau
Eingeschlagen in allzu viele Decken
sinne ich hinein in die Kernzonen
lebenslangen Erlebens meiner Seele -
Vieles habe ich befragt,
umgewendet immer wieder neu,
was,
warum nur,
habe ich nicht befragt?
Das irdisch Unerfüllte,
das Unerfüllbare,
ich schaue mit Schrecken
in ihm sein Dornen umgrenztes Antlitz,
das kreuzte gütig meine Lebenswege,
damit ich lernte
aus Freiheit zu geben,
was nur ich schenken konnte -
bedingungslose Liebe.
Ich,
mich schaudert es,
ich war eingenommen
allein von meiner Sicht -
sah nichts,
nicht Deine stille Liebe!
© baH, 28.04.2015
sinne ich hinein in die Kernzonen
lebenslangen Erlebens meiner Seele -
Vieles habe ich befragt,
umgewendet immer wieder neu,
was,
warum nur,
habe ich nicht befragt?
Das irdisch Unerfüllte,
das Unerfüllbare,
ich schaue mit Schrecken
in ihm sein Dornen umgrenztes Antlitz,
das kreuzte gütig meine Lebenswege,
damit ich lernte
aus Freiheit zu geben,
was nur ich schenken konnte -
bedingungslose Liebe.
Ich,
mich schaudert es,
ich war eingenommen
allein von meiner Sicht -
sah nichts,
nicht Deine stille Liebe!
© baH, 28.04.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Montag, 27. April 2015
Fragment 1/2015
Dornig ist mitunter der Weg durch die Sprache, verblendet und verwinkelt vielfältig. Das Rauschen des Sinns in den Worten ist nur schwer noch wahrzunehmen. Die Abstraktion feiert ihre Feste der Freiheit auch in der Lyrik, unmerklich oft nahe an den Rändern des Nichts. Eisiger Wind, verpackt in nicht selten willkürliche Symbolismen bestürmt die Versuche erlebender Annäherung an so manche Textkonstrukte, lässt sie über die Ränder ins Leere stürzen noch ehe sie gelingen. Subjektive Bedeutsamkeit bläht sich auf, besetzt Sprachräume mit Sehnsuchtsträumen und krudem Sensationshaschen in kaum belebten Wortspielen.
Herz und Verstand, auseinander gerissen, darben in je eigenem Elend hinter den Gefängnisgittern in sich erstarrter Eigenbewegung. In den Kellern der Abstraktion ist der Prozessgeist des Ich eine Fata Morgana, solange die Gebärden des schöpferischen Schaffens nicht in ein im Inneren bewusstes Erfahren gerückt werden.
Herz und Verstand, auseinander gerissen, darben in je eigenem Elend hinter den Gefängnisgittern in sich erstarrter Eigenbewegung. In den Kellern der Abstraktion ist der Prozessgeist des Ich eine Fata Morgana, solange die Gebärden des schöpferischen Schaffens nicht in ein im Inneren bewusstes Erfahren gerückt werden.
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Lyrischer Gesang ... mit Ursa Angst
bitte, sing´das Lied noch einmal ...
mein Lied, ich liebe dich
Wenn ich dich höre spüre ich in mir
eine nicht enden wollende Poesie
Wie eine aufspringende Blüte
mich verzaubernd legst du den Hauch
gesungener Dichtung in meine
ausgehöhlten Nächte
Ich fühle den Schlaf nicht kommen
du bist da berührst mich sanft
bringst mir Frieden und bleibst mein Lied
selbst in der Nacht
© UrsaAngst
Froher Gesang
Mein Lied, „ich höre“ dich -
weckst mit deinem Gesang
Lichtkräfte in mir
und
lässt strahlen
aus der Mitte meines Herzens,
gleich einer aufspringenden Blüte,
dem L e b e n zugewandten Mut.
Mut,
der mein Tagwerk durchpulst,
belebt mit friedvoller Tat.
© baH, 26.04.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Sonntag, 26. April 2015
Fünfzehn und mehr Jahre
Treue
Geheimnis –
Verborgen zwischen den Klippen
zahlloser Versprechen,
im Dickicht
schöner Worte.
Aufleuchtend
in den Spiegeln des Selbst
und dennoch
geborgen im Du.
Frierend
in Sturm umtosten Schächten
langer Aufstiege
der Selbstfindung.
Treue –
du rätselhaftes Kleinod,
befreit von den Dornen
jedweder Bindung
blühst du empor
aus den Abgründen
der Entsagung
und findest dich wieder
als die treibende Kraft
hinter allem Sein
in der Ich-Helligkeit
deiner schöpferischen Taten.
Geheimnis –
zerbrechender Illusionen.
Allein Dir selbst gehörend
breitest Du deine Schwingen aus,
goldener Phönix
und mit jedem Flügelschlag
spürst Du Dich mehr verankert
in der Kraft deines Ich.
© 04.08.2004
Du
Wie kann ich treu sein,
da ich nach all den Jahren
immer noch nicht weiss
wer ich im Innersten bin,
wie kann ich treu sein?
Denn -
solange ich flüchte vor mir,
ist Treue
nur das Widerwort meiner Träume.
Im Bewusstseinsrausch meines Ego
stehst Du
an mir fremder Küste,
einsam gekehrt in Dich.
Ich habe Dich dorthin verbannt
in meinem Wahn von Freiheit,
sehend weder Dich noch mich.
Heute -
ein wissend Ich,
eile ich,
treu mir selbst,
Dir zu.
Scham kehrt sich in Freude!
© baH, 26.04.2015
Geheimnis –
Verborgen zwischen den Klippen
zahlloser Versprechen,
im Dickicht
schöner Worte.
Aufleuchtend
in den Spiegeln des Selbst
und dennoch
geborgen im Du.
Frierend
in Sturm umtosten Schächten
langer Aufstiege
der Selbstfindung.
Treue –
du rätselhaftes Kleinod,
befreit von den Dornen
jedweder Bindung
blühst du empor
aus den Abgründen
der Entsagung
und findest dich wieder
als die treibende Kraft
hinter allem Sein
in der Ich-Helligkeit
deiner schöpferischen Taten.
Geheimnis –
zerbrechender Illusionen.
Allein Dir selbst gehörend
breitest Du deine Schwingen aus,
goldener Phönix
und mit jedem Flügelschlag
spürst Du Dich mehr verankert
in der Kraft deines Ich.
© 04.08.2004
Du
Wie kann ich treu sein,
da ich nach all den Jahren
immer noch nicht weiss
wer ich im Innersten bin,
wie kann ich treu sein?
Denn -
solange ich flüchte vor mir,
ist Treue
nur das Widerwort meiner Träume.
Im Bewusstseinsrausch meines Ego
stehst Du
an mir fremder Küste,
einsam gekehrt in Dich.
Ich habe Dich dorthin verbannt
in meinem Wahn von Freiheit,
sehend weder Dich noch mich.
Heute -
ein wissend Ich,
eile ich,
treu mir selbst,
Dir zu.
Scham kehrt sich in Freude!
© baH, 26.04.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Samstag, 25. April 2015
Mit gutem Willen
Du kannst den Anderen,
selbst den Dir nächsten
Menschen
ändern nicht.
Wie Du
muss er seinen ureignen Weg
alleine finden -
u n d gehen.
Dein guter Wille
Dich stetig neu zu wandeln
in Begegnungen mit ihm,
dies allein
kann Kräfte entbinden
für ein Erwachen
Aug in Auge.
Das tiefe Glück
einer dem L e b e n
entwachsenen Gemeinsamkeit
ist dem Tod geschuldet,
dem Tod des Ego
als dem schwersten Opfer
Deiner Einsamkeit.
© baH, 25.04.2015
selbst den Dir nächsten
Menschen
ändern nicht.
Wie Du
muss er seinen ureignen Weg
alleine finden -
u n d gehen.
Dein guter Wille
Dich stetig neu zu wandeln
in Begegnungen mit ihm,
dies allein
kann Kräfte entbinden
für ein Erwachen
Aug in Auge.
Das tiefe Glück
einer dem L e b e n
entwachsenen Gemeinsamkeit
ist dem Tod geschuldet,
dem Tod des Ego
als dem schwersten Opfer
Deiner Einsamkeit.
© baH, 25.04.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Sonntag, 12. April 2015
Missfallen?
Kunst -
ist es
ein Missfallen
mit einem Lächeln zu bekränzen.
Höchste Kunst!
Denn
leichter ist es
in der Emotion
über den Anderen herzufallen,
als ihm
aus einer misslichen Lage,
(immer) wieder
auf die Beine zu helfen -
mit Deinem Lächeln.
© baH, 12.04.2015
ist es
ein Missfallen
mit einem Lächeln zu bekränzen.
Höchste Kunst!
Denn
leichter ist es
in der Emotion
über den Anderen herzufallen,
als ihm
aus einer misslichen Lage,
(immer) wieder
auf die Beine zu helfen -
mit Deinem Lächeln.
© baH, 12.04.2015
Die immer neue Herausforderung: Im Gespräch mit dem Du sich finden im Ich. Dichtung, ein Weg der Verdichtung auf das Ich hin, Erwachen zu sich selbst in Ich-Verantwortung. Das Du wird dem innerlich wachen Beobachter auf diese Weise zu einer Quelle eigener Entwicklung und darüber hinaus auch eine mögliche Quelle literarischer Inspiration.
Abonnieren
Posts (Atom)